Änderungen

Zeile 24: Zeile 24:  
Das Salzburger Glockenspiel besteht aus 35 Glocken und einem 6,3 Tonnen schweren Spielwerk, das aus 3.655 Einzelteilen besteht. Es wird über eine Walze und eine mechanische, später eine elektrische Uhr gesteuert. Die Glocken umfassen drei Oktaven mit allen Halbtönen.  
 
Das Salzburger Glockenspiel besteht aus 35 Glocken und einem 6,3 Tonnen schweren Spielwerk, das aus 3.655 Einzelteilen besteht. Es wird über eine Walze und eine mechanische, später eine elektrische Uhr gesteuert. Die Glocken umfassen drei Oktaven mit allen Halbtönen.  
   −
Im [[18. Jahrhundert]] bestand die Möglichkeit, über eine Handspielanlage Konzerte zu geben. Diese Art der Bespielung war bereits vom Glockengießer Melchior de Haze vorgesehen gewesen und kam im [[19. Jahrhundert]] ab. Wann, ist leider nicht überliefert. Im Zuge der Restaurierungsarbeiten 2009/2010 wurde diese Handspielkurbel wieder hergestellt.   
+
Im [[18. Jahrhundert]] war es für einen Carillonneur möglich gewesen, über eine Handspielanlage zu improvisieren oder Stücke zu spielen. Die Mechanik dieser Spielanlage war bereits von Glockengießer Melchior de Haze errichtet worden, wurde aber, vermutlich im [[19. Jahrhundert]], entfernt. Im Zuge der Restaurierungsarbeiten 2009/2010 sollte die Handspielanlage rekonstruiert werden, wurde aber von [[Erich Marx]] verhindert, da er eine Beeinträchtigung das [[Salzburg Museum|Museumsbetriebes]] durch einen Carillonneur befürchtete.   
    
Immer wieder wurde über die nicht ganz harmonische Stimmung des Glockenspiels gerätselt. Spieß<!--wer ist Spieß?--> wies darauf hin, dass die Glocken vor [[1690]] im "sogenannten Chorton" gestimmt waren und die "gleichschwebende" Stimmung nach dem Quintenzirkel erst zu dieser Zeit aufkam.  
 
Immer wieder wurde über die nicht ganz harmonische Stimmung des Glockenspiels gerätselt. Spieß<!--wer ist Spieß?--> wies darauf hin, dass die Glocken vor [[1690]] im "sogenannten Chorton" gestimmt waren und die "gleichschwebende" Stimmung nach dem Quintenzirkel erst zu dieser Zeit aufkam.  
Zeile 32: Zeile 32:  
[[Datei:Glockenspiel A.jpg|thumb|Antriebswerk des Glockenspiels, nach der Restaurierung im Jahr 2010]]
 
[[Datei:Glockenspiel A.jpg|thumb|Antriebswerk des Glockenspiels, nach der Restaurierung im Jahr 2010]]
 
====Restaurierung====
 
====Restaurierung====
Am [[18. Dezember]] [[2008]] wurden die Glocken herunter gehoben und nach Wien in die Werkstätte der Restauratorin Elisabeth Krebs transportiert. Das Antriebswerk folgte im Frühjahr [[2009]]. Zu den veranschlagten 360.000 Euro kamen im Laufe der Arbeiten weitere 50.000 bis 60.000 Euro hinzu. Diese Kostenüberschreitung wurde notwendig, weil beispielsweise Malereien auf den Metallsäulen des Glockenwerks entdeckt wurden, die aus der Ursprungszeit um 1703 stammen. Auch die Adlerköpfe auf den Glocken sind nun wieder zu sehen, die bisher unter mehren Lackschichten verborgen waren. Außerdem wurde zusätzlich zum elektrischen auch der historische mechanische Antrieb wieder gangbar gemacht und kann nun bei Führungen in Betrieb genommen werden.
+
Am [[18. Dezember]] [[2008]] wurden die Glocken abgenommen und nach Wien in die Werkstätte der Restauratorin Elisabeth Krebs transportiert. Das Antriebswerk folgte im Frühjahr [[2009]]. Zu den veranschlagten 360.000 Euro kamen im Laufe der Arbeiten weitere 50.000 bis 60.000 Euro hinzu. Diese Kostenüberschreitung wurde notwendig, weil beispielsweise Malereien auf den Metallsäulen des Glockenwerks entdeckt wurden, die aus der Ursprungszeit um 1703 stammen. Auch die Adlerköpfe auf den Glocken sind nun wieder zu sehen, die bisher unter mehren Lackschichten verborgen waren. Außerdem wurde zusätzlich zum elektrischen auch der historische mechanische Antrieb wieder gangbar gemacht und kann nun bei Führungen in Betrieb genommen werden.
    
Nach zweijähriger Restaurierpause erfolgte am [[28. Jänner]] [[2011]] um 11:00 Uhr die Wiederinbetriebnahme.
 
Nach zweijähriger Restaurierpause erfolgte am [[28. Jänner]] [[2011]] um 11:00 Uhr die Wiederinbetriebnahme.