Salzburger Feuerwehrwesen: Unterschied zwischen den Versionen
K (umgegliedert) |
(Landesfeuerwehrinspektoren <− Johanna Milz-Lechner) |
||
| Zeile 24: | Zeile 24: | ||
Am 13. Landesfeuerwehrtag, der am [[19. November]] [[1916]] im Rathaus der [[Stadt Salzburg]] stattfindet, werden Rettungswesen und Feuerwehren zusammengeführt und der Name des Verbandes auf ''Salzburger Landesverband für Feuerwehr- und Rettungswesen'' geändert. | Am 13. Landesfeuerwehrtag, der am [[19. November]] [[1916]] im Rathaus der [[Stadt Salzburg]] stattfindet, werden Rettungswesen und Feuerwehren zusammengeführt und der Name des Verbandes auf ''Salzburger Landesverband für Feuerwehr- und Rettungswesen'' geändert. | ||
| − | Am [[11. Februar]] [[1920]] wird im [[Salzburger Landtag]] die Bestellung eines Landesfeuerwehrinspektors beschlossen. Erster Inspektor wird [[Oswald Prack]], Obmannstellvertreter der Freiwilligen Feuerwehr Salzburg. Noch im selben Jahr wird die Salzburger Feuerwehrschule ins Leben gerufen. | + | Am [[11. Februar]] [[1920]] wird im [[Salzburger Landtag]] die Bestellung eines Landesfeuerwehrinspektors als Aufsichtsorganes des Landes beschlossen. Erster Inspektor wird [[Oswald Prack]], Obmannstellvertreter der Freiwilligen Feuerwehr Salzburg. Noch im selben Jahr wird die Salzburger Feuerwehrschule ins Leben gerufen. |
Nach dem [[Anschluss]] wird das Feuerwehrwesen [[1938]] der Polizei unterstellt. Einen Monat nach dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] setzen die [[USA|Amerikaner]] den jetzt 72-jährigen Oswald Prack wieder als Landesfeuerwehrinspektor ein und betrauen ihn gleichzeitig mit der Funktion des Landesfeuerwehrführers. | Nach dem [[Anschluss]] wird das Feuerwehrwesen [[1938]] der Polizei unterstellt. Einen Monat nach dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] setzen die [[USA|Amerikaner]] den jetzt 72-jährigen Oswald Prack wieder als Landesfeuerwehrinspektor ein und betrauen ihn gleichzeitig mit der Funktion des Landesfeuerwehrführers. | ||
| − | Mit der Pensionierung | + | Mit der Pensionierung Dipl.-Ing. Johann Leiningen-Westerburgs wird Ende [[1973]] die Stelle des Landesfeuerwehrinspektors aufgelassen. |
Im November [[1983]] übersiedelt das Landesfeuerwehrkommando von der [[Chiemseegasse]] in der Salzburger [[Altstadt]] in den Neubau an der [[Karolingerstraße]] in [[Maxglan]]. Hier wird auch [[1984]] wieder eine Landesfeuerwehrschule eingerichtet. | Im November [[1983]] übersiedelt das Landesfeuerwehrkommando von der [[Chiemseegasse]] in der Salzburger [[Altstadt]] in den Neubau an der [[Karolingerstraße]] in [[Maxglan]]. Hier wird auch [[1984]] wieder eine Landesfeuerwehrschule eingerichtet. | ||
| Zeile 43: | Zeile 43: | ||
* [[Leopold Dachs]] (1945) | * [[Leopold Dachs]] (1945) | ||
* [[Oswald Prack]] (1945 - 1953) | * [[Oswald Prack]] (1945 - 1953) | ||
| − | * [[Johann Stelzinger]] ( | + | * [[Johann Stelzinger]] (1954 - 1971) |
* [[Josef Somvi]] (1972 - 1978) | * [[Josef Somvi]] (1972 - 1978) | ||
* [[Harald Ribitsch]] (1978 - 1996) | * [[Harald Ribitsch]] (1978 - 1996) | ||
* [[Anton Brandauer]] (1996 - 2009) | * [[Anton Brandauer]] (1996 - 2009) | ||
* [[Leo Winter]] (ab 6/2009) | * [[Leo Winter]] (ab 6/2009) | ||
