| | Das im Jahre [[1907]] verfasste Projekt sah den Ausbau des seit vielen Jahrhunderten bestehenden Ronachweges zu einer einspurigen Fahrstraße vor, die auf Sichtweite Ausweichen erhalten sollte. Der Ronachwag war ein schmaler Karrenweg, der von Wald im Pinzgau an den nördlichen Hängen des [[Salzachtal]]es, vorbei am Ronachwirt, zur Passhöhe anstieg und im Abstieg das [[Gerlostal]] am [[Speicher Durlaßboden|Durlaßboden]] erreichte. Fast gleichzeitig mit dem [[Bau der Großglockner Hochalpenstraße]] kam es zur teilweisen Verwirklichung dieses Projektes als [[Güterweg]]. Die schwierigsten Teilstrecken blieben jedoch in ihrem ursprünglichen Zustand als Karrenweg bestehen. | | Das im Jahre [[1907]] verfasste Projekt sah den Ausbau des seit vielen Jahrhunderten bestehenden Ronachweges zu einer einspurigen Fahrstraße vor, die auf Sichtweite Ausweichen erhalten sollte. Der Ronachwag war ein schmaler Karrenweg, der von Wald im Pinzgau an den nördlichen Hängen des [[Salzachtal]]es, vorbei am Ronachwirt, zur Passhöhe anstieg und im Abstieg das [[Gerlostal]] am [[Speicher Durlaßboden|Durlaßboden]] erreichte. Fast gleichzeitig mit dem [[Bau der Großglockner Hochalpenstraße]] kam es zur teilweisen Verwirklichung dieses Projektes als [[Güterweg]]. Die schwierigsten Teilstrecken blieben jedoch in ihrem ursprünglichen Zustand als Karrenweg bestehen. |
| − | Die gesamte Trasse des Ronachweges liegt am Nordhang des Salzachtales in den Urtonschieferlhängen der [[Kitzbühler Schieferalpen]]. Gegenüber der Nösslachwand oberhalb von [[Vorderkrimml]] führte der Ronachweg durch eine zwei Kilometer lange Blaiken Zone, die sich in ständiger Unruhe befindet und in den Jahren [[1890]] und [[1891]] ihre größten Abwärtsbewegungen im Ausmaß bis zu 20 m Höhenunterschied mitmachte. Oberhalb der Blaikenzone liegen Hangstellen, in denen kleine Wasseradern in der weichen Felsunterlage Rinnsale auswaschen, die sich immer mehr zu Mulden vergrößern, den Felsboden auflösen und Sümpfe und Moräste bilden. Selbst eine weitgehende Entwässerung dieser langen Hangzone vermag das labile Gleichgewicht der mächtigen, auf schlechter Felsunterlage auf ruhenden, zum Teil von Moränenablagerungen durchsetzten Verwitterungsschwarte nicht zu beseitigen. Bei Anlage eines Güterweges mit 3,5 m nutzbarer Fahrbahnbreite ist die Durchquerung dieser Blaikenzone nur dann annehmbar, wenn man an Stelle von hohen Stützmauern hölzerne Greinerwände errichtet, alle Seifengräben und Mulden tief ausfährt, um größere Geländeanschnitte zu vermeiden und wenn man sich von allem Anfang an darüber klar ist, dass selbst dann umfangreiche Instandhaltungsarbeiten in dieser Zone unvermeidlich sind. Die Anlage einer 7,5 m breiten, modernen Straße in der Trasse des Ronachweges oder einer darüber liegenden Linie würde jedoch ein so starkes Anschneiden der Hänge bedingen, dass die Gefahr der Auslösung von Rutschungen vervielfacht würde. [...] Aus diesen Gründen, ganz abgesehen von dem völligen Mangel an brauchbarem Baustein, kam die Trasse das Ronachweges für die Anlage eines modernen Straßenzuges, so bestechend und natürlich ihre verhältnismäßig gestreckte Linienführung auf den ersten Anblick auch er scheint, überhaupt nicht in Frage. (Auszug Quelle Wallack). | + | Die gesamte Trasse des Ronachweges liegt am Nordhang des Salzachtales in den Urtonschieferlhängen der [[Kitzbüheler Alpen|Kitzbüheler Schieferalpen]]. Gegenüber der Nösslachwand oberhalb von [[Vorderkrimml]] führte der Ronachweg durch eine zwei Kilometer lange Blaiken Zone, die sich in ständiger Unruhe befindet und in den Jahren [[1890]] und [[1891]] ihre größten Abwärtsbewegungen im Ausmaß bis zu 20 m Höhenunterschied mitmachte. Oberhalb der Blaikenzone liegen Hangstellen, in denen kleine Wasseradern in der weichen Felsunterlage Rinnsale auswaschen, die sich immer mehr zu Mulden vergrößern, den Felsboden auflösen und Sümpfe und Moräste bilden. Selbst eine weitgehende Entwässerung dieser langen Hangzone vermag das labile Gleichgewicht der mächtigen, auf schlechter Felsunterlage auf ruhenden, zum Teil von Moränenablagerungen durchsetzten Verwitterungsschwarte nicht zu beseitigen. Bei Anlage eines Güterweges mit 3,5 m nutzbarer Fahrbahnbreite ist die Durchquerung dieser Blaikenzone nur dann annehmbar, wenn man an Stelle von hohen Stützmauern hölzerne Greinerwände errichtet, alle Seifengräben und Mulden tief ausfährt, um größere Geländeanschnitte zu vermeiden und wenn man sich von allem Anfang an darüber klar ist, dass selbst dann umfangreiche Instandhaltungsarbeiten in dieser Zone unvermeidlich sind. Die Anlage einer 7,5 m breiten, modernen Straße in der Trasse des Ronachweges oder einer darüber liegenden Linie würde jedoch ein so starkes Anschneiden der Hänge bedingen, dass die Gefahr der Auslösung von Rutschungen vervielfacht würde. [...] Aus diesen Gründen, ganz abgesehen von dem völligen Mangel an brauchbarem Baustein, kam die Trasse das Ronachweges für die Anlage eines modernen Straßenzuges, so bestechend und natürlich ihre verhältnismäßig gestreckte Linienführung auf den ersten Anblick auch er scheint, überhaupt nicht in Frage. (Auszug Quelle Wallack). |