Hydrographischer Dienst des Landes Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen

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*Sachverständigendienst in Naturschutz- und Wasserrechtsverfahren
 
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*Hydrographische Beurteilung wasserbaulicher und wasserwirtschaftlicher Projekte
 
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*Hochwasserüberflutungsflächen und -koten
 
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== Geschichte==
 
 
Das „Referat Hydrographischer Landesdienst“ wurde durch die Geschäftseinteilung von 1974 in der (damals noch nicht Fach-, sondern) Unterabteilung Wasserbau der Landesbaudirektion geschaffen.
 
 
Die Umschreibung seiner Aufgaben war noch bescheiden:
 
 
* Erhebung, Erforschung und Evidenthaltung der grundlegenden Daten für die gesamte Wasserwirtschaft;
 
*hydrographische Fachgutachten;
 
* amtlicher Hochwassernachrichten- und Warndienst.
 
  
 
== Strukturierung ==
 
== Strukturierung ==
  
 
Der Hydrographische Dienst des Landes Salzburg ist im [[Amt der Salzburger Landesregierung]] als ''Referat 4/33: Hydrographischer Dienst'' angesiedelt. Damit ist er eine Unterabteilung der ''Fachabteilung 4/3: Wasserwirtschaft'', die ihrerseits zur ''Abteilung 4: Lebensgrundlagen und Energie'' gehört.
 
Der Hydrographische Dienst des Landes Salzburg ist im [[Amt der Salzburger Landesregierung]] als ''Referat 4/33: Hydrographischer Dienst'' angesiedelt. Damit ist er eine Unterabteilung der ''Fachabteilung 4/3: Wasserwirtschaft'', die ihrerseits zur ''Abteilung 4: Lebensgrundlagen und Energie'' gehört.
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* [[1820]]: Beginn der Beobachtung der Hochwasserstände in [[Oberndorf]]
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* [[1895]], April: Anwerbung der örtlichen Beobachter und Sicherstellung des Amtssachaufwandes
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:::Juli: Gründung der Hydrographischen Landesabteilung am 1. Juli 1895 und Zuordnung zum Baudepartement; erster Salzburger Hydrograph: Franz Pichler (provisorischer Bauadjunkt)
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* [[1897]], Juli: Hochwasser an der [[Salzach]] und zahlreichen Zubringern mit großen Überflutungen flussab von Golling bis Oberndorf
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* [[1899]], Februar: ''Provisorisches Regulativ für den Hochwassernachrichtendienst im Herzogthume Salzburg''
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::: September: 100jährliches Hochwasser der Salzach mit großen Überflutungen (Wasserstand um 80 cm höher als 1897) im Bereich des nördlichen [[Tennengebirge]]s und insbesondere im Stadtbereich
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* [[1902]], Dezember: Vorschrift für den Hochwassernachrichtendienst im Einzugsgebiet der Salzach und [[Saalach]]
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* [[1911]]: Personalaufstockung durch Josef Schifferer (technischer Zeichner) – Personalstand: zwei Bedienstete
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* [[1920]], September: 80jährliches Hochwasser der Salzach mit Überflutungen flussab [[Golling]] und insbesondere der Stadt Salzburg
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* [[1949]], August: Salzachhochwasser im [[Pinzgau]] mit Überflutungen und teilweiser Zerstörung der Bahnlinie zwischen [[Wald im Pinzgau|Wald]] und [[Krimml]]
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* [[1954]], Juli: 25jährliches Hochwasser der Salzach
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* [[1959]], August: 60jährliches Salzachhochwasser mit Einsturz der Autobahnbrücke im Salzburger Stadtgebiet
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* [[1966]], August: Hochwasser der Salzach und ihrer Zubringer mit großen Überflutungen im Pinzgau und [[Pongau]]
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* [[1974]]: Das „Referat Hydrographischer Landesdienst“ wurde durch die Geschäftseinteilung von 1974 in der (damals noch nicht Fach-, sondern) Unterabteilung Wasserbau der Landesbaudirektion geschaffen.
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:Die Umschreibung seiner Aufgaben war noch bescheiden:
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:* Erhebung, Erforschung und Evidenthaltung der grundlegenden Daten für die gesamte Wasserwirtschaft;
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:*hydrographische Fachgutachten;
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:* amtlicher Hochwassernachrichten- und Warndienst.
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* [[1976]]: Beginn der EDV-Bearbeitung
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* [[1977]]: 30jährliches Salzachhochwasser
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* [[1985]], August: Salzachhochwasser im [[Oberpinzgau]]
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* [[1987]], August: 100jährliches Hochwasser oberste Salzach
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* [[1990]], Beginn der Entwicklung des „Hochwasservorhersagemodells Salzach–Saalach“
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* [[1991]], Juli: 30- bis 60jährliches Hochwasser der Salzachzubringer im Bereich der Stadt Salzburg
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* [[1995]]: 100-Jahr-Feier des Hydrographischen Landesdienstes; Personalstand: 11 Mitarbeiter
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* [[2002]], August: 100jährliches Hochwasser an der unteren Salzach
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* [[2005]], Juli und August: Salzachhochwässer im Oberpinzgau
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* [[2010]], Juni: die Salzach erreicht bei [[Tittmoning]] 7,08 m
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* [[2011]], Jänner:  die Salzach erreicht im Salzburger Stadtgebiet eine Durchflussmenge von 200 m³ pro Sekunde
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* [[2013]], Juni: [[Hochwasser 2013|großes Hochwasser]] [[Hochwasser im Pinzgau (Juni 2013)|im Pinzgau]], [[Hochwasser im Pongau (Juni 2013)|im Pongau]],[[Hochwasser in der Stadt Salzburg (Juni 2013)|in der Stadt Salzburg]] und [[Hochwasser im Flachgau (Juni 2013)|im Flachgau]]
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===Leiter===
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* [[1921]] – [[1923]]: Dipl.-Ing. [[Karl Hübner]]
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* 1923 – [[1928]]: Dipl.-Ing. Franz Honsig
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* [[1929]] – [[1936]]: Dipl.-Ing. Josef Straßl
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* 1936 – [[1945]]: Dipl.-Ing. Heinrich Gallenbach
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* 1945 – [[1949]]: Ing. Josef Schifferer
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* [[1950]] – [[1972]]: Dipl.-Ing. Herbert Straub
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* 1972 – [[1982]]: Ing. Friedrich Prodinger
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* 1982 – [[2006]]: Dipl.-Ing. [[Günther Schmidt|Günther H. Schmidt]]
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* seit 2006 Dipl.-Ing. [[Hans Wiesenegger]]
  
