Salzburg unter Napoleon: Unterschied zwischen den Versionen

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen
(→‎Geschichte: Schlacht an der Halbstundenbrücke)
Zeile 6: Zeile 6:
 
Dann bildete Salzburg zunächst mit Passau, Eichstätt und [[Berchtesgaden]] ein Kurfürstentum, mit dem Großherzog [[Ferdinand III. von Toskana]], der Bruder von Kaiser Franz II., für den Verlust der Toskana entschädigt wurde. Aber [[1804]] standen erneut die Franzosen in Salzburg.
 
Dann bildete Salzburg zunächst mit Passau, Eichstätt und [[Berchtesgaden]] ein Kurfürstentum, mit dem Großherzog [[Ferdinand III. von Toskana]], der Bruder von Kaiser Franz II., für den Verlust der Toskana entschädigt wurde. Aber [[1804]] standen erneut die Franzosen in Salzburg.
  
1809 wurde Salzburg abermals von französischen Truppen besetzt. Auf Initiative des kampferprobten Kapuzinerpaters [[Joachim Haspinger]], eines Gefährten des Tiroler Bauernführers [[Andreas Hofer]], griffen auch die Salzburger zu den Waffen. In den Kämpfen um den [[Pass Lueg]] zeichneten sich [[Joseph Struber]], der Wirt vom Stegenwald, [[Anton Wallner]] aus [[Krimml]] und [[Johann Panzl]] aus [[Mühlbach im Pinzgau]] mit ihren Schützen besonders aus. Johann Panzl zeichnete sich auch bei der Schlacht um die [[Halbstundenbrücke]] in [[Taxenbach]], bei der 400 Pinzgauer 8 000 Bayern sieben Stunden lang in Schach halten konnten, besonders aus.
+
1809 wurde Salzburg abermals von französischen Truppen besetzt. Auf Initiative des kampferprobten Kapuzinerpaters [[Joachim Haspinger]], eines Gefährten des Tiroler Bauernführers [[Andreas Hofer]], griffen auch die Salzburger zu den Waffen. In den Kämpfen um den [[Pass Lueg]] zeichneten sich [[Joseph Struber]], der Wirt vom Stegenwald, [[Anton Wallner]] aus [[Krimml]] und [[Johann Panzl]] aus [[Mühlbach im Pinzgau]] mit ihren Schützen besonders aus. Johann Panzl zeichnete sich auch bei der Schlacht um die [[Halbstundenbrücke]] in [[Taxenbach]], bei der 400 Pinzgauer 7 000 Bayern sieben Stunden lang in Schach halten konnten, besonders aus.
  
 
Nach dem Scheitern des Freiheitskampfes erpresste die französische Verwaltung unter Marschall Lefèbvre enorme Kontributionszahlungen aus dem völlig verarmten und verschuldeten Land.
 
Nach dem Scheitern des Freiheitskampfes erpresste die französische Verwaltung unter Marschall Lefèbvre enorme Kontributionszahlungen aus dem völlig verarmten und verschuldeten Land.

Version vom 29. Oktober 2013, 16:32 Uhr

Salzburg unter Napoleon, das war drei Mal Anfang des 19. Jahrhunderts.

Geschichte

Nach Jahrhunderten einer konstanten geistlichen Herrschaft wurde Salzburg zu einem Spielball der europäischen Politik. Am 10. Dezember 1800 verließ der letzte Fürsterzbischof Hieronymus Graf Colloredo fluchtartig vor den anrückenden Franzosen Salzburg.Zwischen 12. und 14. Dezember 1800 kam es zum ersten großen Gefecht der Österreicher mit den Franzosen auf Salzburger Boden - die Schlacht am Walserfeld. Salzburg erlebte zum ersten Mal in seiner Geschichte die Leiden der Unterdrückung durch eine fremde Besatzungsmacht. Bisher war das Erzbistum durch das Geschick und die Diplomatie seiner Erzbischöfe davon stets verschont geblieben.

Dann bildete Salzburg zunächst mit Passau, Eichstätt und Berchtesgaden ein Kurfürstentum, mit dem Großherzog Ferdinand III. von Toskana, der Bruder von Kaiser Franz II., für den Verlust der Toskana entschädigt wurde. Aber 1804 standen erneut die Franzosen in Salzburg.

1809 wurde Salzburg abermals von französischen Truppen besetzt. Auf Initiative des kampferprobten Kapuzinerpaters Joachim Haspinger, eines Gefährten des Tiroler Bauernführers Andreas Hofer, griffen auch die Salzburger zu den Waffen. In den Kämpfen um den Pass Lueg zeichneten sich Joseph Struber, der Wirt vom Stegenwald, Anton Wallner aus Krimml und Johann Panzl aus Mühlbach im Pinzgau mit ihren Schützen besonders aus. Johann Panzl zeichnete sich auch bei der Schlacht um die Halbstundenbrücke in Taxenbach, bei der 400 Pinzgauer 7 000 Bayern sieben Stunden lang in Schach halten konnten, besonders aus.

Nach dem Scheitern des Freiheitskampfes erpresste die französische Verwaltung unter Marschall Lefèbvre enorme Kontributionszahlungen aus dem völlig verarmten und verschuldeten Land.

Durch den 1809 geschlossenen Frieden von Schönbrunn (Wien) wurde Salzburg für ein paar Monate französische Provinz und stand unter der Leitung einer General-Landesadministration. Frankreich trat Salzburg 1810 (ohne Matrei) an Bayern ab.

Quellen


vorher

Erzstift Salzburg (bis 1800)

Salzburg im 19. Jahrhundert
1800 - 1803?
nachher

Kurfürstentum Salzburg (1803 - 1805)

vorher

Kurfürstentum Salzburg (1803 - 1805)

Salzburg im 19. Jahrhundert
1805/1806
nachher

Herzogtum Salzburg (1806 - 1809)

vorher

Herzogtum Salzburg (1806 - 1809)

Salzburg im 19. Jahrhundert
1809/1810
nachher

Salzburg Teil des Königreichs Bayern (1810 - 1816)