Erzdiözese Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Erzdiözese Salzburg Dioezesankarte 2019.jpg|thumb|Diözesankarte 2019 nach Änderung der Dekanatszugehörigkeit.]]
[[Datei:Erzdiözese Salzburg Dioezesankarte 2019.jpg|thumb|Diözesankarte 2019 nach Änderung der Dekanatszugehörigkeit.]]
[[Datei:Erzdioezese Salzburg.jpg|thumb|Überblick über die Erzdiözese Salzburg, Stand März 2011, im Beispiel der aktuellen Pfarrgemeinderäte]]
[[Datei:Erzdioezese Salzburg.jpg|thumb|Überblick über die Erzdiözese Salzburg, Stand März 2011, im Beispiel der aktuellen Pfarrgemeinderäte]]
Die '''Erzdiözese Salzburg''' (lat. ''Archidioecesis Salisburgensis'') ist eine Diözese der [[Katholische Kirche|katholischen]] [[Kirchenprovinz Salzburg]] und umfasst seit 1817/1822 das [[Bundesland Salzburg]] sowie den [[Regionaldekanat Tiroler Teil|Nordosten]] des Bundeslandes [[Tirol]].   
Die '''Erzdiözese Salzburg''' (lat. ''Archidioecesis Salisburgensis'') ist eine Diözese der [[Katholische Kirche|katholischen]] [[Kirchenprovinz Salzburg]] und umfasst seit [[1817]]/[[1822]] das [[Bundesland Salzburg]] sowie den [[Regionaldekanat Tiroler Teil|Nordosten]] des Bundeslandes [[Tirol]].   


== Allgemeines ==
== Allgemeines ==
Als Diözese ist sie einer von neun kirchlichen Verwaltungsbezirken der [[Katholische Kirche|römisch-katholischen Kirche]] in Österreich, als Erzdiözese eine von zweien (neben Wien). Ihrem Oberhaupt unterstehen als Suffraganbistümer auch die [[Diözese Innsbruck]], die [[Diözese Feldkirch]], die [[Diözese Gurk-Klagenfurt]] und die [[Diözese Graz-Seckau]].
Als Diözese ist sie einer von neun kirchlichen Verwaltungsbezirken der römisch-katholischen Kirche in [[Österreich]], als Erzdiözese eine von zweien neben Wien. Ihrem Oberhaupt unterstehen als [[Suffraganbistum|Suffraganbistümer]] auch die [[Diözese Innsbruck]], die [[Diözese Feldkirch]], die [[Diözese Gurk-Klagenfurt]] und die [[Diözese Graz-Seckau]].


== Leitung ==
== Leitung ==
: ''Hauptartikel [[Verwaltung der Erzdiözese Salzburg]]''
: ''Hauptartikel [[Verwaltung der Erzdiözese Salzburg]]  
Die Erzdiözese wird vom [[Salzburger Erzbischof]] geleitet. Ihm zur Seite stehen ein [[Weihbischof]], ein [[Generalvikar]] und drei [[Bischofsvikar]]e.
Die Erzdiözese wird vom [[Salzburger Erzbischof]] geleitet. Ihm zur Seite stehen ein [[Weihbischof]], ein [[Generalvikar]] und drei [[Bischofsvikar]]e.


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== Gliederung==
== Gliederung==
: ''Hauptartikel [[Dekanat]]''
: ''Hauptartikel [[Dekanat]]
: ''Hauptartikel [[Pfarren der Erzdiözese Salzburg]]''
: ''Hauptartikel [[Pfarren der Erzdiözese Salzburg]]
 
Die Erzdiözese Salzburg ist in ein Stadt- und drei Regionaldekanate, 17 [[Dekanat]]e, 58 [[Pfarrverband|Pfarrverbände]] und 209 [[Pfarren der Erzdiözese Salzburg|Pfarre]]n (samt acht [[Seelsorgestelle]]n und vier Wallfahrtskirchen mit eigenem Seelsorger) gegliedert. Ein Regionaldekanat mit fünf Dekanaten umfasst den [[Regionaldekanat Tiroler Teil|Tiroler Teil der Erzdiözese]], die übrigen befinden sich in den Grenzen des Bundeslandes Salzburg:
Die Erzdiözese Salzburg ist in ein Stadt- und drei Regionaldekanate, 17 [[Dekanat]]e, 58 [[Pfarrverband|Pfarrverbände]] und 209 [[Pfarren der Erzdiözese Salzburg|Pfarre]]n (samt acht [[Seelsorgestelle]]n und vier Wallfahrtskirchen mit eigenem Seelsorger) gegliedert. Ein Regionaldekanat mit fünf Dekanaten umfasst den [[Regionaldekanat Tiroler Teil|Tiroler Teil der Erzdiözese]], die übrigen befinden sich in den Grenzen des Bundeslandes Salzburg:


