Werkschulheim Felbertal Privatgymnasium: Unterschied zwischen den Versionen

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Das Werkschulheim Felbertal, das heute (2012) von 320 Schülerinnen und  Schülern besucht wird, ist eine private Internatsschule mit  Öffentlichkeitsrecht und bietet zusätzlich zur gymnasialen Bildung auch  eine handwerkliche Ausbildung in den Berufen Mechatronik,  Maschinenbautechnik und Tischlereitechnik, was in Österreich einzigartig  ist. Die Absolventinnen und Absolventen schließen ihre neunjährige  Ausbildung mit einer Lehrabschlussprüfung (Gesellenprüfung)  und der AHS-Matura ab. Diese  attraktive Doppelqualifikation berechtigt einerseits zu jedem  Universitätsstudium und schafft andererseits die Voraussetzung für die  Ablegung der Meisterprüfung. Essentiell ist auch die Ausbildung, die im Rahmen des Internats  erfolgt und nach der Pfadfindermethode den Schüler lehren soll, mit  Menschen zu arbeiten.  
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Das Werkschulheim Felbertal, das heute (2012) von 320 Schülerinnen und  Schülern besucht wird, ist eine private Internatsschule mit  Öffentlichkeitsrecht und bietet zusätzlich zur gymnasialen Bildung auch  eine handwerkliche Ausbildung in den Berufen Mechatronik,  Maschinenbautechnik und Tischlereitechnik, was in Österreich einzigartig  ist. Die Absolventinnen und Absolventen schließen ihre neunjährige  Ausbildung mit einer Lehrabschlussprüfung (Gesellenprüfung)  und der AHS-Matura ab. Diese  attraktive Doppelqualifikation berechtigt einerseits zu jedem  Universitätsstudium und schafft andererseits die Voraussetzung für die  Ablegung der Meisterprüfung. Essentiell ist auch die Ausbildung, die im Rahmen des Internats  erfolgt und nach der Pfadfindermethode den Schüler lehren soll, mit  Menschen zu arbeiten.
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[[Maritta Hintzsche]] ist Erziehungsleiterin im Werkschulheim Felbertal.
  
 
== Internat ==
 
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Version vom 12. August 2013, 08:39 Uhr

Aktuelles Werkschulheim Logo
Werkschulheim Felbertal, südliche Ansicht vom Ochsenberg aus

Das Werkschulheim Felbertal ist eine Privatschule mit Öffentlichkeitsrecht, die eine Mischung aus einer allgemein bildender höheren Schule und Lehre mit Internat anbietet. Sie befindet sich in Ebenau im Flachgau.

Geschichte

Die Schule wurde 1951 von Alexej Stachowitsch im Felbertal bei Mittersill im Pinzgau gegründet und befindet sich seit 1964 in Ebenau bei Salzburg.

Beflügelt von der Idee, beide Ausbildungsrichtungen, eine gute Allgemeinbildung um gezielte und rationale Entscheidungen treffen zu können und eine kompakte Handwerksausbildung, welche dann auch bis zu einem Abschluss verfolgt wird, sowie eine von dem Pfadfindertum geprägte soziale und persönliche Bildung auf Basis des christlichen Glaubens zu verbinden, wurde 1951 das Werkschulheim Felbertal in Mittersill gegründet.

Der Gründer

Wesentlich für die Entwicklung dieser Idee war das Leben Alexej Stachowitschs, der an seiner eigenen Ausbildung folgendes erkannt hatte: „Vier Faktoren glaubte ich zu erkennen, die alle zusammen in mir zu einer Einheit wurden: Eine brauchbare Allgemeinbildung, die einem das Ineinadergreifen aller Wissenschaften näherbringt und damit auch Gewissensentscheidungen ermöglicht. Ein Handwerk, nicht nur als „gehobenes Basteln“, sondern bis zu einem Abschluss. Eine Aus dem jugendbewegt-pfadfinderischen Erleben resultierende Haltung, vor allem in der Menschenbehandlung. Der christliche Glaube, in meinem Falle in der russisch-orthodoxen Prägung.[1]

Als Sohn russischer Flüchtlinge kam seine Familie Anfang der 1920er Jahre nach Salzburg, wo er in seiner Jugend neben dem Gymnasium auch eine Radiomechanikerlehre erfuhr und Pfadfinderführer wurde. Im Zweiten Weltkrieg kam er als Offizier in diverse Ausbildungsstätten, wo er seine fachlichen Kenntnisse im Handwerk und im sozialen Bereich vertiefte. 1950 hatte er einen einjährigen Studienaufenthalt in den USA, der durch ein Stipendium ermöglicht wurde, wobei er hauptsächlich Social Work studierte und praktizierte.[2] Dabei versuchte Stachowitsch, sich Klarheit über die Werkschulheimidee zu verschaffen, konnte aber keine geeigneten Schulen als Vorbild ausfindig machen.

