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Die Firma änderte dann ihren Firmennamen, sie nannte sich "Halleiner Motorenwerk Hinterberger, Schreitl & Co. vormals Halleiner Motorenwerk AG" und hieß schließlich '''Halleiner Motorenwerk AG''' (HMW). In den Jahren [[1955]]/[[1956|56]] begann man auf Grund der guten Verkaufsergebnisse nach einem neuen Standort Ausschau zu halten. Aber auch interne Streitereien und ein Copyright-Rechtsstreit mit "Victoria" in Nürnberg gab es zu bewältigen. Dazu kam, dass [[Eugen Grill]], Besitzer der Grill-Werke, aufgrund des österreichischen Staatsvertrages die gesamte Liegenschaft zurück bekommen sollte.  
 
Die Firma änderte dann ihren Firmennamen, sie nannte sich "Halleiner Motorenwerk Hinterberger, Schreitl & Co. vormals Halleiner Motorenwerk AG" und hieß schließlich '''Halleiner Motorenwerk AG''' (HMW). In den Jahren [[1955]]/[[1956|56]] begann man auf Grund der guten Verkaufsergebnisse nach einem neuen Standort Ausschau zu halten. Aber auch interne Streitereien und ein Copyright-Rechtsstreit mit "Victoria" in Nürnberg gab es zu bewältigen. Dazu kam, dass [[Eugen Grill]], Besitzer der Grill-Werke, aufgrund des österreichischen Staatsvertrages die gesamte Liegenschaft zurück bekommen sollte.  
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Im August 1958 verließ das letzte von 107&nbsp;053 in Hallein gefertigten Mopeds die Montagehallen und die Produktion wurde nach Kottingbrunn, NÖ., verlegt. 500 Personen verloren in Hallein ihre Arbeit<ref>Es dürfte der erste größere Personalabbau in Hallein gewesen sein, weitere Firmen folgten dann in den [[1970er]]- und [[1980er]]-Jahren</ref>. Aber noch während der Umsiedlung begann sich ein Absatzrückgang abzuzeichnen. [[1960]] wurde nur mehr ein Zehntel der Produktion von 1956 erreicht<ref>Wie übrigens auch bei anderen österreichischen Fahrrad- und Motorenherstellern wie [[KTM]] oder Puch</ref>. Erst im September 1958, bereits nach der Schließung, begann man auch in den Zeitungen darüber zu berichten. Der Salzburger [[Landeshauptmann]] [[Josef Klaus]] versuchte dann im Dezember vergeblich, [[KTM]] zur Ansiedlung in Hallein unter Beteiligung von Grill zu bewegen. Es scheiterte daran, dass Grill nicht die Freigabe der Entschädigungssumme vom Finanzminister erhielt.  
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Im August 1958 verließ das letzte von 107&nbsp;053 in Hallein gefertigten Mopeds die Montagehallen und die Produktion wurde nach Kottingbrunn, NÖ., verlegt. 500 Personen verloren in Hallein ihre Arbeit<ref>Es dürfte der erste größere Personalabbau in Hallein gewesen sein, weitere Firmen folgten dann in den [[1970er]]- und [[1980er]]-Jahren</ref>. Aber noch während der Umsiedlung begann sich ein Absatzrückgang abzuzeichnen. [[1960]] wurde nur mehr ein Zehntel der Produktion von 1956 erreicht<ref>Wie übrigens auch bei anderen österreichischen Fahrrad- und Motorenherstellern wie [[KTM]] oder Puch</ref>. Erst im September 1958, bereits nach der Schließung, begann man auch in den Zeitungen darüber zu berichten. Der Salzburger [[Landeshauptmann]] [[Josef Klaus (Politiker)|Josef Klaus]] versuchte dann im Dezember vergeblich, [[KTM]] zur Ansiedlung in Hallein unter Beteiligung von Grill zu bewegen. Es scheiterte daran, dass Grill nicht die Freigabe der Entschädigungssumme vom Finanzminister erhielt.  
    
Mittlerweile besaß die Österreichische Länderbank das Unternehmen, das das Werk Ende [[1960]] an das Stahlbauunternehmen Waagner-Biró übergab. [[1961]] konnte man bei der Wiener Frühjahrsmesse zum letzten Mal ein HMW-Modell bestaunen. Am [[16. Mai]] [[1962]] verließ das letzte der insgesamt 128&nbsp;175 gebauten HMW-Mopeds das Werk.  
 
Mittlerweile besaß die Österreichische Länderbank das Unternehmen, das das Werk Ende [[1960]] an das Stahlbauunternehmen Waagner-Biró übergab. [[1961]] konnte man bei der Wiener Frühjahrsmesse zum letzten Mal ein HMW-Modell bestaunen. Am [[16. Mai]] [[1962]] verließ das letzte der insgesamt 128&nbsp;175 gebauten HMW-Mopeds das Werk.