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===Gründung===
===Gründung===
Die Anfänge der Erzdiözese Salzburg liegen im späten [[7. Jahrhundert]] mit dem Auftreten des [[Rupert von Worms|hl. Rupert]]. Knapp 100 Jahre später erhob Papst Leo III. [[798]] auf Wunsch Kaiser [[Karl der Große|Karls des Großen]] den Bischof von Salzburg, [[Arno]], zum Erzbischof und Metropoliten der bayerischen Kirchenprovinz. Damit ist das Erzbistum Salzburg das älteste Erzbistum des deutschsprachigen Raumes. Als [[Salzburger Kirchenprovinz|Suffraganbistümer]] wurden Arno damals [[Regensburg]], [[Passau]], [[Freising]] (alle in [[Bayern]]), Säben ([[Brixen]], [[Südtirol]]) und Neuburg an der Donau (Bayern) unterstellt.
Die Anfänge der Erzdiözese Salzburg liegen im späten [[7. Jahrhundert]] mit dem Auftreten des [[Rupert von Salzburg]]. Knapp 100 Jahre später erhob Papst Leo III. [[798]] auf Wunsch Kaiser [[Karl der Große|Karls des Großen]] den Bischof von Salzburg, [[Arno]], zum Erzbischof und Metropoliten der [[Bayerische Kirchenprovinz|bayerischen Kirchenprovinz]]. Damit ist das Erzbistum Salzburg das älteste Erzbistum des deutschsprachigen Raumes. Als Suffraganbistümer wurden Arno damals [[Regensburg]], [[Passau]], [[Freising]] und Neuburg an der Donau (alle in [[Bayern]]) sowie [[Kloster Säben|Säben]] ([[Diözese Brixen|Brixen]] in [[Südtirol]]) unterstellt.
 
[[Datei:Bistum Chiemsee, gegründet 1215 1216.jpg|thumb|Das Salzburger Eigenbistum Chiemsee, gegründet 1215/1216]]
[[Datei:Bistum Chiemsee, gegründet 1215 1216.jpg|thumb|Das Salzburger Eigenbistum Chiemsee, gegründet 1215/1216]]


===Gebiet===
===Gebiet===
Die Ausdehnung der Diözese war beträchtlich, sie reichte vom [[Inn]] bis nach Pannonien ([[Ungarn]]). Daher gründeten die Erzbischöfe die [[Salzburger Kirchenprovinz|Eigenbistümer]] [[Bistum Chiemsee|Chiemsee]], [[Gurk]], [[Seckau]] und [[Lavant]] und überließen ihnen kleine Teile der Erzdiözese, die vom verbleibenden Gebiet der Erzdiözese überlassen waren, als Diözesangebiete.
Die Ausdehnung der Diözese war beträchtlich, sie reichte vom [[Inn]] im Westen bis nach Pannonien im heutigen [[Ungarn]] nach Südosten. Daher gründeten die Erzbischöfe die [[Salzburger Kirchenprovinz|Eigenbistümer]] [[Bistum Chiemsee|Chiemsee]], [[Bistum Gurk|Gurk]], [[Bistum Seckau|Seckau]] und [[Bistum Lavant|Lavant]] und überließen ihnen kleine Teile der Erzdiözese, die vom verbleibenden Gebiet der Erzdiözese überlassen waren, als Diözesangebiete.


