Salzburger Festspiele: Unterschied zwischen den Versionen

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Das Jahr [[1950]] war dann wieder ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Salzburger Festspiele. Das Bundesgesetz über die Errichtung des [[Salzburger Festspielfonds]] vom [[12. Juli]] gewährleistete eine solide wirtschaftliche Basis der Veranstaltung, [[Bertholt Brecht|Bert Brecht]] wurde auf Intervention [[Gottfried von Einem]]s ([[1947]]/[[1948|48]]) für die Zusage zur Mitarbeit die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen. Aber Brecht übersiedelte in die [[Deutsche Demokratische Republik]] (DDR), sein unvollendetes Festspielstück löste einen Skandal aus, in dessen Sog Gottfried von Einem aus dem [[Direktorium der Salzburger Festspiele|Festspieldirektorium]] ausgeschlossen wurde.
Das Jahr [[1950]] war dann wieder ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Salzburger Festspiele. Das Bundesgesetz über die Errichtung des [[Salzburger Festspielfonds]] vom [[12. Juli]] gewährleistete eine solide wirtschaftliche Basis der Veranstaltung, [[Bertholt Brecht|Bert Brecht]] wurde auf Intervention [[Gottfried von Einem]]s ([[1947]]/[[1948|48]]) für die Zusage zur Mitarbeit die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen. Aber Brecht übersiedelte in die [[Deutsche Demokratische Republik]] (DDR), sein unvollendetes Festspielstück löste einen Skandal aus, in dessen Sog Gottfried von Einem aus dem [[Direktorium der Salzburger Festspiele|Festspieldirektorium]] ausgeschlossen wurde.


Wegen seines Eintretens für die Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft an den marxistisch gesinnten Dramatiker Bert Brecht wurde der Komponist Gottfried von Einem nach kurzer heftiger Debatte mit Landeshauptmann [[Josef Klaus]] (ÖVP) während der Kuratoriumssitzung der Salzburger Festspiele am [[31. Oktober]] [[1951]] aus dem Direktorium ausgeschlossen. Von Einem bezeichnete dies als "inquisitorisches Vorgehen". Am [[6. Juli]] wurde die Kontroverse durch einen persönlichen Briefwechsel zwischen Gottfried von Einem und Landeshauptmann Josef Klaus um den Ausschluss Einems aus dem Festspieldirektorium beendet.
Wegen seines Eintretens für die Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft an den marxistisch gesinnten Dramatiker Bert Brecht wurde der Komponist Gottfried von Einem nach kurzer heftiger Debatte mit Landeshauptmann [[Josef Klaus (Politiker)|Josef Klaus]] (ÖVP) während der Kuratoriumssitzung der Salzburger Festspiele am [[31. Oktober]] [[1951]] aus dem Direktorium ausgeschlossen. Von Einem bezeichnete dies als "inquisitorisches Vorgehen". Am [[6. Juli]] wurde die Kontroverse durch einen persönlichen Briefwechsel zwischen Gottfried von Einem und Landeshauptmann Josef Klaus um den Ausschluss Einems aus dem Festspieldirektorium beendet.


Am [[9. Jänner]] [[1952]] schlugen dann die Mitglieder des [[Direktorium der Salzburger Festspiele|Direktoriums der Salzburger Festspiele]], Präsident Heinrich Puthon, [[Bernhard Paumgartner]], [[Egon Hilbert]] und [[Josef Kaut]] dem Kuratorium die Rückberufung von [[Gottfried von Einem]] in das Führungsorgan der Salzburger Festspiele vor. Erstmals fand am Vortag der Eröffnung der Festspiele, am [[25. Juli]] das [[Fest zur Festspieleröffnung]] statt.
Am [[9. Jänner]] [[1952]] schlugen dann die Mitglieder des [[Direktorium der Salzburger Festspiele|Direktoriums der Salzburger Festspiele]], Präsident Heinrich Puthon, [[Bernhard Paumgartner]], [[Egon Hilbert]] und [[Josef Kaut]] dem Kuratorium die Rückberufung von [[Gottfried von Einem]] in das Führungsorgan der Salzburger Festspiele vor. Erstmals fand am Vortag der Eröffnung der Festspiele, am [[25. Juli]] das [[Fest zur Festspieleröffnung]] statt.