Erbhöfe im Lungau: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 8. April 2012, 20:47 Uhr
Erbhöfe im Lungau sind bäuerliche Betriebe im politischen Bezirk Tamsweg (Lungau), die nach dem Salzburger Erbhofgesetz zum Erbhof ernannt wurden.
Allgemeines
Ein bäuerlicher Betrieb, der mindestens 200 Jahre innerhalb derselben Familie im Mannes- oder Frauenstamm vererbt wurde, kann im Bundesland Salzburg zum Erbhof ernannt werden. Die Ernennung zum Erbhof erfolgt nach dem Erbhofgesetz. Nach diesem kann auch ein Hof, der von Seitenverwandten mehr als zweiten Grades nicht im Kaufwege erworben, sondern an diese ebenfalls vererbt worden ist, zum Erbhof werden. Eine weitere Voraussetzung ist, dass der bäuerliche Betrieb mit einem Wohnhaus versehen und vom Eigentümer selbst bewirtschaftet wird. Im Salzburger Land gibt es mehr als 1 000 Erbhöfe.
Die ältesten Erbhöfe im Lungau
Die ältesten Lungauer Erbhöfe sind das Prodingergut in Tamsweg, der Seifterbauer in St. Andrä und der Zechnerbauer in Göriach (alle seit Mitte des 15. Jahrhundert im Familienbesitz).
Liste der Erbhöfe im Lungau
- der Aignerbauer in Höf, St. Michael (seit 1587 im Familienbesitz)
- der Sticklerbauer am St. Martinerberg, St. Michael (im Familienbesitz seit 1743)
- das Steinergut der Familie Pagitsch aus Ramingstein (seit 1804 im Besitz der Familie Lerchner-Pagitsch), 2005
- das Aignergut der Familie Aigner in Muhr, seit 1543 im Besitz der Familie Aigner (www.aignerhof.at)
- das Hanselagut der Familie Löcker/Rauter in Mariapfarr, seit mindestens 1661 im Besitz der Familie Löcker/Rauter, seit 1933 Erbhof (www.hansalhof.at)
Quellen
- Salzburgwiki, Erbhof