Zu unterscheiden ist die Erzdiözese vom ehemaligen [[Erzbischof als Landesherr oder Grundherr#Erzstift|Erzstift]], dem weltlichen Herrschaftsbereich des Erzbischofs; im [[13. Jahrhundert]] errang der Erzbischof die Landeshoheit in einem Gebiet, das zwar etwas größer war als das heutige Landesgebiet, aber nur einen kleinen Teil der Erzdiözese umfasste. Umgekehrt gehörten einige Gebiete des Erzstiftes zu anderen Diözesen, nämlich das westliche [[Zillertal]] zum Bistum [[Brixen]], das [[Brixental]] zum Salzburgischen Eigenbistum Chiemsee sowie − bis zum Jahr [[1807]] − [[Stift Mattsee|Stift]] und [[Pfarre Mattsee]], [[Obertrum]], [[Seeham]], [[Schleedorf]], [[Straßwalchen]] und [[Irrsdorf]] zum Bistum [[Passau]].
Zu unterscheiden ist die Erzdiözese vom ehemaligen [[Erzbischof als Landesherr oder Grundherr#Erzstift|Erzstift]], dem weltlichen Herrschaftsbereich des Erzbischofs. Im [[13. Jahrhundert]] errang der Erzbischof die Landeshoheit in einem Gebiet, das zwar etwas größer war als das heutige Landesgebiet, aber nur einen kleinen Teil der Erzdiözese umfasste. Umgekehrt gehörten einige Gebiete des Erzstiftes zu anderen Diözesen, nämlich das westliche [[Zillertal]] zum [[Bistum Brixen]], das [[Brixental]] zum Salzburgischen [[Bistum Chiemsee|Eigenbistum Chiemsee]] sowie − bis zum Jahr [[1807]] − [[Stift Mattsee|Stift]] und [[Pfarre Mattsee]], [[Obertrum]], [[Seeham]], [[Schleedorf]], [[Straßwalchen]] und [[Irrsdorf]] zum Bistum [[Passau]].


Wesentlich verkleinert wurde die Erzdiözese, die sich zuvor bis an die ungarische und [[Kroatien|kroatische]] Grenze erstreckte, im Jahr [[1786]] durch die Kirchenpolitik Kaiser [[Joseph II.|Josephs II.]], der die Diözesangrenzen in seinem Herrschaftsbereich mit den Landesgrenzen in Einklang zu bringen trachtete. So wurde die Salzburger Landesgrenze gegen [[Steiermark]] und [[Kärnten]] auch Diözesangrenze.  
Wesentlich verkleinert wurde die Erzdiözese, die sich zuvor bis an die ungarische und [[Kroatien|kroatische]] Grenze erstreckte, im Jahr [[1786]] durch die Kirchenpolitik Kaiser [[Joseph II.|Josephs II.]], der die Diözesangrenzen in seinem Herrschaftsbereich mit den Landesgrenzen in Einklang zu bringen trachtete. So wurde die [[Salzburger Landesgrenze]] gegen [[Steiermark]] und [[Kärnten]] auch Diözesangrenze.  


In ihrer heutigen Ausdehnung, insoweit diese insbesondere einen Teil Tirols umfasst, wurde die Erzdiözese Salzburg [[1818]] eingerichtet.
In ihrer heutigen Ausdehnung, insoweit diese insbesondere einen Teil Tirols umfasst, wurde die Erzdiözese Salzburg [[1818]] eingerichtet.
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== Zahlen ==
== Zahlen ==
2009 gab es in der Erzdiözese Salzburg  491&nbsp;685 Katholiken (-1,12 Prozent zu 2008). Das entspricht einem Anteil von 75% an der Gesamtbevölkerung des Gebiets. Knapp 300 Diözesan- und Ordenspriester versehen hier ihren Dienst, davon sind 150 Weltpriester sowie 33 Ordenspriester. 21 von ihnen kommen aus anderen Ländern, von [[Polen]], [[Rumänien]], [[Kroatien]] über Tansania, Kongo bis [[Indien]] und der [[Bundesrepublik Deutschland]]. Unterstützt werden die Pfarrer von 40 [[Diakon]]en und 105 Pastoralassistenten<ref>{{Quelle SN|15. Juni 2011}}</ref>.
=== Österreich-Daten 2012 ===
Das Budget der römisch-katholischen Kirche in Österreich war [[2012]] leicht gestiegen und betrug 537,9&nbsp;Mio. Euro. Die Zahl der in Österreich wirkenden Priester betrug 2012 insgesamt 3&nbsp;998&nbsp;Priester in Österreich (2011:&nbsp;4&nbsp;035), davon 2&nbsp;090&nbsp;Diözesanpriester, 355&nbsp;ausländische Priester und 1&nbsp;553&nbsp;Ordenspriester.
 
