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| | === 2010 === | | === 2010 === |
| − | Jänner 2010: Neue Sicherheitsvorschriften treiben das Flugunternehmen an den Rand des Ruins. Die Knaus-Hubschrauber müssen auf dem Boden bleiben - ein Streit mit der Austro Control beginnt. Im Oktober 2011 sieht der Verfassungsgerichtshof die Verordnung als gesetzeswidrig an. Roy Knaus klagt die Republikauf über sechs Mill. Euro Schadenersatz. Eine Entscheidung soll es im Juni 2012 geben. | + | Jänner 2010: Neue Sicherheitsvorschriften treiben das Flugunternehmen an den Rand des Ruins. Die Knaus-Hubschrauber müssen auf dem Boden bleiben - ein Streit mit der Austro Control beginnt. Im Oktober 2011 sieht der Verfassungsgerichtshof die Verordnung als gesetzeswidrig an. Roy Knaus klagt die Republik auf über sechs Mill. Euro Schadenersatz. Eine Entscheidung soll es im Juni 2012 geben. |
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| | Juli 2010: Bei einem Hubschrauberabsturz in [[Dienten]] kommt ein erfahrener Pilot aus der Schweiz ums Leben. Er hatte Beton zu einer Liftbaustelle geflogen. | | Juli 2010: Bei einem Hubschrauberabsturz in [[Dienten]] kommt ein erfahrener Pilot aus der Schweiz ums Leben. Er hatte Beton zu einer Liftbaustelle geflogen. |
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| | : ''Hauptartikel: [[Hubschrauber-Unglück Großvenediger]]'' | | : ''Hauptartikel: [[Hubschrauber-Unglück Großvenediger]]'' |
| | Am [[29. April]] [[2012]] muss der Pilot eines Knaus-Hubschrauber wegen heftigem [[Föhn]]wind und Turbulenzen im Gebiet des [[Großvenediger]]s das Tragseil in etwa zehn Meter Höhe ausklinken. Die drei Bergretter, die daran hingen und zu einem Bergeeinsatz unterwegs waren, stürzen auf den [[Gletscher]], der Chef der Alpinpolizei Lienz zieht sich dabei tödliche Verletzungen zu. | | Am [[29. April]] [[2012]] muss der Pilot eines Knaus-Hubschrauber wegen heftigem [[Föhn]]wind und Turbulenzen im Gebiet des [[Großvenediger]]s das Tragseil in etwa zehn Meter Höhe ausklinken. Die drei Bergretter, die daran hingen und zu einem Bergeeinsatz unterwegs waren, stürzen auf den [[Gletscher]], der Chef der Alpinpolizei Lienz zieht sich dabei tödliche Verletzungen zu. |
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| | + | == Nachtflug rettete Abgestürzten == |
| | + | Bei einem [[Sonnwendfeuer]] auf dem 2 325 [[m ü. A.]] hohen [[Bernkogel]] zwischen [[Rauris]] und [[Dorfgastein]] war in der Nacht vom [[16. Juni|16.]] auf [[17. Juni]] 2012 ein 44-jähriger Dorfgasteiner rund 100 Meter abgestürzt. Der Mann erlitt dabei lebensgefährliche Verletzungen. Trotz völliger Dunkelheit wurde er von der Crew des Rettungshubschraubers [[Martin 6]], bestehend aus dem Vorarlberger Pilot Hanno Berghofer (42), Notarzt Werner Landmann und Flugretter Anton Voithofer sen., gegen 00:30 Uhr geborgen und ins [[Krankenhaus Schwarzach]] geflogen. Bergrettungs-Einsatzleiter Wolfgang Rohrmoser meinte gegenüber den [[Salzburger Nachrichten]], dass der Nachtflug dem Schwerverletzten das Leben gerettet hatte. |
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| | + | Bei der Flugleitstelle [[Zell am See]] ging erst nach Dienstschluss, so gegen 23 Uhr, der Notruf ein. Dienstschluss ist für Hubschraubereinsätze und damit für die Piloten jeweils der Sonnenuntergang, der an diesem Tag um 21:50 Uhr war. Trotzdem entschloss sich Berghofer, den Einsatz zu fliegen und es wurde eine Crew aufgestellt. Die Entscheidung traf der Pilot aufgrund der guten Sichtverhältnisse (wolkenloser, sternenklarer Himmel, kein Wind). Darüber hinaus erhielt er sämtliche notwendigen Informationen über den Landeplatz bezüglich möglicher Hindernisse wie Seile u. ä. Vor dem eigentlichen Einsatz wurde noch ein Erkundungsflug durchgeführt, da sich das menschliche Auge erst nach 20 Minuten an die Dunkelheit gewöhnt hat. |
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| | + | Die Landung auf rund 2 000 m ü. A. erfolgte dann auf einer etwa 100 mal 100 Meter großen freien Wiese. Dort waren rund 15 der insgesamt 40 aufgestiegenen Bergretter, die mit ihren Lampen ein U gebildet hatten. In der Mitte war eine rote Lampe aufgestellt. Das war das Richtungssignal für Berghofer. |
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| | + | Der Stützpunkt Zell am See war der einzig noch erreichbare Rettungsstützpunkt gewesen, da es in Österreich keine Nachtbereitschaft bei der Flugrettung gibt. |
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| | + | Mit diesem Einsatz wurden aber auch kritische Stimmen widerlegt, die im Zusammenhang mit dem Hubschrauber-Unglück Großvenediger laut geworden waren, die hinter solchen (extremen) Einsatzflügen nur die Gier nach schnellem Geld gesehen haben wollen. Bei solchen Einsätzen, wie eben auch dieses Beispiel vom 16. Juni 2012 zeigte, steht der Mensch im Vordergrund und die Menschen, die ihn retten, begeben sich selbst und wie in diesem Fall freiwillig in Gefahr. ''Dass das Pongauer Flugrettungsunternehmen bisher allen Widrigkeiten meistern konnte, ist ein Glücksfall'' meinte [[Christoph Reiser]] von den ''Salzburger Nachrichten'' in seiner Rubrik "Standpunkt" in der Ausgabe vom 18. Juni 2012. |
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| | == Anschrift == | | == Anschrift == |
| | :Heli Austria GmbH | | :Heli Austria GmbH |
| | :Heliport | | :Heliport |
| − | :5600 St. Johann im Pongau | + | :5600 Sankt Johann im Pongau |
| | :Telefon: 0 64 62 - 4200 | | :Telefon: 0 64 62 - 4200 |
| | :E-Mail: fly@heli-austria.at | | :E-Mail: fly@heli-austria.at |
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| | == Quellen == | | == Quellen == |
| | * [http://www.heli-tirol.at/upload/823921_SN.PDF www.heli-tirol.at Auszug Salzburger Nachrichten 2009] | | * [http://www.heli-tirol.at/upload/823921_SN.PDF www.heli-tirol.at Auszug Salzburger Nachrichten 2009] |
| − | * {{Quelle SN|3. Dezember 2011 und 30. April 2012}} | + | * {{Quelle SN|3. Dezember 2011, 30. April und 18. Juni 2012}} |
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| | [[Kategorie:Unternehmen]] | | [[Kategorie:Unternehmen]] |