Ernst Herzog von Bayern: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 20. November 2012, 20:20 Uhr
Ernst Herzog von Bayern (* 13. Juni 1500 in München, Bayern; † 7. Dezember 1560 in Glatz, Schlesien) war von 1540 bis 1554 Apostolischer Administrator des Erzbistums Salzburg.
Leben
Ernst kam als Sohn von Herzog Albrecht IV. von Bayern und dessen Frau Kunigunde, Tochter des römisch-deutschen Kaisers Friedrich III., zur Welt. Als der Vater früh verstarb legte seine Mutter die Erziehung in die Hände des Geschichtsschreibers Johannes Aventinus. Er machte aus Ernst einen weltoffenen Menschen.
Nach einem kurzen Erbfolgestreit mit seinem Bruder wurde Ernst 1516 zum Administrator des Fürstbistums Passau bestellt. Nach dem Tod des Fürsterzbischofs Matthäus Lang von Wellenburg wurde Ernst am 21. Mai 1540 zum Administrator des Erzbistums Salzburg bestellt.
Ernst legte gegenüber den protestantischen Strömungen eine milde Haltung an den Tag und zeigte Verständnis für die Ursachen der Reformation. Allerdings versagte er selbst dabei, die katholische Kirche zu erneuern. Zwar berief er landständische Landtage mit dem Ziel von Reformen ein, straffte die Verwaltung und wirkte als frühindustrieller Unternehmer im alpinen Bergbau, am 16. Juli 1554 trat er allerdings als Administrator zurück und übersiedelte in die schlesische Grafschaft Glatz, die er sich vom Gewinn seiner Unternehmungen gekauft hatte.
Quellen
| Vorgänger |
Salzburger Erzbischof (Administrator) 1540 - 1554 |
Nachfolger |