=== Erzdiözese Salzburg Stand 2012 ===
[[2009]] gab es in der Erzdiözese Salzburg  491&nbsp;685 Katholiken (-1,12&nbsp;Prozent zu [[2008]]). Das entspricht einem Anteil von 75&nbsp;% an der Gesamtbevölkerung des Gebiets. Knapp 300 Diözesan- und Ordenspriester versehen hier ihren Dienst, davon sind 150 Weltpriester sowie 33 Ordenspriester. 21 von ihnen kommen aus anderen Ländern, von [[Polen]], [[Rumänien]], [[Kroatien]] über Tansania, Kongo bis [[Indien]] und der [[Bundesrepublik Deutschland]]. Unterstützt werden die Pfarrer von 40 [[Diakon]]en und 105 Pastoralassistenten<ref>{{Quelle SN|15. Juni 2011}}</ref>.


Pastoralassistenten dürfen keine Sakramente spenden, halten aber Wortgottesdienste, leiten Begräbnisse und sind in der Erstkommunions- und Firmvorbereitung sowie in der Altenseelsorge tätig.
Pastoralassistenten dürfen keine Sakramente spenden, halten aber Wortgottesdienste, leiten Begräbnisse und sind in der Erstkommunions- und Firmvorbereitung sowie in der Altenseelsorge tätig.


In der Erzdiözese Salzburg wird die Gesamtzahl der Katholiken mit Stichtag 31. Dezember 2013 mit 479&nbsp;781 angegeben (2012: 484&nbsp;219). 4&nbsp;590 Personen haben die Kirche verlassen (2012: 3&nbsp;800), 373 sind wieder oder neu eingetreten (2012: 410). 34 Personen machten vom kirchlichen Angebot des Widerrufs Gebrauch (2012: 35).
=== Erzdiözese Salzburg Stand Dezember 2023 ===
* 210&nbsp;Pfarren in Salzburg und dem Tiroler Teil der Erzdiözese, acht Seelsorgestellen (wie eine eigene Gemeinde organisiert) und vier selbstständige [[Wallfahrtskirchen in Salzburg|Wallfahrtskirchen]].
* 900&nbsp;Gebäude, zirka die Hälfte davon sind Kirchen
* Rund 430&nbnp;000 Gläubige 
* 161&nbsp;Priester (davon 85&nbsp;aktiv), 70&nbsp;Ordenspriester (21&nbsp;im Dienst der Diözese), 47&nbsp;auswärtige Priester in Salzburg und Tirol 
* ca. 150 &nbsp;Laien in der Seelsorge tätig 
* rund 60&nbsp;ständige Diakone<ref>[https://www.salzburg.gv.at/magazin/Seiten/200-Jahre-Domkapitel-.aspx www.salzburg.gv.at/magazin]</ref>


=== Österreich ===
=== Das Corona-Jahr und das Budget der Erzdiözese ===
Das Budget der römisch-katholischen Kirche in Österreich ist 2012 leicht gestiegen und betrug 537,9 Mio. Euro.
Im Jahr der [[Infektionskrankheit Covid-19]] (Coronavirus) teilte die Erzdiözese im August [[2020]] mit, dass sie fünf Millionen Euro einsparen muss, da die Einnahmen aufgrund der Auswirkungen von Corona stark zurückgegangen waren. Gespart werden musste bei ihren 900 Mitarbeitern sowie bei den Investitionen in ihre rund 900 Gebäude. Budgetiert waren Einnahmen von 55 Millionen Euro. Allein bei den sonntäglichen Kollekten rechnete man mit einem Einnahmeverlust von 1,5 Millionen Euro. Intern wurde daher bereits über eine Nulllohnrunde nachgedacht, was rund 700.000 Euro im Jahr bringen würde. Hauptursache der Mindereinnahmen war, dass viele Katholiken wegen der Krise weniger verdienen würden, in Kurzarbeit oder arbeitslos seien und daher weniger Kirchenbeitrag zahlen würden. Der Beitrag umfasst 1,1 Prozent des zu versteuernden Einkommens; im Schnitt bezahlten die Salzburger Katholiken im Vorjahr 164 Euro Kirchenbeitrag.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/politik/erzdioezese-salzburg-muss-fuenf-millionen-euro-einsparen-91575520 www.sn.at], 17. August 2020</ref>


