Raimund Thöni: Unterschied zwischen den Versionen

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Raimund Thöni war Sohn des Johann Thöni, Schullehrers in Pfunds im [[Tirol]]er Oberland.<ref name="TrB"/>
Raimund Thöni war Sohn des Johann Thöni, Schullehrers in Pfunds im [[Tirol]]er Oberland.<ref name="TrB"/>


Er war Unterlehrer in [[Abtenau]], als ihm der [[Reich#k._k.|k.&nbsp;k.]]&nbsp;[[Landesschulrat für Salzburg|Landesschulrat für das Herzogtum Salzburg]] die erledigte Lehrerstelle an der [[Lungau]]er [[Volksschule Muhr]] verlieh.<ref>[[Salzburger Landeszeitung|Salzburger Zeitung]], 18. Juli 1871, [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18710718&seite=1&zoom=33&query=%22Raimund%2BTh%C3%B6ni%22%2B%22Raimund%2BTh%C3%B6ni%22~8&ref=anno-search S.&nbsp;1]</ref>
Er war Unterlehrer in [[Abtenau]], als ihm der [[Reich#k._k.|k.&nbsp;k.]]&nbsp;[[Landesschulrat für Salzburg|Landesschulrat für das Herzogtum Salzburg]] im Juli [[1871]] die erledigte Lehrerstelle an der [[Lungau]]er [[Volksschule Muhr]] verlieh.<ref>[[Salzburger Landeszeitung|Salzburger Zeitung]], 18. Juli 1871, [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18710718&seite=1&zoom=33&query=%22Raimund%2BTh%C3%B6ni%22%2B%22Raimund%2BTh%C3%B6ni%22~8&ref=anno-search S.&nbsp;1]</ref>


