Katharina Ruprecht: Unterschied zwischen den Versionen

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Datum an. Für die Messenstiftung liegt kein Datum vor. Vgl. TETTINEK, Die Armen-Versorgungs- und  
Datum an. Für die Messenstiftung liegt kein Datum vor. Vgl. TETTINEK, Die Armen-Versorgungs- und  
Heilanstalten, 1850, 12.</ref>
Heilanstalten, 1850, 12.</ref>
Katharina Ruprecht vermachte dem Bürgerspital und dem Bruderhaus insgesamt 6000
Gulden.<ref>Dies entspricht einer Kaufkraft von 160.547 Euro, berechnet für das Jahr 1830 mit dem historischen
Währungsrechner der Nationalbank, am 13.03.2024.</ref> Zusätzlich leistete sie im Jahr 1823 eine Getreidestiftung von 148 Metzen. Im
Sinne der Stifterin sollte die Gemeinde einen Getreidevorrat anlegen, um ihn bei Bedarf zu
einem günstigen Preis an die bedürftige Bevölkerung abzugeben.
Die Wohltätigkeit Katharina Ruprechts ist jedoch in einem weiteren Punkt besonders
hervorzuheben. Es war ihr ein Anliegen, die Situation jener Menschen zu verbessern, die im
Erdgeschoss des Bruderhaues - als "Irre" - untergebracht waren. Besonders erwähnenswert ist in diesem
Zusammenhang, dass die Initiative zu Gründung eines diesbezüglichen Fonds ebenfalls von
einer Frau ausgegangen war: Die Witwe des Bruderhausverwalters Augustin Paulus hatte 1778
darauf bestanden, dass 4000 Gulden aus dem Nachlass ihres Mannes zu Gründung eines
„Irrenfonds“ verwendet wurden. Wie aus dem Bericht des [[Stadtärzte in Salzburg|Stadtphysikus]] [[Michael Steinhauser]] hervorgeht, verbesserte sich
jedoch die Situation dieser bedauernswerten Menschen nicht.<ref>Rittinger, Wohltäterinnen, 53; Ignaz HARRER, Irrenwesen im Herzogthum Salzburg und die neue Salzburger Landesheilanstalt für
Geisteskranke, in Mittheilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, XLII. Vereinsjahr 1902, 13-15.
Ignaz Harrer zitierte diesen Bericht in seinem Vortrag vor der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde im Jahr
1901.</ref>




== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==