Weyerhof: Unterschied zwischen den Versionen
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Im Jahr [[1944]] wurde gegen den Besitzer Peter Meilinger wegen angeblicher unerlaubter Lagerhaltung beim Reichsnährstand ein Enteignungsverfahren eingeleitet, dessen Abschluss durch das Kriegsende hinfällig wurde. | Im Jahr [[1944]] wurde gegen den Besitzer Peter Meilinger wegen angeblicher unerlaubter Lagerhaltung beim Reichsnährstand ein Enteignungsverfahren eingeleitet, dessen Abschluss durch das Kriegsende hinfällig wurde. | ||
Vom 4. bis zum [[7. Mai]] 1945 wurde ein Teil der wertvollsten Bestände der Wiener Kunstsammlungen im Weyerhof deponiert. Die im Salzbergwerk [[Bad Ischl]] gelagerten Kunstschätze sollten Anfang Mai noch einmal weiter in den Westen verlagert werden. Am [[4. Mai]] fuhren mehrere Lastkraftwagen mit 184 Gemälden, 40 Säcken mit Gobelins und zwei Kisten mit Plastiken, begleitet von zwei Museumsfachleuten und bewacht von Angehörigen des SS-Kommandos „Fabian“, einem geheimen Ziel entgegen. Die Fahrtroute führte letztlich von Bad Ischl-Lauffen durch das [[Wiestal]] nach [[Hallein]], von dort weiter über [[Bischofshofen]] und [[Zell am See]] nach Bramberg. Es ist bis heute ungeklärt, warum gerade dieser Ort ausgewählt worden war. Die folgenden Ereignisse rundum das temporäre [[NS-Kunstdopot Weyerhof]] sind eine eigene Geschichte wert. | |||
Im Juni 1945 musste die Familie das Anwesen für die Amerikaner räumen. Es handelte sich um eine Gruppe amerikanischer Experten, die mehrere Wagenladungen Geheimpapiere aus NS-Archiven übersetzten und auswerteten. Im Oktober 1945 waren diese Arbeiten abgeschlossen und die Familie Meilinger konnte wieder in den Weyerhof einziehen. | Im Juni 1945 musste die Familie das Anwesen für die Amerikaner räumen. Es handelte sich um eine Gruppe amerikanischer Experten, die mehrere Wagenladungen Geheimpapiere aus NS-Archiven übersetzten und auswerteten. Im Oktober 1945 waren diese Arbeiten abgeschlossen und die Familie Meilinger konnte wieder in den Weyerhof einziehen. | ||