==== Priester ====
=== Kirchenaustritte ===
Die Zahl der in Österreich wirkenden Priester betrug 2012 insgesamt 3&nbsp;998 Priester in Österreich (2011: 4&nbsp;035), davon 2&nbsp;090 Diözesanpriester, 355 ausländische Priester und 1&nbsp;553 Ordenspriester.
Gegen Ende des [[20. Jahrhundert]]s setzte eine immer stärker werdende Austrittswelle ein. Verschärft durch verschiedene Skandale (sexuelle Übergriffe auf Jugendliche u. a.) erreichte die Austrittswelle [[2009]] einen neuen Höhepunkt. In Salzburg traten insgesamt 4&nbsp;441&nbsp;Personen der Kirche aus. Davon in den Tiroler Pfarren 1&nbsp;010 Personen. [[2008]] waren es 7&nbsp;163, in Tirol 1&nbsp;867, somit um 2&nbsp;722 Personen mehr als 2009. Keinen einzigen Kirchenaustritt verzeichneten vier der 210 Pfarren: [[Pfarre Hüttschlag|Hüttschlag]], [[Pfarre Muhr|Muhr]] sowie im Tiroler Teil [[Pfarre Brandberg|Brandberg]] und [[Pfarre Thierbach|Thierbach]].  


==== Kirchenaustritte ====
In der Erzdiözese Salzburg wurde die Gesamtzahl der Katholiken mit Stichtag 31.&nbsp;Dezember&nbsp;[[2013]] mit 479&nbsp;781 angegeben ([[2012]]:&nbsp;484&nbsp;219). 4&nbsp;590 Personen hatten die Kirche verlassen (2012:&nbsp;3&nbsp;800), 373&nbsp;waren wieder oder neu eingetreten (2012:&nbsp;410). 34&nbsp;Personen machten vom kirchlichen Angebot des Widerrufs Gebrauch (2012:&nbsp;35).  
Gegen Ende des [[20. Jahrhundert]]s setzte eine immer stärker werdende Austrittswelle ein. Verschärft durch verschiedene Skandale (sexuelle Übergriffe auf Jugendliche u. a.) erreichte 2009 die Austrittswelle einen neuen Höhepunkt. In Salzburg traten 2009 insgesamt 46nbsp;441 Personen der Kirche aus. Davon in den Tiroler Pfarren 16&nbsp;010 Personen. 2008 waren es 7&nbsp;.163, in Tirol 1&nbsp;867, somit um 2&nbsp;722 Personen mehr als 2009. Keinen einzigen Kirchenaustritt verzeichneten vier der 210 Pfarren: [[Pfarre Hüttschlag|Hüttschlag]], [[Pfarre Muhr|Muhr]] sowie im Tiroler Teil [[Pfarre Brandberg|Brandberg]] und [[Pfarre Thierbach|Thierbach]].  


=== Salzburg ===
==== Die Austritte 2010 in Salzburg im Detail<ref>"[[Salzburger Woche]]", Ausgabe 21.Jänner 2011</ref> ====
==== Die Austritte 2010 in Salzburg im Detail<ref>Quelle [[Salzburger Woche]] 21.Jänner 2011</ref> ====
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! Stadt Salzburg!! Flachgau!! Tennengau!! Pongau!! Lungau!! Pinzgau
! Stadt Salzburg!! Flachgau!! Tennengau!! Pongau!! Lungau!! Pinzgau
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| 1749|| 1372|| 580|| 626|| 119 ||   
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[[Wolfgang Kumpfmüller]], Leiter der Presseabteilung der Erzdiözese Salzburg, erklärt, dass der durchschnittliche [[Kirchenbeitrag]] pro Person rund 120 Euro pro Jahr betrage. Das Salzburger Kirchenbudget betrug für 2011 rund 42,4 Millionen Euro, 860&nbsp;000 Euro weniger aufgrund der Kirchenaustritte 2009. Die Erzdiöseze, die 700 Personen beschäftigt, davon 235 Geistliche, musste 2011 bei den Sachausgaben um fünf Prozent das Budget kürzen; nicht gespart wurde beim Personal und Bauinvestitionen.  
[[Wolfgang Kumpfmüller]], Leiter der Presseabteilung der Erzdiözese Salzburg, erklärt, dass der durchschnittliche [[Kirchenbeitrag]] pro Person rund 120 Euro pro Jahr betrage. Das Salzburger Kirchenbudget betrug für 2011 rund 42,4 Millionen Euro, 860&nbsp;000 Euro weniger aufgrund der Kirchenaustritte 2009. Die Erzdiöseze, die 700 Personen beschäftigte, davon 235 Geistliche, musste 2011 bei den Sachausgaben um fünf Prozent das Budget kürzen; nicht gespart wurde beim Personal und Bauinvestitionen.  


