Salzburger Landesrelief Hellbrunn: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Zeitungsberichten nach muss das Relief einen gewaltigen Eindruck bei den Besuchern hinterlassen haben. Allerdings belasteten die Kosten der Errichtung und Erhaltung Pörnbacher stark, da die Witterung dem Relief immer wieder stark zusetzte. Die Einnahmen deckten in der Folge bei Weitem nicht die Kosten für die Erhaltung des Reliefs. Trotz finanzieller Unterstützung von Stadt Salzburg und verschiedenen Geldgebern musste Pörnbacher die Liegenschaft samt Relief daher bald nach dem Ersten Weltkrieg verkaufen. Während des | + | Zeitungsberichten nach muss das Relief einen gewaltigen Eindruck bei den Besuchern hinterlassen haben. Allerdings belasteten die Kosten der Errichtung und Erhaltung Pörnbacher stark, da die Witterung dem Relief immer wieder stark zusetzte. Die Einnahmen deckten in der Folge bei Weitem nicht die Kosten für die Erhaltung des Reliefs. Trotz finanzieller Unterstützung von der [[Stadtgemeinde Salzburg|Stadt Salzburg]] und verschiedenen Geldgebern musste Pörnbacher die Liegenschaft samt Relief daher bald nach dem Ersten Weltkrieg verkaufen. Während des Ersten Weltkriegs hatte übrigens das Relief auch zu militärstrategischen Planspielen gedient. Aus Kostengründen konnten nur 1 500 Quadratmeter, also der Raum des eigentlichen Landes Salzburgs und deren unmittelbare Umgebung in den Jahren nach dem Krieg restauriert und wiederhergestellt werden, der Rest schien in der Wiederherstellung und in der langfristigen Erhaltung zu teuer. |
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| − | * | + | * "Toni Mair, Riesenreliefs als Prestigeobjekte". In: Toni Mair, Susanne Grieder: "Das Landschaftsrelief. Symbiose von Wissenschaft und Kunsthandwerk." 2006 hier + jetzt, Verlag für Kultur und Geschichte, Baden, und Schweizerisches Alpines Museum, Bern. S. 56 ff. (57), der Link war bei einer Überprüfung am 12. November 2025 technisch nicht mehr verwendbar, daher gelöscht |
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Version vom 12. November 2025, 15:50 Uhr
Das Salzburger Landesrelief Hellbrunn war ein Werk des Salzburger Bildhauers Josef Pörnbacher.
Allgemeines
Es entstand von 1904 bis 1914 in der Nähe von Hellbrunn - damals noch - bei Salzburg im Maßstab 1 : 3 000 und stellte das Land Salzburg und direkt angrenzende Teile des Salzkammergutes und Berchtesgadener Landes dar. Die ursprüngliche Fassung reichte allerdings mit fast 3 000 m² Größe bis zum Brenner und bis nach Siegsdorf in Bayern.
Es war seit den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg etwa 1 500 m² groß und wurde teilweise aus Natursteinen der dargestellten Regionen angefertigt. Der Rest bestand Ziegel und darauf modelliert aus aus Zement. Dieses begehbare Relief konnte auch von zwei Tribünen aus betrachtet werden. Die Gebirgszüge hatten bis zu zwei Meter Höhe. Es handelt sich um das bei weitem größte in dieser Zeit hergestellte Relief.
Zeitungsberichten nach muss das Relief einen gewaltigen Eindruck bei den Besuchern hinterlassen haben. Allerdings belasteten die Kosten der Errichtung und Erhaltung Pörnbacher stark, da die Witterung dem Relief immer wieder stark zusetzte. Die Einnahmen deckten in der Folge bei Weitem nicht die Kosten für die Erhaltung des Reliefs. Trotz finanzieller Unterstützung von der Stadt Salzburg und verschiedenen Geldgebern musste Pörnbacher die Liegenschaft samt Relief daher bald nach dem Ersten Weltkrieg verkaufen. Während des Ersten Weltkriegs hatte übrigens das Relief auch zu militärstrategischen Planspielen gedient. Aus Kostengründen konnten nur 1 500 Quadratmeter, also der Raum des eigentlichen Landes Salzburgs und deren unmittelbare Umgebung in den Jahren nach dem Krieg restauriert und wiederhergestellt werden, der Rest schien in der Wiederherstellung und in der langfristigen Erhaltung zu teuer.
Auch Frau Zell musste als Käuferin ihrerseits Liegenschaft und Relief bald an die Gräfin Schenk-Castell weiterverkaufen. Gräfin Schenk-Castell (später verheiratet mit dem Nachnamen Blühbach) emigrierte 1938 nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Das Haus beim Relief übernahmen darauf Offiziere der Deutschen Wehrmacht. Das Relief selbst fiel 1944 einem Bombenangriff zum Opfer.
Siehe auch
Quellen
- www.landesmuseum.at www.landesmuseum.at/pdf Seite 83
- "Toni Mair, Riesenreliefs als Prestigeobjekte". In: Toni Mair, Susanne Grieder: "Das Landschaftsrelief. Symbiose von Wissenschaft und Kunsthandwerk." 2006 hier + jetzt, Verlag für Kultur und Geschichte, Baden, und Schweizerisches Alpines Museum, Bern. S. 56 ff. (57), der Link war bei einer Überprüfung am 12. November 2025 technisch nicht mehr verwendbar, daher gelöscht
- Josef Brettenthaler: "Anif. Portrait einer Gemeinde." Seite 124f