Lehen (Stadt Salzburg): Unterschied zwischen den Versionen

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== Geschichte ==
== Geschichte ==
==== Zum Namen ====
==== Zum Namen ====
Wahrscheinlich kommt der Name von früher hier gelegenen "Lehen", einem kleinen an einen Adeligen verliehene Güter. Das Gebiet zwischen der [[Bahnstrecke Salzburg–München]], dem Glanbach und Glandurchstich sowie der [[Salzach]] liegt im Bereich einer Alluvialterrasse<ref>Schwemmböden<ref>, die im Gegensatz zu den höher gelegenen Stadtterrassen ständig von Überschwemmungen des Glanbachs und der Salzach bedroht war. Zwischen der alten Vorstadt [[Mülln]] und dem uralten Bauern- und Fischerort [[Liefering]] gab es hier nur einige verstreut liegende Höfe nahe der [[Reichsstraße]] und eine kleine Gruppe von Anwesen, die neben Landbewirtschaftung die [[Wasserkraft]] des vermutlich im [[14. Jahrhundert]] vom Glanbach abgezweigten [[Gailenbach]]s nutzten.  
Wahrscheinlich kommt der Name von früher hier gelegenen "Lehen", einem kleinen an einen Adeligen verliehenen Gut. Das Gebiet zwischen der [[Bahnstrecke Salzburg–München]], dem Glanbach und Glandurchstich sowie der [[Salzach]] liegt im Bereich einer [[Alluvialterrasse]], die im Gegensatz zu den höher gelegenen Stadtterrassen ständig von Überschwemmungen des Glanbachs und der Salzach bedroht war. Zwischen der alten Vorstadt [[Mülln]] und dem uralten Bauern- und Fischerort [[Liefering]] gab es hier nur einige verstreut liegende Höfe nahe der [[Reichsstraße]] und eine kleine Gruppe von Anwesen, die neben Landbewirtschaftung die [[Wasserkraft]] des vermutlich im [[14. Jahrhundert]] vom Glanbach abgezweigten [[Gailenbach]]s nutzten.  


[[Franz Valentin Zillner]] leitet den Namen alternativ von "Loh", "Löhen", das sind nasse, sumpfige Stellen, her, weil dieses nahe dem Zusammenfluss von [[Saalach]] und Salzach gelegene Gebiet ursprünglich sehr wasserreich und sumpfig war. Er nannte den Streifen zwischen Glanbach und Mühlbach das "salzburgische Mesopotamien" (Zweistromland) und beschrieb das Gebiet in der zweiten Hälfte des [[19. Jahrhundert]]s so: <blockquote>''Wer nach starkem Sommerregen bei eintretender Abendkühle etwa von der Öde des einstigen [[Mönchsteinturm]]es gegen Liefering ausblickt, dem wird ohne Zweifel der stets auftretende Nebelstrich und die blinkenden, bandartigen, übervollen Wasserstreifen beider Bäche ins Auge fallen, an denen der Vorort Lehen liegt.''</blockquote>
[[Franz Valentin Zillner]] leitet den Namen alternativ von "Loh", "Löhen", das sind nasse, sumpfige Stellen, her, weil dieses nahe dem Zusammenfluss von [[Saalach]] und Salzach gelegene Gebiet ursprünglich sehr wasserreich und sumpfig war. Er nannte den Streifen zwischen Glanbach und Mühlbach das "salzburgische Mesopotamien" (Zweistromland) und beschrieb das Gebiet in der zweiten Hälfte des [[19. Jahrhundert]]s so: <blockquote>''Wer nach starkem Sommerregen bei eintretender Abendkühle etwa von der Öde des einstigen [[Mönchsteinturm]]es gegen Liefering ausblickt, dem wird ohne Zweifel der stets auftretende Nebelstrich und die blinkenden, bandartigen, übervollen Wasserstreifen beider Bäche ins Auge fallen, an denen der Vorort Lehen liegt.''</blockquote>