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Die '''Westbahn''' (ehemalige ''Kaiserin-Elisabeth-Bahn'') ist eine Hauptbahnstrecke von Wien nach [[Salzburg]]. Umgangssprachlich wird auch die Weiterführung über das [[Salzachtal]], [[Zell am See]], [[Saalfelden]] nach Wörgl heute als Westbahn bezeichnet (früher [[Giselabahn]]). | Die '''Westbahn''' (ehemalige ''Kaiserin-Elisabeth-Bahn'') ist eine Hauptbahnstrecke von Wien nach [[Salzburg]]. Umgangssprachlich wird auch die Weiterführung über das [[Salzachtal]], [[Zell am See]], [[Saalfelden]] nach Wörgl heute als Westbahn bezeichnet (früher [[Giselabahn]]). | ||
Version vom 30. Januar 2013, 09:30 Uhr
Die Westbahn (ehemalige Kaiserin-Elisabeth-Bahn) ist eine Hauptbahnstrecke von Wien nach Salzburg. Umgangssprachlich wird auch die Weiterführung über das Salzachtal, Zell am See, Saalfelden nach Wörgl heute als Westbahn bezeichnet (früher Giselabahn).
Geschichte
Das erste Teilstück der Kaiserin-Elisabeth-Bahn wurde am 12. August 1860 in Salzburg eröffnet.
Nach dem Teilstück von Salzburg nach Wien erfolgte die Inbetriebnahme der Salzburg-Halleiner-Bahn, erbaut von Karl Freiherr von Schwarz, 1871. Vier Jahre später, 1875, konnte das Teilstück, der damals Giselabahn genannte Abschnitt, von Bischofshofen nach Wörgl in Nordtirol dem Eisenbahnverkehr übergeben werden.
Der zweigleisige Ausbau erfolgte am Beginn des 20. Jahrhunderts. Am 1. August 1902 wurde der zweigleisige Betrieb zwischen Salzburg und Linz aufgenommen, zwischen Wien und Linz war dies schon seit 1874 der Fall gewesen.
In den 1920er Jahren begann die Elektrifizierung der Westbahn, wobei zunächst (1930 bis 1934) die Strecken westlich und südlich von Salzburg an der Reihe waren. Der Grund dafür war, dass der Strom von neu erbauten Wasserkraftwerken im Gebirge früher zur Verfügung stand. Bereits ab 11. März 1930 war der Abschnitt Salzburg - Zell am See elektrifiziert. Die weitere Elektrifizierung wurde durch die Wirtschaftskrise und die politischen Veränderungen gebremst. Ab 3. Oktober 1938 war die Strecke von Salzburg bis Steindorf elektrisch betrieben, ab 6. Oktober 1941 weiter bis Attnang-Puchheim. Kriegsbedingt wurde die Elektrifizierung der Westbahn zwischen Attnang-Puchheim und Wien erst 1952 abgeschlossen.
2012
Ab 9. Dezember 2012 wird die neu gebaute Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Wien-Meidling und St. Pölten in den neuen Fahrplan der auf dieser Strecke verkehrenden Unternehmen eingebunden werden. Bei den ÖBB verkürzt sich dadurch die bisherige Fahrzeit zwischen Salzburg und Wien um 23 Minuten auf zwei Stunden und 22 Minuten.
Zusätzlich sind bis zu einem Drittel mehr Züge auf dieser Strecke unterwegs. Die aktuell (2012) befahrene Strecke von Wien nach St. Pölten führt durch zahlreiche kleinere Bahnhöfe. Diese Haltestellen werden künftig nördlich umfahren.
Die neue Trasse führt von Wien kommend zunächst unterirdisch im 1999 erbauten Lainzer Tunnel, der eine Geschwindigkeit von 160 km/h zulässt. Es folgen sieben weitere Tunnels. Bis zu 230 km/h schnell können dann die Züge nach Ende des Wiener Stadtgebiets erreichen.
Ereignisse
Am 31. Juli 1897 ereignete sich ein schweres Eisenbahnunglück bei Seekirchen. Dort war der Bahndamm durch Hochwasser unterspült worden und ein Personenzug von Salzburg in Richtung Linz fahrend, stürzte über die Böschung. Der Lokführer kam dabei ums Leben, der Heizer überlebte schwer verletzt. Und der einzige Passagier, ein Lehrer aus Neumarkt am Wallersee, erlitt einen Schock.
Strecke
Sie verbindet Salzburg mit Wien im Osten und Innsbruck über Zell am See im Westen. Die Strecke erreicht das Bundesland Salzburg kurz vor der Haltestelle Ederbauer – gleichzeitig mit 602 m ü. A. der höchste Punkt der Westbahn zwischen Salzburg und Wien – und verlässt es auf dem Gemeindegebiet von Leogang kurz vor Hochfilzen in Tirol.
Bahnhöfe und Haltestellen in Salzburg
Quellen
- Brettenthaler, Josef: Salzburgs Synchronik, Verlag Alfred Winter, 2002, ISBN 3-85380-055-6
- ÖBB Kursbuch
- Kronland Salzburg, historische Fotografien von 1850 bis 1918, Salzburger Museum Carolino Augusteum, Wolfram Morath (Herausgeber), 2000, ISBN 3-901014-68-3
- "Salzburger Nachrichten", 13. September 2012 Absatz "2012"