| + | ===Landesfeuerwehrinspektoren=== | ||
| + | * [[Oswald Prack]] (1920 - 19..[38?]) | ||
| + | * ... | ||
| + | * [[Johann Stelzinger]] (1953 - 1954) | ||
| + | * [[Johann Leiningen-Westerburg]] (1955 - 1973) | ||
==Siehe auch== | ==Siehe auch== | ||
| Zeile 55: | Zeile 60: | ||
* Homepage des Verbandes | * Homepage des Verbandes | ||
* Gesetz vom 10. November 1880, womit eine Feuerpolizei- und Feuerwehr-Ordnung für das Herzogthum Salzburg erlassen wird, [http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=lgs&datum=1880&page=31&size=45 LGBl. Nr. 12/1880] [http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=lgs&datum=1880&size=45&page=37 (§§ 34 ff.)] | * Gesetz vom 10. November 1880, womit eine Feuerpolizei- und Feuerwehr-Ordnung für das Herzogthum Salzburg erlassen wird, [http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=lgs&datum=1880&page=31&size=45 LGBl. Nr. 12/1880] [http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=lgs&datum=1880&size=45&page=37 (§§ 34 ff.)] | ||
| + | * [[Johanna Milz-Lechner]]: ''Kurze Geschichte des Feuerwehrwesens im Land Salzburg'', Anhang zur | ||
| + | [http://feuerwehrlengfelden.members.cablelink.at/geschichte.htm Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr in Lengfelden] | ||
| + | |||
==Weblinks== | ==Weblinks== | ||
{{Homepage|http://www.feuerwehrverband-salzburg.at}} | {{Homepage|http://www.feuerwehrverband-salzburg.at}} | ||
Version vom 1. Juli 2012, 16:49 Uhr
Das Salzburger Feuerwehrwesen ist im Landesfeuerwehrverband Salzburg organisiert.
Organisation
Allgemeines
Sämtliche 119 Freiwilligen Feuerwehren des Landes, die Berufsfeuerwehr Salzburg und vier Betriebsfeuerwehren unterstehen dem Verband.
Insgesamt zählte der Verband 2009 10.394 (davon 278 Frauen) und 2010 10.055 Aktive.
Landesfeuerwehrkommando
Das Landesfeuerwehrkommando ist die Geschäftsstelle des Landesfeuerwehrverbandes und als solche Verwaltungs-, Service- und Beratungsstelle für alle Salzburger Feuerwehren. Sie wird vom Geschäftsstellenleiter geführt und ist direkt dem Landesfeuerwehrkommandanten unterstellt. Das Landesfeuerwehrkommando ist in der Karolingerstraße 30, in unmittelbarer Nachbarschaft der Salzburger Nachrichten und des Hangar-7 untergebracht.
Landesfeuerwehrkommandant
An der Spitze des Landesfeuerwehrverbandes Salzburg steht der Landesfeuerwehrkommandant, der heute auf fünf Jahre gewählt ist und seit 14. April 2009 Leo Winter heißt.
Geschichte
Der Grundstein des heutigen Salzburger Feuerwehrwesens wird im Jahr 1880 gelegt. Kaiser Franz Joseph I. erlässt das Gesetz vom 10. November 1880, womit eine Feuerpolizei- und Feuerwehr-Ordnung für das Herzogthum Salzburg erlassen wird, LGBl. Nr. 12/1880. Daraufhin werden mit unter dem Namen „Grundgesetz für den Landesverband der freiwilligen Feuerwehren des Herzogthumes Salzburg“ die Statuten des Salzburger Landesfeuerwehrverbandes geschaffen. Der Verband soll helfen, die Ausbreitung des Freiwilligen Feuerwehrwesens in Salzburg voranzutreiben. Das „Grundgesetz“ findet die Zustimmung des Landesausschusses. Landeshauptmannstellvertreter Dr. Lienbacher genehmigt die Statuten gemäß § 54 des Gesetzes vom 10. November 1880 am 17. März 1881.
