Margarete Schütte-Lihotzky: Unterschied zwischen den Versionen

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Karl Gruber (Diskussion | Beiträge)
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Nach der Bürgerschule ging sie auf die k.k. Graphische Lehr- und Versuchsanstalt und studierte anschließend als erste Frau Österreichs Architektur. Während ihrer Studienzeit war sie in der Siedlerbewegung tätig und engagierte sich vor allem für den sozialen Wohnbau. Dabei entwickelte sie die so genannte ''Frankfurter Küche''<ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Frankfurter_K%C3%BCche Wikipedia Frankfurter Küche]</ref>, den Urtyp der modernen Einbauküche.
Nach der Bürgerschule ging sie auf die k.k. Graphische Lehr- und Versuchsanstalt und studierte anschließend als erste Frau Österreichs Architektur. Während ihrer Studienzeit war sie in der Siedlerbewegung tätig und engagierte sich vor allem für den sozialen Wohnbau. Dabei entwickelte sie die so genannte ''Frankfurter Küche''<ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Frankfurter_K%C3%BCche Wikipedia Frankfurter Küche]</ref>, den Urtyp der modernen Einbauküche.


[[File:Bauernhaus Schütte-Lihotzky.JPG|thumb|Haus in Radstadt]]
Sie heiratete den Architekten Wilhelm Schütte und reiste mit ihm in die Sowjetunion, wo sie an etlichen Projekten beteiligt waren. Den Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] erlebte sie in der Türkei im Exil. Dort schloss sie sich einer österreichischen antifaschistischen Widerstandsbewegung an. Bei einem Aufenthalt in Wien im Jahr 1941 wurde {{PAGENAME}} zusammen mit einem weiteren Genossen von der Gestapo verhaftet. Der Berliner Volksgerichtshof verlangte ihren Tod, jedoch wurden es "nur" 15 Jahre Zuchthaus.  
Sie heiratete den Architekten Wilhelm Schütte und reiste mit ihm in die Sowjetunion, wo sie an etlichen Projekten beteiligt waren. Den Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] erlebte sie in der Türkei im Exil. Dort schloss sie sich einer österreichischen antifaschistischen Widerstandsbewegung an. Bei einem Aufenthalt in Wien im Jahr 1941 wurde {{PAGENAME}} zusammen mit einem weiteren Genossen von der Gestapo verhaftet. Der Berliner Volksgerichtshof verlangte ihren Tod, jedoch wurden es "nur" 15 Jahre Zuchthaus.  


Nach Ende des Krieges kehrte Schütte-Lihotzky nach Wien zurück. Trotz ihrer hohen fachlichen Kompetenz mied man sie zunächst aufgrund ihrer politischen Vergangenheit. Die Würdigung ihrer Arbeit begann erst Anfang der [[1980er]] Jahre, also mehr als 30 Jahre nach Kriegsende! Dann aber wurde sie mit Ehrungen überschüttet: Ehrendoktorate von vier Technischen Universitäten, dem Staatspreis für Wissenschaft und Kunst und anderen Auszeichnungen.  
Nach Ende des Krieges kehrte Schütte-Lihotzky nach Wien zurück. Trotz ihrer hohen fachlichen Kompetenz mied man sie zunächst aufgrund ihrer politischen Vergangenheit. Die Würdigung ihrer Arbeit begann erst Anfang der [[1980er]] Jahre, also mehr als 30 Jahre nach Kriegsende! Dann aber wurde sie mit Ehrungen überschüttet: Ehrendoktorate von vier Technischen Universitäten, dem Staatspreis für Wissenschaft und Kunst und anderen Auszeichnungen.  


[[Datei:Zentralfriedhof Margarete Schütte-Lihotzky.JPG|thumb|Ehrengrab in Wien]]
Anlässlich ihres 100. Geburtstages ehrte die Stadtgemeinde Radstadt Margarethe Schütte-Lihotzky mit der Platzbenennung vor der [[Kulturstätte Zeughaus am Turm]]. An der Fassade des Zeughauses wurde ein Zitat von ihr angebracht "''Jeder Millimeter macht Sinn''.
Anlässlich ihres 100. Geburtstages ehrte die Stadtgemeinde Radstadt Margarethe Schütte-Lihotzky mit der Platzbenennung vor der [[Kulturstätte Zeughaus am Turm]]. An der Fassade des Zeughauses wurde ein Zitat von ihr angebracht "''Jeder Millimeter macht Sinn''.


Begraben ist Schütte-Lihotzky am Wiener Zentralfriedhof.
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== Webmail ==
{{Commonscat|Margarete Schütte-Lihotzky}}
== Quelle ==
== Quelle ==
{{Quelle PN|[[16. Dezember]] [[2010]]}}
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