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| − | '''Engelbert I. von Spanheim'''<ref>vgl. Aufstellung des Stammbaums bei 'Geneanet oholzapfel' ([https://de.geneanet.org/profil/oholzapfel de.geneanet.org]) = [Personennummer] Sosa 178.812.268</ref> (* 1. April 1096); gestorben im [[Benediktinerstift St. Paul im Lavanttal]], welches von ihm um den 1. Mai 1091 gegründet wurde. Er war Graf von Spanheim, im Kraichgau und im Pustertal, von 1090 bis 1096 Markgraf von [[Istrien]], und er war Vogt des [[Erzstift Salzburg|Erzstiftes Salzburg]]. | + | '''Engelbert I. von Spanheim'''<ref>vgl. Aufstellung des Stammbaums bei 'Geneanet oholzapfel' ([https://de.geneanet.org/profil/oholzapfel de.geneanet.org]) = [Personennummer] Sosa 178.812.268</ref> (* [[1. April]] [[1096]]); gestorben im [[Benediktinerstift St. Paul im Lavanttal]], welches von ihm um den [[1. Mai]] [[1091]] gegründet wurde. |
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| − | Engelbert I. war ein Sohn von '''Siegfried I. von Spanheim'''<ref>vgl. Aufstellung des Stammbaums bei 'Geneanet oholzapfel' ([https://de.geneanet.org/profil/oholzapfel de.geneanet.org]) = Sosa 357.624.536</ref> (* spätestens 1010/1015), geboren auf der Burg Sponheim, heute eine Ruine über dem Ort Burgsponheim bei Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz, die Stammburg der Spanheimer / Sponheimer. Siegfried I. von Spanheim heiratete Richardis (auch: Richgard) von [[Lavant]] und wurde damit Gaugraf im Pustertal und im Lavanttal, dann auch Markgraf der Ungarnmark. Er war mit Hedwig N.N. aus [[Friaul]] verheiratet. Auf dem Rückweg von einer Pilgerreise nach Jerusalem erkrankte er und starb am 7. Februar 1065 in Bulgarien. Sein Leichnam wurde später in das Kloster St. Paul im Lavanttal überführt.
| + | == Leben == |
| | + | Er war Graf von Spanheim, im Kraichgau und im Pustertal, von [[1090]] bis [[1096]] Markgraf von [[Istrien]], und Vogt des [[Erzstift Salzburg|Erzstiftes Salzburg]]. |
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| − | Der Sohn von Engelbert I., '''Engelbert II. von Spanheim''' († 13. April 1141 im Kloster Seeon)<ref>vgl. Aufstellung des Stammbaums bei 'Geneanet oholzapfel' ([https://de.geneanet.org/profil/oholzapfel de.geneanet.org]) = Sosa 89.406.134</ref>, war 1103 bis 1124 bzw. 1134 Markgraf von Istrien und von Verona, von 1123/24 bis 1135 Herzog von [[Kärnten]]. Er belagerte 1123/24 erfolglos die salzburgische Burg Petersberg in Friesach in Kärnten. Er war mit Uta von Passau verheiratet. – Deren Tochter Mathilde von Spanheim bzw. von Kärnten / de Carinthe<ref>vgl. Aufstellung des Stammbaums bei 'Geneanet oholzapfel' ([https://de.geneanet.org/profil/oholzapfel de.geneanet.org]) = Sosa 44.703.067</ref> (* 1108; † 1160) war 1122 in ihrer ersten Ehe mit Thibaut IV. le Grand de Blois († 1152) verheiratet, einem Schwiegervater von Ludwig VII., König von Frankreich, 1148 dann in ihrer zweiten Ehe mit Simon I. von Saarbrücken<ref>vgl. Aufstellung des Stammbaums bei 'Geneanet oholzapfel' ([https://de.geneanet.org/profil/oholzapfel de.geneanet.org]) = Sosa 44.703.066</ref> († nach 1183). Dann verlieren sich in dieser Linie die Beziehungen zu Salzburg; die Nachkommen münden später in den dänischen Adel. Von Engelbert I. von Spanheim bis in unsere Gegenwart sind es etwa 28 Generationen.
| + | Engelbert I. war ein Sohn von Siegfried I. von Spanheim<ref>vgl. Aufstellung des Stammbaums bei 'Geneanet oholzapfel' ([https://de.geneanet.org/profil/oholzapfel de.geneanet.org]) = Sosa 357.624.536</ref> (* spätestens 1010/1015), geboren auf der Burg Sponheim, heute eine Ruine über dem Ort Burgsponheim bei Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz, die Stammburg der Spanheimer (auch: Sponheimer). Siegfried I. von Spanheim heiratete Richardis (auch: Richgard) von [[Lavant]] und wurde damit Gaugraf im Pustertal und im Lavanttal, dann auch Markgraf der Ungarnmark. Er war mit Hedwig aus [[Friaul]] verheiratet. Auf dem Rückweg von einer Pilgerreise nach Jerusalem erkrankte er und starb am 7. Februar 1065 in [[Bulgarien]]. Sein Leichnam wurde später in das Kloster St. Paul im Lavanttal überführt. |
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| − | Durch Erbteilung kam '''Siegfried I. von Lebenau''' († 1132), ein weiterer Sohn von Engelbert I. von Spanheim, u. a. an Besitzungen in Oberbayern, zu denen die Feste Lebenau im Berchtesgadener Land gehörte, die er um 1130 erbauen ließ. Sein Sohn '''Siegfried II. von Lebenau''' († um 1163) war ebenfalls Vogt in Salzburg. Die [[Grafschaft Lebenau]] erstreckte sich um 1200 mit Streubesitz zeitweise von Seeon im Westen, Tittmoning im Norden bis Salzburg im Südosten und gehörte bis 1229 zu Bayern, blieb aber mit Salzburg verbunden. Die Lebenauer hatten das Erbrecht auf die Domvogtei zu Salzburg.
