Kriegsgefangenenlager Markt Pongau: Unterschied zwischen den Versionen

Die Opfer des Stalag Markt Pongau: Gedenktafelenthüllung
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==Die Opfer des Stalag Markt Pongau==
==Die Opfer des Stalag Markt Pongau==
In St. Johann sind neben den Toten anderer Nationalitäten fast 4.000 sowjetische Kriegsgefangene umgekommen. Sie sind verhungert, erfroren, wurden Opfer von Seuchen oder wurden erschossen. Viele von ihnen verstarben bereits kurz nach ihrer Ankunft, nach zwei Wochen Fahrt zusammengepfercht und ohne Essen. Das geschah vor den Augen der einheimischen Bevölkerung und mit Wissen zahlreicher Amtsträger wie Bürgermeister, hohe Offiziere, Kreisleiter, Landesräte und Gauleiter.  
In St. Johann sind neben den Toten anderer Nationalitäten fast 4.000 sowjetische Kriegsgefangene umgekommen. Sie sind verhungert, erfroren, wurden Opfer von Seuchen oder wurden erschossen. Viele von ihnen verstarben bereits kurz nach ihrer Ankunft, nach zwei Wochen Fahrt zusammengepfercht und ohne Essen. Das geschah vor den Augen der einheimischen Bevölkerung und mit Wissen zahlreicher Amtsträger wie Bürgermeister, hohe Offiziere, Kreisleiter, Landesräte und Gauleiter.
==Gedenktafel-Enthüllung==
Erzpriester Georgi Kharlov und Militärkommandant Heinz Hufler enthüllten am [[10. Dezember]] [[2013]], dem Internationalen Tag der Menschenrechte, in der Krobatin-Kaserne eine Gedenktafel mit folgender Aufschrift: 
„Nahe der Krobatin-Kaserne befand sich von 1941 bis 1945 ein Kriegsgefangenenlager, in dem Menschen als Opfer des Nationalsozialismus gelitten und ihr Leben gelassen haben. Die Kaserne selbst wurde teilweise von der Wachmannschaft genutzt.“
Der [[Pongau]]er Historiker [[Michael Mooslechner]] zeigte sich erfreut über diesen Schritt, bedauert in diesem Zusammenhang aber, dass der Text auf der Gedenktafel sehr allgemein gehalten wurde und mit keinem Wort auf die Sonderbehandlung der russischen Kriegsgefangenen eingeht.


==Quellen==
==Quellen==