Landschaftsphysikus: Unterschied zwischen den Versionen
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In diesem in Saalfelden 1766 am Pfleggericht verfassten Schreiben werden die Arbeits- und Gehaltsverhältnisse eines Landschaftsphysikers aufgezählt. Es wurde als Bittschrift verfasst um einen Landschaftsphysiker in Zell im Pinzgau zu erhalten, was im selben Jahr dann geschah. | In diesem in Saalfelden 1766 am Pfleggericht verfassten Schreiben werden die Arbeits- und Gehaltsverhältnisse eines Landschaftsphysikers aufgezählt. Es wurde als Bittschrift verfasst um einen Landschaftsphysiker in Zell im Pinzgau zu erhalten, was im selben Jahr dann geschah. | ||
Die durch den Landschaftsphysiker begründete Behörde nannte man Landschaftsphysikat und seinen räumlichen Wirkungsbereich Physikats-Bezirk. | |||
1803 bei der Säkularisation Salzburgs waren an folgenden Orten Landschaftsphysiker tätig: | |||
* Salzburg | |||
* Zell am See | |||
* Tamsweg | |||
* Hallein | |||
* Laufen (das Landschaftsphysikat von Mühldorf am Inn war nach Laufen übersetzt worden) | |||
dazu kamen durch die Gebietserweiterungen: | |||
* Berchtesgaden | |||
* Waldkirchen (vormals Kurfürstentum Passau) | |||
== Landphysiker == | == Landphysiker == | ||
nach der [[Säkularisierung]] Salzburgs wurde das Medizinalwesen des nunmehrigen Kurfürstentums von Medizinalrat Dr. [[Johann Jacob Hartenkeil]] neu organisiert. Die vormaligen Landschaftsphysiker wurden nun als Landphysiker bezeichnet. Möglicherweise wurde auch der Modus ihrer Bezahlung verändert. Bei dieser Organisation wurden auch neue Physikate (Stellen für Ärzte) geschaffen. | nach der [[Säkularisierung]] Salzburgs wurde das Medizinalwesen des nunmehrigen Kurfürstentums von Medizinalrat Dr. [[Johann Jacob Hartenkeil]] neu organisiert. Die vormaligen Landschaftsphysiker wurden nun als Landphysiker bezeichnet. Möglicherweise wurde auch der Modus ihrer Bezahlung verändert. Bei dieser Organisation wurden auch neue Physikate (Stellen für Ärzte) geschaffen. | ||
Landphysikate ab 1804 | |||
* Zell am See | |||
* Tamsweg | |||
* Hallein | |||
* Laufen | |||
* Gastein (28. Mai 1804) | |||
* St Johann im Pongau (16. Juli 1804) | |||
* Neumarkt (26. Juli 1804) | |||
* Fügen | |||
In Mittersill war ebenfalls ein Physikat geplant, dessen Gründung sich aber auf Grund der ungeklärten Bezahlung des nicht landschaftlichen Gehaltsviertels verzögerte. 1805 verhinderte die erneute französische Besatzung die Besetzung der Physikatsstelle. | |||
bis zum Ende des Kurfürstentums Salzburg 1805 | |||
* Oberzell im Fürstentum Passau (8. August 1804) | |||
* Waldkirchen im Fürstentum Passau (8. September 1804) | |||
* Berchtesgaden | |||
== Landschaftsphysikate in Salzburg == | == Landschaftsphysikate in Salzburg == | ||