 
== Quellen ==
 
== Quellen ==
 
 
{{homepage|http://www.salzburg.gv.at/themen/nuw/wasser/wasserkreislauf/hydro-2/aufgaben-hydro.htm}}
 
{{homepage|http://www.salzburg.gv.at/themen/nuw/wasser/wasserkreislauf/hydro-2/aufgaben-hydro.htm}}
* Artikel [[Amt der Salzburger Landesregierung, Fachabteilung 4/3: Wasserwirtschaft]]
+
:[http://www.salzburg.gv.at/100-jahre Land Salzburg > Umwelt|Natur|Wasser > Wasserwirtschaft > Wasserkreislauf > Hydrographischer Dienst > Chronologie: ''Über 100 Jahre Hydrographischer Dienst Salzburg]
 +
* Artikel [[Amt der Salzburger Landesregierung, Fachabteilung 4/3: Wasserwirtschaft]], und [[Hochwasser]]
  
 
[[Kategorie:Infrastruktur]]
 
[[Kategorie:Infrastruktur]]
 
[[Kategorie:Verwaltung]]
 
[[Kategorie:Verwaltung]]
 
[[Kategorie:Wasser]]
 
[[Kategorie:Wasser]]

Version vom 15. Dezember 2013, 14:31 Uhr

Der Hydrographische Dienst des Landes Salzburg ist eine Organisationseinheit (Referat 4/33) des Amtes der Salzburger Landesregierung und gehört zur Fachabteilung 4/3: Wasserwirtschaft der Abteilung 4: Lebensgrundlagen und Energie.

Aufgabenbereiche

  • Langzeitbeobachtung und Trendanalysen des Wasserkreislaufes
  • Niederschlagsbeobachtung und Angabe von Bemessungsregen
  • Messung von Lufttemperatur und Verdunstung
  • Messung des Wasserstandes von Flüssen und Seen
  • Angabe charakteristischer Abflüsse eines Gewässers
  • Wassertemperatur von Flüssen und Seen
  • Quellbeobachtungen
  • Grundwasserbeobachtung
  • Sachverständigendienst in Naturschutz- und Wasserrechtsverfahren
  • Hydrographische Beurteilung wasserbaulicher und wasserwirtschaftlicher Projekte
  • Hochwasserwarn- und -nachrichtendienst
  • Hochwasserüberflutungsflächen und -koten

Strukturierung

Der Hydrographische Dienst des Landes Salzburg ist im Amt der Salzburger Landesregierung als Referat 4/33: Hydrographischer Dienst angesiedelt. Damit ist er eine Unterabteilung der Fachabteilung 4/3: Wasserwirtschaft, die ihrerseits zur Abteilung 4: Lebensgrundlagen und Energie gehört.

