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== In Salzburger Urkunden ==
 
== In Salzburger Urkunden ==
 
In Salzburger Urkunden wurden die ersten erwähnten "Salzburger" Hagenauer als Hagenauer von Allershausen, von Hammerau, von Ainring oder als Hagenauer von Piding (also nach ihrem jeweiligen Wohnsitz) genannt. Erst Anfang des 17. Jahrhunderts, als sich die Hagenauer in Hagenau bei Ainring niedergelassen hatten, nannten sich Familienmitglieder wieder "Hagenauer von Hagenau". Dabei ist die Bedeutung "Hagenauer" mit "von Hagenau" ident und somit ein Pleonasmus (siehe [[Hagenauer - über den Namen, seine Herkunft und sein Wandel| Namen]]). In den Salzburger Urkunden tauchen die Hagenauer oft mit dem Zusatz ''de, in, von und zu'' Hagenau auf. Interessanter Weise werden in manchen Urkunden Familienmitglieder auch als "Hagenauer von Hagenau" bezeichnet, obwohl sie nie in Hagenau (bei Ainring) gewohnt hatten oder dort geboren wurden. Dies widerspricht der damals üblichen Herkunftsbezeichnung in Salzburger Urkunden des 16. und frühen 17. Jahrhunderts, da ein "von" stets als Anzeige von Wohnsitz, Herrschaft oder Gerichtsbarkeit, und erst ab Mitte des 17. Jahrhunderts zunehmend als Adelsprädikat benützt worden war. Aber vielleicht mochten die Hagenauer im Erzbistum Salzburg als Nachfahren der Herren von Hagenau so auf ihre Abstammung hinweisen und damit die Erinnerung an ihre ursprüngliche Herkunft aufrecht erhalten. Im frühen 18. Jahrhundert verdeutlichte diese Intention Georg (IV.) Hagenauer mit dem Hagenauer Erbbegräbnis in St. Peter in Salzburg sowie in seinem Testament: ''"damit gleich bei Testirers Namen und Stamm ain eigentliche Behausung verbleibe und der Hagenauerische Name nit gleich vergessen werde"''.
 
In Salzburger Urkunden wurden die ersten erwähnten "Salzburger" Hagenauer als Hagenauer von Allershausen, von Hammerau, von Ainring oder als Hagenauer von Piding (also nach ihrem jeweiligen Wohnsitz) genannt. Erst Anfang des 17. Jahrhunderts, als sich die Hagenauer in Hagenau bei Ainring niedergelassen hatten, nannten sich Familienmitglieder wieder "Hagenauer von Hagenau". Dabei ist die Bedeutung "Hagenauer" mit "von Hagenau" ident und somit ein Pleonasmus (siehe [[Hagenauer - über den Namen, seine Herkunft und sein Wandel| Namen]]). In den Salzburger Urkunden tauchen die Hagenauer oft mit dem Zusatz ''de, in, von und zu'' Hagenau auf. Interessanter Weise werden in manchen Urkunden Familienmitglieder auch als "Hagenauer von Hagenau" bezeichnet, obwohl sie nie in Hagenau (bei Ainring) gewohnt hatten oder dort geboren wurden. Dies widerspricht der damals üblichen Herkunftsbezeichnung in Salzburger Urkunden des 16. und frühen 17. Jahrhunderts, da ein "von" stets als Anzeige von Wohnsitz, Herrschaft oder Gerichtsbarkeit, und erst ab Mitte des 17. Jahrhunderts zunehmend als Adelsprädikat benützt worden war. Aber vielleicht mochten die Hagenauer im Erzbistum Salzburg als Nachfahren der Herren von Hagenau so auf ihre Abstammung hinweisen und damit die Erinnerung an ihre ursprüngliche Herkunft aufrecht erhalten. Im frühen 18. Jahrhundert verdeutlichte diese Intention Georg (IV.) Hagenauer mit dem Hagenauer Erbbegräbnis in St. Peter in Salzburg sowie in seinem Testament: ''"damit gleich bei Testirers Namen und Stamm ain eigentliche Behausung verbleibe und der Hagenauerische Name nit gleich vergessen werde"''.
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Marianne Freifrau von Hauser, eine Enkeltochter von Hersilie von Hagenauer (der Triester Linie), hatte sich in den 1930er Jahren mit genealogischer Forschung über die Hagenauer in Salzburg befasst. Obwohl ihre Arbeit gravierende Lücken und Fehler (bezüglich Nebenlinien, Herkunft, Wappen, Adelsstand etc.) aufweist, und sie sich hauptsächlich dem Triester Zweig und weniger dem Wiener Zweig gewidmet hatte, gelang ihr dennoch eine wichtige Grundlagenarbeit über die Hagenauer im Erzbistum Salzburg. Im Zuge ihrer Untersuchungen stieß sie in Salzburgerischen Urkunden auch auf Hagenauer, die sie nicht in ihrem Stammbaum einordnen konnte. Obwohl sie zu dem Schluss kam, dass es sich um weitere Familienmitglieder aus dem Geschlecht der Hagenauer handeln müsste, wurden diese Funde von ihr nicht weiter verfolgt. Ihre Arbeit bezüglich des Stammbaums publizierte sie in der Serie "Beiträge zur Salzburger Familiengeschichte" in den [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] 1938, die in die spätere Publikation von [[Franz Martin]] "[[Hundert Salzburger Familien]]" 1946 übernommen worden war.
      
== Quelle ==
 
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