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[[Datei:Pumpspeicherkraftwerk Limberg III 03.png|thumb|Die Einfahrt zur unterirdischen Baustelle des Pumpspeicherkraftwerks Limberg III im Berg unterhalb der [[Limbergsperre]] des [[Stausee Wasserfallboden|Stausees Wasserfallboden]].]]
 
[[Datei:Pumpspeicherkraftwerk Limberg III 03.png|thumb|Die Einfahrt zur unterirdischen Baustelle des Pumpspeicherkraftwerks Limberg III im Berg unterhalb der [[Limbergsperre]] des [[Stausee Wasserfallboden|Stausees Wasserfallboden]].]]
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Donnerstagmittag, den [[6. November]] 2025, teilte der Verbund mit, dass in der Werksgruppe Kaprun im Kraftwerk Limberg III (480 MW) beide Maschinen aufgrund eines Isolationsfehlers beim Generator ausgefallen.  Das heißt, laienhaft ausgedrückt, es kann zu ungewollten Stromflüssen und Kurzschlüssen kommen. Ob dafür ein Material-, ein Konstruktions- oder ein anderer Fehler verantwortlich sei, wisse man noch nicht. Aufgrund der Größe der Anlagenteile ist eine Inspektion aufwendig und zeitintensiv und wird mehrere Monate in Anspruch nehmen. Allein die Generatoren für die Reparatur aus ihrer Position zu heben, dauere mehrere Tage. Das steirische Unternehmen Andritz, das die Generatoren hergestellt hat, will sie möglichst rasch reparieren.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/wie-kapruner-kraftwerke-187254298 sn.at], 7. November 2025: Totalschaden nicht ausgeschlossen: Wie lang die Kapruner Kraftwerke ausfallen, ist noch nicht absehbar</ref>
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Donnerstagmittag, den [[6. November]] 2025, teilte der Verbund mit, dass in der Werksgruppe Kaprun im Kraftwerk Limberg III (480 MW) beide Maschinen aufgrund eines Isolationsfehlers beim Generator ausgefallen sind.  Das heißt, laienhaft ausgedrückt, es kann zu ungewollten Stromflüssen und Kurzschlüssen kommen. Ob dafür ein Material-, ein Konstruktions- oder ein anderer Fehler verantwortlich sei, wisse man noch nicht. Aufgrund der Größe der Anlagenteile ist eine Inspektion aufwendig und zeitintensiv und wird mehrere Monate in Anspruch nehmen. Allein die Generatoren für die Reparatur aus ihrer Position zu heben, dauere mehrere Tage. Das steirische Unternehmen Andritz, das die Generatoren hergestellt hat, will sie möglichst rasch reparieren.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/wie-kapruner-kraftwerke-187254298 sn.at], 7. November 2025: Totalschaden nicht ausgeschlossen: Wie lang die Kapruner Kraftwerke ausfallen, ist noch nicht absehbar</ref>
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Weiters trat im Zuge der Schwarzstartversuche mit der [[Kaprun Oberstufe]] (160 MW) ein Fehler im Einspeisetransformators auf, womit auch die gesamte Oberstufe voraussichtlich für mehrere Monate nicht zur Verfügung stehen wird. Als Schwarzstartversuche werden bei Kraftwerken jene Abläufe bezeichnet, bei denen das Werk ohne Zufuhr externer Stromquellen wieder hochgefahren werden soll. Die notwendige Energie liefern Batteriespeicher oder Hilfsaggregate. Oder wie in diesem Fall die Kaprun Oberstufe.<ref name="SN06Nov25" />
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Weiters trat im Zuge der Schwarzstartversuche mit dem [[Pumpspeicherkraftwerk Limberg I]] (160 MW) ein Fehler im Einspeisetransformators auf, womit auch die gesamte Oberstufe voraussichtlich für mehrere Monate nicht zur Verfügung stehen wird. Als Schwarzstartversuche werden bei Kraftwerken jene Abläufe bezeichnet, bei denen das Werk ohne Zufuhr externer Stromquellen wieder hochgefahren werden soll. Die notwendige Energie liefern Batteriespeicher oder Hilfsaggregate. Oder wie in diesem Fall die Kaprun Oberstufe.<ref name="SN06Nov25" />
    
Das Pumpspeicherkraftwerk Limberg III galt zu diesem Zeitpunkt als Österreichs modernste und größte Batterie mit bis zu 480 Megawatt Leistung, die jederzeit abgerufen werden können. Seit Donnerstag ist dies vorerst Geschichte. Und mit dem zusätzlichen Ausfall der Kaprun Oberstufe stehen nun 640 Megawatt nicht zur Verfügung.<ref name="SN06Nov25" />
 
Das Pumpspeicherkraftwerk Limberg III galt zu diesem Zeitpunkt als Österreichs modernste und größte Batterie mit bis zu 480 Megawatt Leistung, die jederzeit abgerufen werden können. Seit Donnerstag ist dies vorerst Geschichte. Und mit dem zusätzlichen Ausfall der Kaprun Oberstufe stehen nun 640 Megawatt nicht zur Verfügung.<ref name="SN06Nov25" />
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Die Verbund-Pumpspeicherkraftwerke Limberg I und Limberg III dürften wesentlich länger ausfallen, als der Betreiber bisher bekannt gegeben hat. Demnach sei im Kraftwerk Oberstufe, bekannt als Limberg I, aus heutiger Sicht die komplette Erneuerung des Transformators erforderlich. Die Lieferzeit dafür betrage ein bis zwei Jahre. Gleichzeitig würden die beiden Generatoren im drei Mal so großen Kraftwerk Limberg III mindestens bis April beziehungsweise Juli ausfallen. Der ORF Salzburg hatte am Dienstag, den [[11. November]] [[2025]], berichtete, die Reparaturen könnten bis zu zwei Jahre dauern. Der wirtschaftliche Schaden werde derzeit auf mindestens 47 Millionen Euro geschätzt, hieß es. Mit dem Ausfall der beiden Kraftwerke fallen rund 57 Prozent der gesamten Pumpspeicherleistung der Kraftwerksgruppe Kaprun aus und damit fast ein Viertel der Leistung aller Verbund-Speicherkraftwerke in ganz Österreich.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/pumpspeicherkraftwerke-kaprun-jahre-187476487 sn.at], 11. November 2025</ref>
    
== Daten des Rotors ==
 
== Daten des Rotors ==