Geschichte

Ereignisse

  • 1820: Beginn der Beobachtung der Hochwasserstände in Oberndorf
  • 1850: Beginn der Beobachtung der Hochwasserstände in Salzburg
  • 1895, April: Anwerbung der örtlichen Beobachter und Sicherstellung des Amtssachaufwandes
Juli: Gründung der Hydrographischen Landesabteilung am 1. Juli 1895 und Zuordnung zum Baudepartement; erster Salzburger Hydrograph: Franz Pichler (provisorischer Bauadjunkt)
  • 1897, Juli: Hochwasser an der Salzach und zahlreichen Zubringern mit großen Überflutungen flussab von Golling bis Oberndorf
  • 1899, Februar: Provisorisches Regulativ für den Hochwassernachrichtendienst im Herzogthume Salzburg
September: 100jährliches Hochwasser der Salzach mit großen Überflutungen (Wasserstand um 80 cm höher als 1897) im Bereich des nördlichen Tennengebirges und insbesondere im Stadtbereich
  • 1902, Dezember: Vorschrift für den Hochwassernachrichtendienst im Einzugsgebiet der Salzach und Saalach
  • 1911: Personalaufstockung durch Josef Schifferer (technischer Zeichner) – Personalstand: zwei Bedienstete
  • 1920, September: 80jährliches Hochwasser der Salzach mit Überflutungen flussab Golling und insbesondere der Stadt Salzburg
  • 1949, August: Salzachhochwasser im Pinzgau mit Überflutungen und teilweiser Zerstörung der Bahnlinie zwischen Wald und Krimml
  • 1954, Juli: 25jährliches Hochwasser der Salzach
  • 1959, August: 60jährliches Salzachhochwasser mit Einsturz der Autobahnbrücke im Salzburger Stadtgebiet
  • 1966, August: Hochwasser der Salzach und ihrer Zubringer mit großen Überflutungen im Pinzgau und Pongau
  • 1974: Das „Referat Hydrographischer Landesdienst“ wurde durch die Geschäftseinteilung von 1974 in der (damals noch nicht Fach-, sondern) Unterabteilung Wasserbau der Landesbaudirektion geschaffen.
Die Umschreibung seiner Aufgaben war noch bescheiden:
  • Erhebung, Erforschung und Evidenthaltung der grundlegenden Daten für die gesamte Wasserwirtschaft;
  • hydrographische Fachgutachten;
  • amtlicher Hochwassernachrichten- und Warndienst.
  • 1976: Beginn der EDV-Bearbeitung
  • 1977: 30jährliches Salzachhochwasser
  • 1985, August: Salzachhochwasser im Oberpinzgau
  • 1987, August: 100jährliches Hochwasser oberste Salzach
  • 1990, Beginn der Entwicklung des „Hochwasservorhersagemodells Salzach–Saalach“
  • 1991, Juli: 30- bis 60jährliches Hochwasser der Salzachzubringer im Bereich der Stadt Salzburg
  • 1995: 100-Jahr-Feier des Hydrographischen Landesdienstes; Personalstand: 11 Mitarbeiter
  • 2002, August: 100jährliches Hochwasser an der unteren Salzach
  • 2005, Juli und August: Salzachhochwässer im Oberpinzgau
  • 2010, Juni: die Salzach erreicht bei Tittmoning 7,08 m
  • 2011, Jänner: die Salzach erreicht im Salzburger Stadtgebiet eine Durchflussmenge von 200 m³ pro Sekunde
  • 2013, Juni: großes Hochwasser im Pinzgau, im Pongau,in der Stadt Salzburg und im Flachgau

Leiter

Quellen

Land Salzburg > Umwelt|Natur|Wasser > Wasserwirtschaft > Wasserkreislauf > Hydrographischer Dienst > Chronologie: Über 100 Jahre Hydrographischer Dienst Salzburg