| + | Der Sohn von Engelbert I., Engelbert II. von Spanheim († [[13. April]] [[1141]] im [[Benediktinerkloster Seeon|Kloster Seeon]])<ref>vgl. Aufstellung des Stammbaums bei 'Geneanet oholzapfel' ([https://de.geneanet.org/profil/oholzapfel de.geneanet.org]) = Sosa 89.406.134</ref>, war [[1103]] bis [[1124]] bzw. [[1134]] Markgraf von Istrien und von Verona, von [[1123]]/24 bis [[1135]] Herzog von [[Kärnten]]. Er belagerte [[1123]]/24 erfolglos die salzburgische [[Burg Petersberg]] in [[Friesach]] in Kärnten. Er war mit Uta von Passau verheiratet. Deren Tochter Mathilde von Spanheim bzw. von Kärnten / de Carinthe<ref>vgl. Aufstellung des Stammbaums bei 'Geneanet oholzapfel' ([https://de.geneanet.org/profil/oholzapfel de.geneanet.org]) = Sosa 44.703.067</ref> (* [[1108]]; † [[1160]]) war [[1122]] in ihrer ersten Ehe mit Thibaut IV. le Grand de Blois († [[1152]]) verheiratet, einem Schwiegervater von Ludwig VII., König von Frankreich, [[1148]] dann in ihrer zweiten Ehe mit Simon I. von Saarbrücken<ref>vgl. Aufstellung des Stammbaums bei 'Geneanet oholzapfel' ([https://de.geneanet.org/profil/oholzapfel de.geneanet.org]) = Sosa 44.703.066</ref> († nach [[1183]]). Dann verlieren sich in dieser Linie die Beziehungen zu Salzburg; die Nachkommen münden später in den dänischen Adel. Von Engelbert I. von Spanheim bis in unsere Gegenwart sind es etwa 28 Generationen. |
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| − | In der Linie aus Kärnten tauchen die Spanheimer in der Geschichte Salzburgs mit dem Herzog von Kärnten [[Philipp von Spanheim]] († 1279) wieder auf. Er war 1247 zum [[Erzbischof von Salzburg]] Erwählter, trat dieses Amt aber nie an, weil er sonst seine Herzogenwürde verloren hätte. Er war ein Urenkel von Engelbert II. von Spanheim; er war der letzte seines Geschlechts. | + | Durch Erbteilung kam Siegfried I. von Lebenau († 1132), ein weiterer Sohn von Engelbert I. von Spanheim, u. a. an Besitzungen in [[Oberbayern]], zu denen die Feste [[Burg Lebenau (Laufen)|Lebenau]] im [[Rupertiwinkel]] gehörte, die er um [[1130]] erbauen ließ. Sein Sohn Siegfried II. von Lebenau († um [[1163]]) war ebenfalls Vogt in [[Erzstift Salzburg]]. Die [[Grafschaft Lebenau]] erstreckte sich um 1200 mit Streubesitz zeitweise von Seeon im Westen, [[Tittmoning]] im Norden bis Salzburg im Südosten und gehörte bis [[1229]] zum [[Herzogtum Bayern]], blieb aber mit Salzburg verbunden. Die Lebenauer hatten das Erbrecht auf die Domvogtei zu Salzburg. |
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| | + | In der Linie aus Kärnten tauchen die Spanheimer in der Geschichte Salzburgs mit dem Herzog von Kärnten [[Philipp von Spanheim]] († [[1279]]) wieder auf. Er war 1247 zum [[Erzbischof von Salzburg]] Erwählter, trat dieses Amt aber nie an, weil er sonst seine Herzogenwürde verloren hätte. Er war ein Urenkel von Engelbert II. von Spanheim; er war der letzte seines Geschlechts. |
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| | == Quellen == | | == Quellen == |
| | * Aufstellung des Stammbaums bei 'Geneanet oholzapfel' ([https://de.geneanet.org/profil/oholzapfel de.geneanet.org]). | | * Aufstellung des Stammbaums bei 'Geneanet oholzapfel' ([https://de.geneanet.org/profil/oholzapfel de.geneanet.org]). |
| − | | + | * de.wikipedia.org [Hinweise zu einzelnen Personen und zum ganzen Geschlecht] |
| − | • http://de.wikipedia.org [Hinweise zu einzelnen Personen und zum ganzen Geschlecht]
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| | ==Einzelnachweise== | | ==Einzelnachweise== |
| | <references/> | | <references/> |
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| | + | {{SORTIERUNG: Spanheim, PEngelbert I. von}} |
| | + | [[Kategorie:Person]] |
| | + | [[Kategorie:Person (Geschichte)]] |
| | + | [[Kategorie:geboren 1096]] |