Schüttkasten beim Sigmundstor: Unterschied zwischen den Versionen

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Das Gebäude befindet sich am [[Herbert-von-Karajan-Platz]] Nr. 11 östlich des [[Sigmundstor]]s und westlich hinter der [[Pferdeschwemme (Hofmarstallschwemme)|Pferdeschwemme]].
Das Gebäude befindet sich am [[Herbert-von-Karajan-Platz]] Nr. 11 östlich des [[Sigmundstor]]s und westlich hinter der [[Pferdeschwemme (Hofmarstallschwemme)|Pferdeschwemme]].


Zuvor befand sich hier ein Steinbruch, aus dem der [[Nagelfluh]] für den [[Salzburger Dom]] gebrochen wurde. Ab [[1695]] wurde dort unmittelbar an der Felswand des [[Mönchsberg]]s ein [[Schüttkasten|Getreide- und Heuspeicher]] für den gegenüberliegenden [[Hofmarstall]] errichtet. Weil das funktionale Gebäude gegenüber der Prunkfassade des Hofmarstalls vergleichsweise einfach war, wurde es durch eine Schauwand kaschiert, die mit [[Pferdegemälde von Franz Anton Ebner (Hofmarstallschwemme)|Gemälden]] geschmückte wurde.
Zuvor befand sich hier ein Steinbruch, aus dem der [[Nagelfluh]] für den [[Salzburger Dom]] gebrochen wurde. Ab [[1695]] ließ [[Fürsterzbischof]] [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]] dort unmittelbar an der Felswand des [[Mönchsberg]]s einen [[Schüttkasten|Getreide- und Heuspeicher]] für den gegenüberliegenden [[Hofmarstall]] errichten. Dieses Gebäude schien aber dem Fürsterzbischof zu einfach und er betraute daher den großen [[Barock]]architekten [[Johann Bernhard Fischer von Erlach]] etwa zeitgleich mit dem Bau der [[Kollegienkirche]] ([[1694]]–[[1707]]) und dem Bau der [[Felsenreitschule]] ([[1693]]) mit der Planung einer Prospektwand. Diese sollte den bestehenden Schüttkasten verdecken und wurde direkt an den Marstall angebaut.
 
Weil das funktionale Gebäude gegenüber der Prunkfassade des Hofmarstalls vergleichsweise einfach war, wurde es durch eine Prospektwand kaschiert, die mit [[Pferdegemälde von Franz Anton Ebner (Hofmarstallschwemme)|Gemälden]] geschmückte wurde.
 
Auf einem Grundrissplan aus dem Jahr [[1806]] kam man an der Rückseite der Prospektwand ein eingeschossiges Militär-Verpflegs-Magazin mit einer Bäckerei erkennen. Diese Bäckerei ist bei späteren Umbauten bis auf die Grundmauern, insbesondere [[1957]] und [[1984]], niedergerissen und umgebaut worden. Das Blindtor in der Prospektwand, das man noch heute sehen kann, wurde damals geschlossen. Im Rahmen des [[Salzburger Festspielbezirk Projekt 2030|Salzburger Festspielbezirk Projekts 2030]] soll in Zunft dieses Tor wieder in seiner ursprünglichen Funktion als Tor zur Altstadt zurückerhalten.
 
[[1860]] wurde das südliche Seitentor mit den flankierenden Bildern, zwei Pferdebilder abgebrochen, um den Verkehr durch das Sigmundstor zu ermöglichen. Ein drittes Bild musste dann [[1915]] abgerissen werden, um Platz für die [[Gelbe Elektrische]], eine [[Straßenbahn]], zu gewinnen. Dabei wurden auch die Giebelfassaden von Schüttkasten und Magazin abgerissen und 2,5 Meter zurückversetzt neu errichtet.
 
Um [[1940]] wurden in das Magazin, einem Nebengebäude, das 1806 errichtet worden war, Garagen eingebaut. Auf Plänen von [[1957]] sind zwei Torbauten, angebaut an Schüttkasten und Magazinbau, zu erkennen. Heute besteht jedoch nur noch Torbau neben dem ehemaligen  Café Niemetz, das von [[1984]] bis [[1988]] bestand. Beim Umbau für das Café ging ein Großteil der Altstadtsubstanz verloren.
 
[[1987]] erwarb der [[Salzburger Festspielfonds]] den Schüttkasten von der Bundesgebäudeverwaltung, den er bereits zuvor als Requisitenlager angemietet hatte. Dr. [[Heinrich Wiesmüller]], bis [[1995]] [[Präsident der Salzburger Festspiele]], hatte während seiner Amtszeit maßgeblich den Weg dafür bereitet, dass der Schüttkasten, dieses letzte noch verfügbare Hofstallgebäude, für die Salzburger Festspiele Verwendung fand. Es wurde als modernes Kommunikationszentrum umgebaut, in dem Ausstellungen, Vorträge, Podiumsdiskussionen und auch Konzerte stattfinden. Zudem wurden im Schüttkasten das Kartenbüro, das Festspiel- und Max-Reinhardt-Archiv sowie der größte Probensaal der Festspiele untergebracht.
 
Im Zuge der Errichtung des [[Festspielzentrum am Herbert von Karajan-Platz|Festspielzentrums am Herbert von Karajan-Platz]] im Schüttkasten-Komplex soll auch das renovierungsbedürftige Kartenbüro neugestaltet und publikumsfreundlicher gemacht werden.


== Beschreibung ==
== Beschreibung ==
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Heute befindet sich in dem ehemaligen Schüttkasten das [[Kartenbüro der Salzburger Festspiele]].
Heute befindet sich in dem ehemaligen Schüttkasten das [[Kartenbüro der Salzburger Festspiele]].


== Nebengebäude ==
== Quellen ==
[[1806]] wurde dem Schüttkasten gegenüberliegend an der Rückseite der Schauwand ein eingeschoßiges Magazin errichtet. [[1940]] wurden zwei Torbauten mit Garagen angebaut, sodass der Innenhof geschlossen war. Später wurde der Torbau am Schüttkasten wieder abgerissen und der andere Torbau in den Jahren [[1984]] bis [[1988]] in das Café Niemetz umgebaut. Der zweite (sehr kleine) Torbau am Schüttkasten besteht daher heute nicht mehr.<ref>"[[Salzburger Nachrichten]]", [[Salzburger Festspiele]] Spezial, Juli 2919</ref>
* [https://www.salzburgerfestspiele.at/blog/die-entstehung-eines-festspielzentrums-3 www.salzburgerfestspiele.at], die Geschichte im Blogbeitrag "Die Entstehung eines Festspielzentrums", abgerufen am 29. August 2024
 
* [https://www.openstreetmap.org/relation/2135966#map=19/47.79906/13.04115 www.openstreetmap.org]
== Quelle ==
* "[[Salzburger Nachrichten]]", [[Salzburger Festspiele]] Spezial, Juli 2919
* [http://www.openstreetmap.org/relation/2135966#map=19/47.79906/13.04115 www.openstreetmap.org]


== Einzelnachweis ==
== Einzelnachweis ==
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[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
[[Kategorie:Altstadt]]
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[[Kategorie:Festspielbezirk]]
[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
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[[Kategorie:Architektur]]
[[Kategorie:Architektur]]