Kobler-Spängler-Briefe von 1882: Unterschied zwischen den Versionen
K →Brief vom 5. März 1882 von Fanni Spängler an Franziska Kobler: verschoben ~~~~ |
K →Brief ohne Datum, 1882, von Otto Spängler an Franz Spängler: gelöscht, da verschoben ~~~~ |
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Brief von [Nr. 18 a] [[Otto Spängler]] (* 1841; † 1919), grauer Umschlag, an den Bruder: "Wolgeboren Herrn kk Bezirksrichter Dr Franz Spängler [Nr. 18] ([[Franz II. Xaver Gregor Spängler]]), Pottentein, St.Pölten-Leobersdorf, Niederösterreich." Mit Bleistift "Tod der Mutter" [Nr. 37 Maria Anthonia Lürzer von Zehendthal, * 1803; † 1882; verh. mit Nr. 36 Franz II. Xaver Gregor Spängler, * 1793; † 1852; verstorben am 15. März 1882<ref>"Nr. 37" usw. bezieht sich auf die Kekulé-Sosa-Nummerierung in der Aufstellung des Stammbaums bei 'Geneanet oholzapfel' ([https://de.geneanet.org/profil/oholzapfel de.geneanet.org]).</ref>] ohne Datum:<br /> | Brief von [Nr. 18 a] [[Otto Spängler]] (* 1841; † 1919), grauer Umschlag, an den Bruder: "Wolgeboren Herrn kk Bezirksrichter Dr Franz Spängler [Nr. 18] ([[Franz II. Xaver Gregor Spängler]]), Pottentein, St.Pölten-Leobersdorf, Niederösterreich." Mit Bleistift "Tod der Mutter" [Nr. 37 Maria Anthonia Lürzer von Zehendthal, * 1803; † 1882; verh. mit Nr. 36 Franz II. Xaver Gregor Spängler, * 1793; † 1852; verstorben am 15. März 1882<ref>"Nr. 37" usw. bezieht sich auf die Kekulé-Sosa-Nummerierung in der Aufstellung des Stammbaums bei 'Geneanet oholzapfel' ([https://de.geneanet.org/profil/oholzapfel de.geneanet.org]).</ref>] ohne Datum:<br /> | ||
''Lieber Franz! Leider kann ich dir über das Befinden der Mutter noch nichts beßers schreiben; das Fieber scheint zwar etwas beßer geworden zu sein,doch ist die Schwäche immer sehr groß. – Ich wollte schon gestern durchaus um eine Wärterin umschauen, allein sie will absolut keine; sie bedarf allerdings sehr wenig Pflege, weil sie sehr ruhig ist; allein ich fürchte nur, dß die Arme bei allem beßten Willen nicht beschloßen genug ist, und sich, wenn der Mutter in der Nacht irgend etwas zustoßen würde, sich nicht zu helfen weiß. Mir ist recht bang um die gute Mutter; ich fürchte, sie macht sich nicht mehr ganz heraus. Ihre Unwolseins haben sich in lezteren Jahren zu oft wiederholt. – Wenn ich die Mutter noch schlechter finden sollte, als sie dermalen ist, so würde ich dir telegrafiren, damit du kommst. – Sie selbst scheint allerdings von einer bedeutenden Erkrankung gar nichts zu fühlen oder zu ahnen denn sie spricht über ihr Kranksein gar nichts; ich war eben wieder eine Stunde bei ihr unten; sie sprach in manchen Augenbliken ganz zusammenhängend von anderen Dingen; meist aber von ihrem Unwolsein. Gott gebe eine baldige beßerung! Wie immer dein treuer Otto. – Montag Nachmittag.'' | ''Lieber Franz! Leider kann ich dir über das Befinden der Mutter noch nichts beßers schreiben; das Fieber scheint zwar etwas beßer geworden zu sein,doch ist die Schwäche immer sehr groß. – Ich wollte schon gestern durchaus um eine Wärterin umschauen, allein sie will absolut keine; sie bedarf allerdings sehr wenig Pflege, weil sie sehr ruhig ist; allein ich fürchte nur, dß die Arme bei allem beßten Willen nicht beschloßen genug ist, und sich, wenn der Mutter in der Nacht irgend etwas zustoßen würde, sich nicht zu helfen weiß. Mir ist recht bang um die gute Mutter; ich fürchte, sie macht sich nicht mehr ganz heraus. Ihre Unwolseins haben sich in lezteren Jahren zu oft wiederholt. – Wenn ich die Mutter noch schlechter finden sollte, als sie dermalen ist, so würde ich dir telegrafiren, damit du kommst. – Sie selbst scheint allerdings von einer bedeutenden Erkrankung gar nichts zu fühlen oder zu ahnen denn sie spricht über ihr Kranksein gar nichts; ich war eben wieder eine Stunde bei ihr unten; sie sprach in manchen Augenbliken ganz zusammenhängend von anderen Dingen; meist aber von ihrem Unwolsein. Gott gebe eine baldige beßerung! Wie immer dein treuer Otto. – Montag Nachmittag.'' | ||
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