Ausbildung

Das Werkschulheim Felbertal, das heute (2012) von 320 Schülerinnen und Schülern besucht wird, ist eine private Internatsschule mit Öffentlichkeitsrecht und bietet zusätzlich zur gymnasialen Bildung auch eine handwerkliche Ausbildung in den Berufen Mechatronik, Maschinenbautechnik und Tischlereitechnik, was in Österreich einzigartig ist. Die Absolventinnen und Absolventen schließen ihre neunjährige Ausbildung mit einer Lehrabschlussprüfung (Gesellenprüfung) und der AHS-Matura ab. Diese attraktive Doppelqualifikation berechtigt einerseits zu jedem Universitätsstudium und schafft andererseits die Voraussetzung für die Ablegung der Meisterprüfung. Essentiell ist auch die Ausbildung, die im Rahmen des Internats erfolgt und nach der Pfadfindermethode den Schüler lehren soll, mit Menschen zu arbeiten.

Maritta Hintzsche ist Erziehungsleiterin im Werkschulheim Felbertal.

Internat

Das Werkschulheim wird als Voll- und Halbinternat geführt. Der Schule ist ein Internat angegliedert, in dem die Schüler und seit heuer auch Schülerinnen in Kleingruppen von maximal zwölf Jugendlichen betreut werden. Für jede Kleingruppe stehen Drei- oder Zweibettzimmer sowie Gemeinschaftsräume mit Teeküche sowie TV- und Computerraum zur Verfügung. Schüler aus den Umlandgemeinden werden im Halbinternat in Gruppen mit rund 20 Schüler/innen ähnlich einer Tagesbetreuung täglich bis 17:00 Uhr betreut.

Sanierung

Seit 2008 bis 2010 wurden mehr als sechs Millionen Euro in eine umfassende Sanierung und Neubau in den Schulkomplex in Ebenau investiert. Weitere sechs Millionen Euro sollen noch folgen. Das Werkschulheim ist der größte Arbeitgeber in der Gemeinde Ebenau.

2012: 60 Jahre Werkschulheim Felbertal

Salzburger Landeskorrespodenz: "Das Werkschulheim Felbertal zählt zu den besten Schulen in Österreich, denn seit Anbeginn setzt man auf ein umfassendes Angebot mit einer qualitativ hochwertigen und zukunftsweisenden Ausbildung für die Schülerinnen und Schüler", erklärte Salzburgs Bildungsreferentin Landeshauptfrau Gabriele Burgstaller heute, Freitag, 1. Juni 2012, bei einem Informationsgespräch anlässlich der 60-Jahr-Feier der Schule. "Wo engagiert unterrichtet und gelernt wird, dort soll auch die räumliche Ausstattung stimmen", sagte Burgstaller mit Verweis auf die Sanierung und Erweiterung des Werkschulheims in den vergangenen Jahren, die das Land mit rund drei Millionen Euro unterstützt.

"Das Werkschulheim Felbertal kann stolz auf seine Absolventen und Absolventinnen sein, die dank der praxisorientierten Ausbildung auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt sind und in vielen Fällen große berufliche Karrieren gemacht haben. Das Bundesland Salzburg wiederum ist stolz, das Werkschulheim Felbertal in seiner Schullandschaft zu haben", so die Landeshauptfrau weiter.

Die gute Entwicklung der Schule wurde vor allem durch das Engagement von vielen Unterstützern, dem Wirken des Vereins zur Förderung von Werkschulheimen, der Republik Österreich und dem Land Salzburg möglich. Der Obmann des Fördervereines des Werkschulheimes, Wolfgang Saliger, dankte in diesem Zusammenhang Landeshauptfrau Burgstaller dafür, dass auch in jüngster Zeit trotz aller Einsparungsnotwendigkeiten die öffentliche Hand immer ein offenes Ohr für die Bedürfnisse der Schule gehabt habe.

"Die Ideen der Gründer des Werkschulheimes haben sechs Jahrzehnt überlebt, weil die Verbindung von AHS mit einer fundierten handwerklichen Ausbildung den Anforderungen des modernen Arbeitsmarktes heute mehr denn je entspricht", sagte der Direktor des Werkschulheimes Felbertal, Mag. Winfried Kogelnik.

Adresse und Anfahrtsplan

Anfahrtsplan
Werkschulheim Felbertal
Hinterebenau 30
5323 Ebenau Österreich
Telefon: 0 62 21 - 72 81-0
Fax: 0 62 21 - 72 81 - 30

Weblinks

Quellen

  1. Quelle: Stachowitsch, Alexej M.: Schule ein Abenteuer , 2001 Verlag für Kommunikation Helmut Guggenberger
  2. vgl: Plankensteiner, Christian: Das Werkschulheim Felbertal. Entstehungsgeschichte – Konzeption - Bewertungsversuch