Julius Sylvester: Unterschied zwischen den Versionen

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Von [[1897]] bis zum Zusammenbruch der Habsburger-Monarchie [[1918]] vertrat er Salzburg als Abgeordneter der Deutsch-fortschrittlichen Partei im Abgeordnetenhaus des Reichsrats. Er trat, als die Regierung den Gesetzesvorschlag zum Bau der [[Tauernbahn]] einbrachte, vehement für dessen Annahme ein. Als Generalberichterstatter vermochte er alle gegenteiligen Bedenken auszuräumen, wodurch der für das [[Land Salzburg]] so wichtige Entwurf ohne Gegenstimme angenommen werden konnte. Daneben setzte er sich erfolgreich für den Ausbau des [[Salzburger Hauptbahnhof]]es ein.
Von [[1897]] bis zum Zusammenbruch der Habsburger-Monarchie [[1918]] vertrat er Salzburg als Abgeordneter der Deutsch-fortschrittlichen Partei im Abgeordnetenhaus des Reichsrats. Er trat, als die Regierung den Gesetzesvorschlag zum Bau der [[Tauernbahn]] einbrachte, vehement für dessen Annahme ein. Als Generalberichterstatter vermochte er alle gegenteiligen Bedenken auszuräumen, wodurch der für das [[Land Salzburg]] so wichtige Entwurf ohne Gegenstimme angenommen werden konnte. Daneben setzte er sich erfolgreich für den Ausbau des [[Salzburger Hauptbahnhof]]es ein.


Von [[1911]] bis [[1917]] fungierte er als Präsident des Abgeordnetenhauses, zeigte sich von [[1918]] bis [[1919]] als Staatsnotar und ab 1919 als Mitglied des Verfassungsgerichtshofes tätig.  
Von [[1911]] bis [[1917]] fungierte er als Präsident des Abgeordnetenhauses, zeigte sich von [[1918]] bis [[1919]] als Staatsnotar und ab 1919 als Mitglied des Verfassungsgerichtshofes tätig.
 
Sylvester trat bereits [[1874]] der Burschenschaft Teutonia Wien bei und [[1881]] wurde er Mitglied der Burschenschaft Libertas Wien. Nach seinem Zuzug nach Salzburg im Jahr [[1886]] gelang es ihm, die Stadt zum gesamtösterreichischen Zentrum der Bewegung im Geiste Georg von Schönerer, der die Juden für die negativen Begleiterscheinungen des Liberalismus verantwortlich machte,  zu entwickeln. Der deutschnational gesinnte Politiker Sylvester war selbst ein glühender Antisemit und es ist ihm gelungen, den Antisemitismus auch in Salzburg zu verstärken. Sylvester  war nicht nur Vizebürgermeister sondern auch Mitglied des Antisemitenbundes, Obmann des >Germanenbundes< und des >Kyffhäuers-Bundes<.
Nach dem Erwerb des [[Zeller Schlössl]] in [[Seekirchen am Wallersee]], baute er dieses zu einer Villa mit Strandbad aus. Er besaß in Seekirchen-Bayerham auch eine Gastwirtschaft. Als Strandbadbetreiber und Gastwirt war er von der Frage der >judenreinen Sommerfrische< direkt betroffen. Die Verfolgung der jüdischen Sommergäste war in den Gemeinden rund um den Wallersee besonders ausgeprägt.


==Ehrungen==
==Ehrungen==