| | Cajetan Adlgasser wurde als erstes Kind des Lehrers ("ludimagister") und Mesners ("[A]edituus") Ulrich Adlgasser (* [[1704]]; † [[1756]]) und der Maria Läderin (Lederin) (* [[1700]]; † [[1771]]) in der dem Schulhaus gegenüberliegenden Liebfrauenkirche Niederachen (heute ein Ortsteil von Inzell), [[Kurfürstentum Bayern]], getauft.<ref>''October. / 1 Caietanus legitimus filius Vdalrici Adlgasser Editui et ludimagistri ad B.V.M. et Mariæ läderin coniugis ... '' (Taufbuch Inzell-St. Michael, p. 126).</ref> | | Cajetan Adlgasser wurde als erstes Kind des Lehrers ("ludimagister") und Mesners ("[A]edituus") Ulrich Adlgasser (* [[1704]]; † [[1756]]) und der Maria Läderin (Lederin) (* [[1700]]; † [[1771]]) in der dem Schulhaus gegenüberliegenden Liebfrauenkirche Niederachen (heute ein Ortsteil von Inzell), [[Kurfürstentum Bayern]], getauft.<ref>''October. / 1 Caietanus legitimus filius Vdalrici Adlgasser Editui et ludimagistri ad B.V.M. et Mariæ läderin coniugis ... '' (Taufbuch Inzell-St. Michael, p. 126).</ref> |
| | Fürsterzbischof [[Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach]] (reg. [[1753]]–[[1771]]) zahlte für diese Bildungsreise aus seinen "Schatullegeldern" am [[22. Jänner]] [[1764]] 500 [[Gulden]], sozusagen als Vorschuss; eine weitere Zahlung erfolgte am [[30. Juni]] über den Salzburger "Factor" (Handelsmann) ''[[Sigmund Haffner|Simund Haffner]]'' (* [[1699]]; † [[1772]]), der in [[Venedig]] eine Niederlassung hatte. Adlgasser war am Anfang dieser Reise (bis Venedig) in Begleitung seiner späteren dritte Frau, der "Hofsingerin" Fesemaier, die, wie andere begabte und aus Salzburg stammende Mädchen, in Venedig an einem der Konservatorien ihre Gesangsausbildung erhalten sollte.<ref>Siehe dazu Giuseppe Gillio: ''Cantanti mozartiane e Ospedali veneziani: spigolature d'archivio''. In: Schmid, Manfred Hermann, Hrsg.: ''Mozart Studien'' Bd. 14, S. 37–48.</ref> Sie verblieb bis in den Jänner 1766 in Venedig. Ihre Reise- und Ausbildungskosten von 610 Gulden und das Honorar für deren Lehrmeisterin in der Höhe von 100 fl. wurden ebenfalls vom Landesfürsten übernommen.<ref>Martin, Franz: ''Vom [[Salzburger Fürstenhof]] um die Mitte des [[18. Jahrhundert]]s'', in: [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19400003&zoom=2&seite=00000145 MGSLK 80, 1940, S. 145–204; S. 183ff.]</ref> Fesemaier war die letzte der Salzburger "Singerinnen", die diese Ausbildung finanziert bekam. Von nun an standen die "Hofsingerinnen", nämlich anstelle von Kastraten einer neuen Musikästhetik folgend, in der Residenz für Opern, Oratorien (= in Szene gesetzten "Geistlichen Singspielen") und in Salzburger Kirchen - mit Ausnahme des Doms! - als solistische Besetzung zur Verfügung. | | Fürsterzbischof [[Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach]] (reg. [[1753]]–[[1771]]) zahlte für diese Bildungsreise aus seinen "Schatullegeldern" am [[22. Jänner]] [[1764]] 500 [[Gulden]], sozusagen als Vorschuss; eine weitere Zahlung erfolgte am [[30. Juni]] über den Salzburger "Factor" (Handelsmann) ''[[Sigmund Haffner|Simund Haffner]]'' (* [[1699]]; † [[1772]]), der in [[Venedig]] eine Niederlassung hatte. Adlgasser war am Anfang dieser Reise (bis Venedig) in Begleitung seiner späteren dritte Frau, der "Hofsingerin" Fesemaier, die, wie andere begabte und aus Salzburg stammende Mädchen, in Venedig an einem der Konservatorien ihre Gesangsausbildung erhalten sollte.<ref>Siehe dazu Giuseppe Gillio: ''Cantanti mozartiane e Ospedali veneziani: spigolature d'archivio''. In: Schmid, Manfred Hermann, Hrsg.: ''Mozart Studien'' Bd. 14, S. 37–48.</ref> Sie verblieb bis in den Jänner 1766 in Venedig. Ihre Reise- und Ausbildungskosten von 610 Gulden und das Honorar für deren Lehrmeisterin in der Höhe von 100 fl. wurden ebenfalls vom Landesfürsten übernommen.<ref>Martin, Franz: ''Vom [[Salzburger Fürstenhof]] um die Mitte des [[18. Jahrhundert]]s'', in: [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19400003&zoom=2&seite=00000145 MGSLK 80, 1940, S. 145–204; S. 183ff.]</ref> Fesemaier war die letzte der Salzburger "Singerinnen", die diese Ausbildung finanziert bekam. Von nun an standen die "Hofsingerinnen", nämlich anstelle von Kastraten einer neuen Musikästhetik folgend, in der Residenz für Opern, Oratorien (= in Szene gesetzten "Geistlichen Singspielen") und in Salzburger Kirchen - mit Ausnahme des Doms! - als solistische Besetzung zur Verfügung. |