Festung Kniepass: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Festung Kniepass1.jpg|thumb|Festung Kniepass]]
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Die '''Festung Kniepass''' ist ein [[Denkmalgeschützte Objekte in Unken|denkmalgeschütztes Objekt]] am [[Kniepass]] im [[Pinzgau]] zwischen [[Lofer]] und [[Unken]].
Die '''Festung Kniepass''' ist ein [[Denkmalgeschützte Objekte in Unken|denkmalgeschütztes Objekt]] in [[Unken]] am [[Kniepass]] im [[Pinzgau]].


==Die Festung==
==Die Festung==
Der alte Weg zwischen dem [[Bad Reichenhall|Reichenhaller Becken]] und dem [[Pinzgau]] führte jahrhundertelang "über" den Kniepass an der Festung Kniepass vorbei. Diese kleine Sperranlage ist erstmals um [[1350]] urkundlich erwähnt.
Der alte Weg zwischen dem [[Reichenhaller Becken]] und dem [[Pinzgau]] führte jahrhundertelang über den Kniepass an der Festung Kniepass vorbei. Diese kleine Sperranlage ist erstmals um [[1350]] urkundlich erwähnt. Durch die Talenge und die erhöhte Lage der Festung war es einfach, unerwünschte Eindringlinge abzuwehren und den Warenverkehr zu kontrollieren bzw. die damit zusammenhängende Wegemaut kassieren zu können.  


[[Datei:Festung Kniepass.jpg|thumb|Festung Kniepass]]
[[Datei:Festung Kniepass.jpg|thumb|Festung Kniepass]]


Durch die Talenge und die erhöhte Lage der Festung war es einfach, unerwünschte Eindringlinge abzuwehren und den Warenverkehr zu kontrollieren bzw. die damit zusammenhängende Wegemaut kassieren zu können.  
Heute liegt diese kleine Festungsanlage, die seit dem [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] nicht mehr umgebaut wurde, westlich oberhalb der durch die Kniepass-Schlucht führenden, nun ausgebaute [[B 178 Loferer Straße]]. Sie ist auch einen schattigen Fußweg erreichbar, der vom Parkplatz neben der Loferer Straße am Fuße der Festung hinaufführt.  


Heute liegt diese kleine Festungsanlage, die seit dem [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] nicht mehr umgebaut wurde, etwas abseits der durch die Kniepass-Schlucht führenden, nun ausgebauten Straße. Sie ist auch über einen schattigen Fußweg erreichbar, der vom Parkplatz am Fuße der Festung hinaufführt.
Durch den Torturm betritt man das von einer massiven Steinmauer umgebene kleine Festungsareal. Von hier hat man Aussicht auf das [[Unkener Becken]] und das [[Schloss Oberrain]]. Hier steht auch das Hauptgebäude, in dem einst die Wachmannschaft wohnte. Während der [[Koalitionskriege (Überblick)|Franzosenkämpfe]] [[1800]] bis [[1809]] besetzten [[Tirol]]er und Pinzgauer Verteidiger dieses Sperrfort. Über die genaue Nutzung der Festungsanlagen in diesen Napoleonischen Kriegen fehlen allerdings Quellen.
 
Durch den Torturm betritt man das von einer massiven Steinmauer umgebene kleine Festungsareal. Von hier hat man Aussicht auf das Unkener Becken und das [[Schloss Oberrain]]. Hier steht auch das Hauptgebäude, in dem einst die Wachmannschaft wohnte. Während der [[Koalitionskriege (Überblick)|Franzosenkämpfe]] [[1800]] bis [[1809]] besetzten Tiroler und Pinzgauer Verteidiger dieses Sperrfort. Über die genaue Nutzung der Festungsanlagen in den Napoleonischen Kriegen fehlen allerdings Quellen.


In den letzten April- und den ersten Maitagen [[1945]] wurden unterhalb der Festung auf der Straße Panzersperren errichtet. Sie kamen gegen die schon in Reichenhall stehende US Army der 101. Fallschirmdivision wegen der vorherigen Kapitulation der Heeresgruppe V der deutschen Wehrmacht nicht mehr zum Einsatz. Später diente das Hauptgebäude der Festung Waldarbeitern zur Unterkunft. [[1965]] zogen die letzten Bewohner, ein betagtes Ehepaar, aus Altersgründen aus.
In den letzten April- und den ersten Maitagen [[1945]] wurden unterhalb der Festung auf der Straße Panzersperren errichtet. Sie kamen gegen die schon in Reichenhall stehende US Army der 101. Fallschirmdivision wegen der vorherigen Kapitulation der Heeresgruppe V der deutschen Wehrmacht nicht mehr zum Einsatz. Später diente das Hauptgebäude der Festung Waldarbeitern zur Unterkunft. [[1965]] zogen die letzten Bewohner, ein betagtes Ehepaar, aus Altersgründen aus.


==Das Museum==
==Das Museum==
: '' Hauptartikel: [[Museum Festung Kniepass]]
: '' Hauptartikel [[Museum Festung Kniepass]]
[[1988]] entschloss sich die Eigentümerin [[Salzburger Landesregierung]] zu einer musealen Nutzung und setzte die Festung instand. Seit [[1991]] veranstaltet der örtliche Museumsverein  Ausstellungen. Als Dauerausstellung sind "Felsritzbilder im unteren Saalachtal" zu sehen. In einem weiteren ausgebauten Ausstellungsraum können seit [[1994]] Wechselausstellungen gezeigt werden.
[[1988]] entschloss sich die Eigentümerin [[Salzburger Landesregierung]] zu einer musealen Nutzung und setzte die Festung instand. Seit [[1991]] veranstaltet der örtliche Museumsverein  Ausstellungen. Als Dauerausstellung sind "Felsritzbilder im unteren Saalachtal" zu sehen. In einem weiteren ausgebauten Ausstellungsraum können seit [[1994]] Wechselausstellungen gezeigt werden.


Aus der [[Steinzeit]], vor 10.000 Jahre v. Chr., 5.000 Jahre nach dem Rückzug der [[Gletscher]] des Bühlstadiums vom Raum Steinbachgraben, konnte Mag. [[Helmut Adler]] in einer Halbhöhle am Oberrainer Kogl ([[Abri von Unken]]) Steinklingen von Jägern finden. Sie sind die ältesten Funde der Humangeschichte des Landes Salzburg und können hier besichtigt werden.
Aus der [[Steinzeit]], vor 10.000 Jahre v. Chr., 5000 Jahre nach dem Rückzug der [[Gletscher]] des Bühlstadiums vom Raum Steinbachgraben, konnte Mag. [[Helmut Adler]] in einer Halbhöhle am [[Oberrainer Knogel]] ([[Abri von Unken]]) Steinklingen von Jägern finden. Sie sind die ältesten Funde der Humangeschichte des [[Land Salzburg (Bundesland)|Landes Salzburg]] und können hier besichtigt werden.


== Fort Kniepass ==
== Fort Kniepass ==