==== Austritte 2011 in Salzburg<ref>{{Quelle SN|11. Jänner 2012}}</ref> ====
==== Austritte 2011 in Salzburg<ref>{{Quelle SN|11. Jänner 2012}}</ref> ====
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Mit 31. Dezember 2011 gab es in der Erzdiözese 147 Pfarren in Salzburg und 63 in Tirol mit 487&nbsp;691 Katholiken.
Mit 31. Dezember 2011 gab es in der Erzdiözese 147 Pfarren in Salzburg und 63 in Tirol mit 487&nbsp;691 Katholiken.


=== Zahl der Kirchenaustritte Österreichweit ===
==== Zahl der Kirchenaustritte Österreichweit ====
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Kirchenaustritte nach Diözesen 2010 (Stand vorläufig)
; Kirchenaustritte nach Diözesen 2010  
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==== Das Corona-Jahr und das Budget der Erzdiözese ====
Aktuelle Daten siehe "Kirchliche Statistik" im Internet.<ref>[https://www.katholisch.at/statistik www.katholisch.at/statistik]</ref>
Im Jahr der [[Infektionskrankheit Covid-19]] (''Coronavirus'') teilte die Erzdiözese im August [[2020]] mit, dass sie fünf Millionen Euro einsparen muss, da die Einnahmen aufgrund der Auswirkungen von Corona stark zurückgegangen waren. Gespart werden musste bei ihren 900 Mitarbeitern sowie bei den Investitionen in ihre rund 900 Gebäude. Budgetiert waren Einnahmen von 55 Millionen Euro. Allein bei den sonntäglichen Kollekten rechnete man mit einem Einnahmenverlust von 1,5 Millionen Euro. Intern wurde daher bereits über eine Nulllohnrunde nachgedacht, was rund 700.000 Euro im Jahr bringen würde. Hauptursache der Mindereinnahmen war, dass viele Katholiken wegen der Krise weniger verdienen würden, in Kurzarbeit oder arbeitslos seien und daher weniger Kirchenbeitrag zahlen würden. Der Beitrag umfasst 1,1 Prozent des zu versteuernden Einkommens; im Schnitt bezahlten die Salzburger Katholiken im Vorjahr 164 Euro Kirchenbeitrag.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/politik/erzdioezese-salzburg-muss-fuenf-millionen-euro-einsparen-91575520 www.sn.at], 17. August 2020</ref>


== Weblinks ==
== Weblink ==
{{Homepage|https://www.eds.at/}}
* [[SALZBURG24]] vom [https://www.salzburg24.at/news/welt/mehrheit-westeuropaeischer-christen-nicht-aktiv-werte-aber-wichtig-58402894 29. Mai 2018], "Mehrheit westeuropäischer Christen nicht aktiv, Werte aber wichtig", Studie 2018
* [http://www.salzburg24.at/mehrheit-westeuropaeischer-christen-nicht-aktiv-werte-aber-wichtig/5275160 Mehrheit westeuropäischer Christen nicht aktiv, Werte aber wichtig], Studie 2018


== Quellen ==
== Quellen ==
* SALZBURGWIKI
{{Homepage|https://www.eds.at/}}
* Homepage der Erzdiözese
* [[SALZBURGWIKI]]
* {{Quelle SN|12. Jänner 2011 und 15. Jänner 2014}}
* {{Quelle SN|12. Jänner 2011 und 15. Jänner 2014}}
* [https://religion.orf.at/stories/3204066/ religion ORF.at am 13. Jänner 2121]
* [https://religion.orf.at/stories/3204066/ religion ORF.at am 13. Jänner 2021]
 
== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==
<references/>
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