Textilien im DomQuartier: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:DomQuartier Tapisserie aus dem Besitz von Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau.jpg|thumb|Im Bild das Lieblingsstück des [[Fürsterzbischof]]s [[Wolf Dietrich von Raitenau]]. Aufnahme anlässlich der Eröffnung des [[DomQuartier]] von links: Dieter Bogner, Museumsplaner; Dr. [[Elisabeth Resmann]], Geschäftsführerin DomQuartier; [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] Dr. [[Heinz Schaden]]; [[Landeshauptmann]] Dr. [[Wilfried Haslauer junior]]; Domkustos [[Äbte von St. Peter|Erzabt]] [[Korbinian Birnbacher]] [[OSB]], [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter]] und  Prälat [[Balthasar Sieberer]], [[Erzdiözese Salzburg]];]]
[[Datei:DomQuartier Tapisserie aus dem Besitz von Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau.jpg|thumb|Im Bild das Lieblingsstück des [[Fürsterzbischof]]s [[Wolf Dietrich von Raitenau]]. Aufnahme anlässlich der Eröffnung des [[DomQuartier]] von links: Dieter Bogner, Museumsplaner; Dr. [[Elisabeth Resmann]], Geschäftsführerin DomQuartier; [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] Dr. [[Heinz Schaden]]; [[Landeshauptmann]] Dr. [[Wilfried Haslauer junior]]; Domkustos [[Äbte von St. Peter|Erzabt]] [[Korbinian Birnbacher]] [[OSB]], [[Benediktinererzabtei St. Peter]] und  Prälat [[Balthasar Sieberer]], [[Erzdiözese Salzburg]];]]
[[Datei:Textilien im DomQuartier in der Alten Residenz 02.jpg|thumb|Textilien im DomQuartier in der Alten Residenz.]]
[[Datei:Textilien im DomQuartier in der Alten Residenz 02.jpg|thumb|Textilien im DomQuartier in der Alten Residenz.]]
'''Textilien im DomQuartier''' sind im Rahmen eines Besuchs des [[DomQuartier]]s an den Wänden der [[Alten Residenz]] zu sehen.
'''Textilien im DomQuartier''' sind im Rahmen eines Besuchs des [[DomQuartier]]s an den Wänden der [[Alten Residenz]] zu sehen.
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Zudem hat Wolf Dietrich die Brüsseler Manufaktur mit kostbaren Materialien beauftragt: Wolle, Seide sowie Gold- und Silberfäden, obwohl, wie Andrea Stockhammer anmerkt, dieser spezielle Glanz damals, Ende des [[16. Jahrhundert]]s, bereits aus der Mode gewesen sei. Und sieben bis neun Kettfäden pro Zentimeter bezeugten zwar gute Qualität, aber nicht das Beste vom Besten, wofür über zehn Fäden nötig wären.  
Zudem hat Wolf Dietrich die Brüsseler Manufaktur mit kostbaren Materialien beauftragt: Wolle, Seide sowie Gold- und Silberfäden, obwohl, wie Andrea Stockhammer anmerkt, dieser spezielle Glanz damals, Ende des [[16. Jahrhundert]]s, bereits aus der Mode gewesen sei. Und sieben bis neun Kettfäden pro Zentimeter bezeugten zwar gute Qualität, aber nicht das Beste vom Besten, wofür über zehn Fäden nötig wären.  


In Salzburg sind nur sechs Stück über die Gründung Roms durch Romulus und Remus verblieben. Drei gehören der [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter]], das diese - nach Angaben des Kustos Wolfgang Wanko im Katalog zur Wolf-Dietrich-Ausstellung 2017/18 - [[1816]] für 360 [[Gulden]] erworben hat. Drei weitere kamen nach der [[Landesausstellung Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau. Gründer des barocken Salzburg.]] [[1987]] übers Kunsthistorische Museum zurück in den Besitz des [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Landes Salzburg]]. Eine hängt im  [[Prunkräume der Alten Residenz#Carabinierisaal|Carabinierisaal]] , eine ist im Depot. Jener im Audienzsaal widmete Andrea Stockhammer ihren ersten Vortrag.
In Salzburg sind nur sechs Stück über die Gründung Roms durch Romulus und Remus verblieben. Drei gehören der [[Benediktinererzabtei St. Peter]], das diese - nach Angaben des Kustos Wolfgang Wanko im Katalog zur Wolf-Dietrich-Ausstellung 2017/18 - [[1816]] für 360 [[Gulden]] erworben hat. Drei weitere kamen nach der [[Landesausstellung Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau. Gründer des barocken Salzburg.]] [[1987]] übers Kunsthistorische Museum zurück in den Besitz des [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Landes Salzburg]]. Eine hängt im  [[Prunkräume der Alten Residenz#Carabinierisaal|Carabinierisaal]] , eine ist im Depot. Jener im Audienzsaal widmete Andrea Stockhammer ihren ersten Vortrag.


Dass man die darauf dargestellte Szene vom Sieg des Romulus über die etruskische Stadt Veji entziffern kann, erlaubt ein Vergleich mit einer zweiten Serie, die nach denselben Kartons gewebt ist und in den Brüsseler ''Musées royaux d'Art et d'Histoire'' verwahrt wird. Wie die Tapisserie-Spezialistin Rotraud Bauer im Katalog zur Wolf-Dietrich-Landesausstellung von 1987, der nach wie vor wichtigsten Quelle über diese Prunkstücke, geschildert hat, enträtseln dortige Inschriften den Inhalt, der - im Sinne der [[Renaissance]] - auf Schilderungen des römischen Historikers Titus Livius (59 v. bis 17 n. Chr.) basiert.
Dass man die darauf dargestellte Szene vom Sieg des Romulus über die etruskische Stadt Veji entziffern kann, erlaubt ein Vergleich mit einer zweiten Serie, die nach denselben Kartons gewebt ist und in den Brüsseler ''Musées royaux d'Art et d'Histoire'' verwahrt wird. Wie die Tapisserie-Spezialistin Rotraud Bauer im Katalog zur Wolf-Dietrich-Landesausstellung von 1987, der nach wie vor wichtigsten Quelle über diese Prunkstücke, geschildert hat, enträtseln dortige Inschriften den Inhalt, der - im Sinne der [[Renaissance]] - auf Schilderungen des römischen Historikers Titus Livius (59 v. bis 17 n. Chr.) basiert.