Zum ersten Obmann wird Julius Haagn gewählt. Er füllt dieses Amt bis zu seinem Tode 1925 aus.
Am 13. Landesfeuerwehrtag, der am 19. November 1916 im Rathaus der Stadt Salzburg stattfindet, werden Rettungswesen und Feuerwehren zusammengeführt und der Name des Verbandes auf Salzburger Landesverband für Feuerwehr- und Rettungswesen geändert.
Am 11. Februar 1920 wird im Salzburger Landtag die Bestellung eines Landesfeuerwehrinspektors als Aufsichtsorganes des Landes beschlossen. Erster Inspektor wird Oswald Prack, Obmannstellvertreter der Freiwilligen Feuerwehr Salzburg. Noch im selben Jahr wird die Salzburger Feuerwehrschule ins Leben gerufen.
Nach dem Anschluss wird das Feuerwehrwesen 1938 der Polizei unterstellt. Einen Monat nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges setzen die Amerikaner den jetzt 72-jährigen Oswald Prack wieder als Landesfeuerwehrinspektor ein und betrauen ihn gleichzeitig mit der Funktion des Landesfeuerwehrführers.
Mit der Pensionierung Dipl.-Ing. Johann Leiningen-Westerburgs wird Ende 1973 die Stelle des Landesfeuerwehrinspektors aufgelassen.
Im November 1983 übersiedelt das Landesfeuerwehrkommando von der Chiemseegasse in der Salzburger Altstadt in den Neubau an der Karolingerstraße in Maxglan. Hier wird auch 1984 wieder eine Landesfeuerwehrschule eingerichtet.
2006 feierte der Landesverband sein 125-Jahr-Jubiläum mit dem 33. Landesfeuerwehrtag. Dabei wird am 24. Juni ein Gedenkstein auf dem Gelände der Landesfeuerwehrschule enthüllt.
Bisherige Landesfeuerwehrkommandanten
Bisherige Landesfeuerwehrkommandanten:
- Julius Haagn (1881 - 1925)
- Anton Gaßner (1925 - 1931)
- Franz Zauner (1931 - 1938)
- Karl Lorenz (1938 - 1945)
- Leopold Dachs (1945)
- Oswald Prack (1945 - 1953)
- Johann Stelzinger (1954 - 1971)
- Josef Somvi (1972 - 1978)
- Harald Ribitsch (1978 - 1996)
- Anton Brandauer (1996 - 2009)
- Leo Winter (ab 6/2009)
Landesfeuerwehrinspektoren
- Oswald Prack (1920 - 19..[38?])
- ...
- Johann Stelzinger (1953 - 1954)
- Johann Leiningen-Westerburg (1955 - 1973)
Siehe auch
Quellen
- Homepage des Verbandes
- Gesetz vom 10. November 1880, womit eine Feuerpolizei- und Feuerwehr-Ordnung für das Herzogthum Salzburg erlassen wird, LGBl. Nr. 12/1880 (§§ 34 ff.)
- Johanna Milz-Lechner: Kurze Geschichte des Feuerwehrwesens im Land Salzburg, Anhang zur
Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr in Lengfelden
Weblinks
- Übungshalle und Brandhaus für die Salzburger Landesfeuerwehrschule
- Geltendes Salzburger Landesrecht im Rechtsinformationssystem des Bundes:
- Historisches Salzburger Landesrecht bei der Österreichischen Nationalbibliothek:
- Gesetz vom 10. November 1880, womit eine Feuerpolizei- und Feuerwehr-Ordnung für das Herzogthum Salzburg erlassen wird, LGBl. Nr. 12/1880 (§§ 34 ff.)
- Gesetz über die Organisation der freiwilligen Feuerwehren im Lande, LGBl. Nr. 84/1935
- Gesetz vom 150. Juli 1948 über das Feuerwehrwesen im Lande Salzburg (Salzburger Landesfeuerwehrgesetz), LGBl. Nr. 53/1948
- Salzburger Landesfeuerwehrgesetz 1954, LGBl. Nr. 51/1954