Er war 28 Jahre alt und als Schullehrer bereits in [[Muhr]] im [[Lungau]] tätig, als er am [[21. August]] [[1871]] in [[Abtenau]] die 25&#8209;jährige Krämerstochter Anna Struber († 1891<ref> Sterbebuch der [[Pfarre Radstadt]], [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/radstadt/STBIV/?pg=186 Bd.&nbsp;IV S.&nbsp;157]</ref>) heiratete.<ref name="TrB">Trauungsbuch der [[Pfarre Abtenau]], [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/abtenau/TRBX/?pg=49 Bd.&nbsp;X S.&nbsp;93]</ref> Aus der Ehe ging unter anderem der Sohn Raimund (* [[11. Oktober]] [[1874]] in [[Schleedorf]])<ref>Taufbuch der [[Pfarre Schleedorf]], [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/schleedorf/TFBIV/?pg=154 Bd.&nbsp;IV S.&nbsp;302]</ref> hervor.<!-- Taufregister Schleedorf: https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/schleedorf/TFBIV/?pg=163-->
Er war 28 Jahre alt und als Schullehrer bereits in [[Muhr]] im [[Lungau]] tätig, als er am [[21. August]] 1871 in [[Abtenau]] die 25&#8209;jährige Krämerstochter Anna Struber († 1891<ref> Sterbebuch der [[Pfarre Radstadt]], [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/radstadt/STBIV/?pg=186 Bd.&nbsp;IV S.&nbsp;157]</ref>) heiratete.<ref name="TrB">Trauungsbuch der [[Pfarre Abtenau]], [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/abtenau/TRBX/?pg=49 Bd.&nbsp;X S.&nbsp;93]</ref> Aus der Ehe ging unter anderem der Sohn Raimund (* [[11. Oktober]] [[1874]] in [[Schleedorf]])<ref>Taufbuch der [[Pfarre Schleedorf]], [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/schleedorf/TFBIV/?pg=154 Bd.&nbsp;IV S.&nbsp;302]</ref> hervor.<!-- Taufregister Schleedorf: https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/schleedorf/TFBIV/?pg=163-->
In Muhr war seines Bleibens nicht lange, denn nicht nur folgte schon im Jänner [[1872]] die Verleihung der Lehrerstelle an der [[Volksschule St. Margarethen im Lungau|Volksschule St. Margarethen]],<ref>Salzburger Zeitung, 22. Jänner 1872, [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18720122&query=%22Raimund+Th%c3%b6ni%22&ref=anno-search&seite=1 S.&nbsp;1]</ref> sondern bereits im März des Jahres auch die der Lehrerstelle an der [[Volksschule Schleedorf]].<ref>[[Salzburger Kirchenblatt]], 21. März 1872, [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=skb&datum=18720321&query=%22Raim+Th%c3%b6ni%22&ref=anno-search&seite=6 S.&nbsp;94]</ref> In dieser kleinen Gemeinde verdiente sich Thöni binnen vier Jahren ein großes Abschiedsfest und einen lobenden Nachruf:<ref>[[Salzburger Volksblatt]], 20. Juli 1876, [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18760720&query=Korrespondenten+%22Raimund+Th%c3%b6ni%22+%22Raimund+Th%c3%b6ni%22~8&ref=anno-search&seite=3 S.&nbsp;3]: Korrespondenzen.</ref>
In Muhr war seines Bleibens nicht lange, denn nicht nur folgte schon im Jänner [[1872]] die Verleihung der Lehrerstelle an der [[Volksschule St. Margarethen im Lungau|Volksschule St. Margarethen]],<ref>Salzburger Zeitung, 22. Jänner 1872, [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18720122&query=%22Raimund+Th%c3%b6ni%22&ref=anno-search&seite=1 S.&nbsp;1]</ref> sondern bereits im März des Jahres auch die der Lehrerstelle an der [[Volksschule Schleedorf]].<ref>[[Salzburger Kirchenblatt]], 21. März 1872, [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=skb&datum=18720321&query=%22Raim+Th%c3%b6ni%22&ref=anno-search&seite=6 S.&nbsp;94]</ref> In dieser kleinen Gemeinde verdiente sich Thöni binnen vier Jahren ein großes Abschiedsfest und einen lobenden Nachruf:<ref>[[Salzburger Volksblatt]], 20. Juli 1876, [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18760720&query=Korrespondenten+%22Raimund+Th%c3%b6ni%22+%22Raimund+Th%c3%b6ni%22~8&ref=anno-search&seite=3 S.&nbsp;3]: Korrespondenzen.</ref>
: "Schleedorf. Heute am 16. Juli feierte unsere kleine Gemeinde das Abschiedsfest ihres geschätzten Lehrers Herrn Raimund Thöni. Dasselbe lieferte den erfreulichen Beweis, daß sich allmälig auch auf dem Lande das Verhältniß zwischen dem Lehrer und der Gemeinde günstiger gestaltet. Beinahe vollzählig war die ganze Gemeinde anwesend. Hr. Radnitzky, Stiftsverwalter von [[Stift Mattsee|Mattsee]], ehrte den Scheidenden durch eine Ansprache, und schließlich wurde noch dem allseitig geliebten und geachteten Lehrer von einem kleinen Mädchen im Namen der Mitschüler der Dank und das Bedauern über sein Scheiden ausgesprochen. Herr Thöni kommt als Oberlehrer nach Radstadt. Möge derselbe in seiner neuen Stellung auch seines Wirkens in Schleedorf manchmal gedenken und den Bewohnern dieser Gemeinde eine freundliche Erinnerung bewahren. Den Radstädtern aber wünschen wir Glück zur Acquisition dieser tüchtigen Lehrkraft."
: "Schleedorf. Heute am 16. Juli feierte unsere kleine Gemeinde das Abschiedsfest ihres geschätzten Lehrers Herrn Raimund Thöni. Dasselbe lieferte den erfreulichen Beweis, daß sich allmälig auch auf dem Lande das Verhältniß zwischen dem Lehrer und der Gemeinde günstiger gestaltet. Beinahe vollzählig war die ganze Gemeinde anwesend. Hr. Radnitzky, Stiftsverwalter von [[Stift Mattsee|Mattsee]], ehrte den Scheidenden durch eine Ansprache, und schließlich wurde noch dem allseitig geliebten und geachteten Lehrer von einem kleinen Mädchen im Namen der Mitschüler der Dank und das Bedauern über sein Scheiden ausgesprochen. Herr Thöni kommt als Oberlehrer nach Radstadt. Möge derselbe in seiner neuen Stellung auch seines Wirkens in Schleedorf manchmal gedenken und den Bewohnern dieser Gemeinde eine freundliche Erinnerung bewahren. Den Radstädtern aber wünschen wir Glück zur Acquisition dieser tüchtigen Lehrkraft."