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Version vom 19. Mai 2014, 17:15 Uhr
Die Alte Residenz ist die historische fürsterzbischöfliche Palastanlage in der Altstadt von Stadt Salzburg.
Geschichte
Sie liegt zwischen dem heutigen Residenzplatz und der heutigen Sigmund-Haffner-Gasse und ist zuerst um 1120 urkundlich nachgewiesen. Neubauten erfolgten im 15. und 16. Jahrhundert, vor allem unter Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau.
Der Trakt gegen den Alten Markt wurde unter Markus Sittikus errichtet, jener um den Haupthof wurde unter Paris Lodron fertiggestellt, unter Guidobald Graf von Thun und Hohenstein erhöht und unter Franz Anton Graf Harrach neu fassadiert.
Vom 29. April 1803 bis 18. Oktober 1805 war die Residenz Wohnsitz von Kurfürst Ferdinand (Großherzog von Toskana) (er wohnte in dem erst viel später so benannten Toskanatrakt) und zwischen 1868 und 1908 Wohnsitz der Verwandten der Linie Habsburg-Toskana. Auch Carolina Augusta wohnte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts lange Zeit in der Residenz.
In den 2010er Jahren müssen die Dachstühle repariert werden. Auf den Dachböden, die als Lager genutzt werden, kam es bei den Decken zu Senkungen, die Risse im Mauerwerk zur Folge hatten. Diese Schäden dürften auf Bombardierungen des Salzburger Doms im Zweiten Weltkrieg zurückzuführen sein. Damals trafen viele Splitter das Residenzgebäude. Bei der nach Kriegsende erfolgten Ersetzung des Graben- durch ein Satteldach seien die alten Dachbalken nicht systemgerecht wieder eingesetzt worden. Die Kosten für die gesamte Sanierung wird auf 1,5 Mio. Euro geschätzt.
Innenhöfe
Die Alte Residenz gruppiert sich um vier Innenhöfe:
- den Haupthof (mit Zugängen vom Residenzplatz und Domplatz)
- den Hof des Toskanatraktes
- den Hof der ehemaligen Dietrichsruh und
- den kleinen Hof des Wallistraktes
Innenräume
Die Residenz besteht aus über 180 Räumen und Sälen, darunter 15 Prunkräume. Bekannt sind hier der große Carabinierisaal mit einem großen Deckengemälde von Johann Michael Rottmayr. Die anschließenden Fürstenräume (Rittersaal, Konferenzzimmer, Arbeitszimmer, Schatullenkabinett, Schlafzimmer, Hauskapelle und Gesellschaftszimmer) wurden unter Leitung von Johann Lucas von Hildebrandt neu gestaltet und von Rottmayr und Martino Altomonte mit Gemälden versehen.
In diesen prunkvollen Räumen hat auch Wolfgang Amadeus Mozart vor dem Fürsterzbischof musiziert. Hier hat er im Jahr 1775 sein Violinkonzert in A-Dur (KV 219) uraufgeführt. Die Salzburger Residenz zählt zu den wertvollsten Profanbauten der Salzburger Altstadt. Diese Prunkräume werden alljährlich von rund 50.000 Personen besucht.
Im zweiten Stock befindet sich heute die Residenzgalerie, in der die erhaltenen Gemälde der Gemäldesammlung der Fürsterzbischöfe aufbewahrt und gezeigt werden.
Leider wurde das Originalinventar im 19. Jahrhundert von verschiedenen Fremdherrschern - Franzosen, Bayern, dem kurzzeitigen Kurfürsten Ferdinand und den Österreichern geplündert.
Seit Mai 2014 kann man von der Alten Residenz ausgehend das Museum DomQuartier begehen.
Sehenswert
Bildergalerie
Weblink
Quellen
- Beitrag Altstadt
- "Salzburger Nachrichten", 18. März 2011