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[[Bild:Glockenspiel.jpg|thumb|das Glockenspiel am [[Residenzplatz]], im Vordergrund der [[Residenzbrunnen]]]]
   
[[Datei:IMGP6893.JPG|thumb|Glockenspiel (rechts) und [[Dom]] vom [[Salzburg Museum]] gesehen]]  
 
[[Datei:IMGP6893.JPG|thumb|Glockenspiel (rechts) und [[Dom]] vom [[Salzburg Museum]] gesehen]]  
 
[[Datei:Glockenspiel B.jpg|thumb|Blick aus dem Glockenspielturm]]
 
[[Datei:Glockenspiel B.jpg|thumb|Blick aus dem Glockenspielturm]]
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Erzbischof Johann Ernst Graf von Thun ließ den unter Erzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]] errichteten Turm um zwei Stockwerke erhöhen und beauftragte den Salzburger Hofuhrmacher Jeremias Sauter, die Mechanik anzufertigen. Dieser bohrte die zum Betrieb notwendigen 7.964 Löcher. Der Glockengießer [[Benedikt Eisenberger]] und der Büchsenmacher [[Franz Sulzer]] fertigten die Messingwalze, und Ende [[1704]] erklang das Glockenspiel zum ersten Mal.  
 
Erzbischof Johann Ernst Graf von Thun ließ den unter Erzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]] errichteten Turm um zwei Stockwerke erhöhen und beauftragte den Salzburger Hofuhrmacher Jeremias Sauter, die Mechanik anzufertigen. Dieser bohrte die zum Betrieb notwendigen 7.964 Löcher. Der Glockengießer [[Benedikt Eisenberger]] und der Büchsenmacher [[Franz Sulzer]] fertigten die Messingwalze, und Ende [[1704]] erklang das Glockenspiel zum ersten Mal.  
   
   
 
   
 
Mit dem Glockenspiel können derzeit 51 Musikstücke gespielt werden, von denen einige [[Johann Michael Haydn]] zugeschrieben werden. Die Melodien von [[Leopold Mozart|Vater]] und Sohn [[Wolfgang Amadeus Mozart|Mozart]] sind Bearbeitungen aus dem [[19. Jahrhundert]].  
 
Mit dem Glockenspiel können derzeit 51 Musikstücke gespielt werden, von denen einige [[Johann Michael Haydn]] zugeschrieben werden. Die Melodien von [[Leopold Mozart|Vater]] und Sohn [[Wolfgang Amadeus Mozart|Mozart]] sind Bearbeitungen aus dem [[19. Jahrhundert]].  
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1873 baute der Salzburger Uhrmachermeister [[Johann Baptist Fischer]] neben dem Antriebswerk eine Uhr ein, die mit Hilfe einer speziellen Vorrichtung das Spielwerk des Glockenspiels auslöste. Ende der 1960er Jahre wurde eine elektrische Uhr für die Auslösung eingebaut.
 
1873 baute der Salzburger Uhrmachermeister [[Johann Baptist Fischer]] neben dem Antriebswerk eine Uhr ein, die mit Hilfe einer speziellen Vorrichtung das Spielwerk des Glockenspiels auslöste. Ende der 1960er Jahre wurde eine elektrische Uhr für die Auslösung eingebaut.
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Das mechanische Werk besteht aus der Uhr, dem Antriebsmechanismus mit Wellbaum, dem Hammerwerk samt Federn, Drahtwerk, Zungen und der großen Walze mit den Stacheln. Diese lösen ursprünglich über Seilzug, heute über Abstrakte, Kadenzen und Glockenketten den Hammerschlag auf die jeweilige Glocke aus. Bei jeder Glocke, außer der größten, befinden sich zwei gleich große eiserne Hämmer. Das Gewicht der großen Hämmer zieht die Kette, das Gestänge (Kadenzen), Abstrakte und die Claves wieder in die Ausgangsposition zurück.
 
Das mechanische Werk besteht aus der Uhr, dem Antriebsmechanismus mit Wellbaum, dem Hammerwerk samt Federn, Drahtwerk, Zungen und der großen Walze mit den Stacheln. Diese lösen ursprünglich über Seilzug, heute über Abstrakte, Kadenzen und Glockenketten den Hammerschlag auf die jeweilige Glocke aus. Bei jeder Glocke, außer der größten, befinden sich zwei gleich große eiserne Hämmer. Das Gewicht der großen Hämmer zieht die Kette, das Gestänge (Kadenzen), Abstrakte und die Claves wieder in die Ausgangsposition zurück.
   
[[Bild:Glockenspiel-Werk.jpg|thumb|Antriebswerk und Walze des Glockenspiels im heutigen Zustand]]
 
[[Bild:Glockenspiel-Werk.jpg|thumb|Antriebswerk und Walze des Glockenspiels im heutigen Zustand]]
   
[[Datei:Glockenspiel A.jpg|thumb|Antriebswerk des Glockenspiels, nach der Restaurierung im Jahr 2010]]
 
[[Datei:Glockenspiel A.jpg|thumb|Antriebswerk des Glockenspiels, nach der Restaurierung im Jahr 2010]]
 
====Restaurierung====
 
====Restaurierung====