Zäzilia Amalia Schlegel: Unterschied zwischen den Versionen
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Ein Brief des Vaters aus Brescia vom [[26. November]] 1832 sagt u. a.: "Der unglückliche Franz starb den 20 April d. J. in dem Hause seiner Schwester. [...] er starb ohne eine schriftliche oder mündliche Anordnung treffen zu können. – Aber da das Unglück nie allein kommt, muß ich Ihnen bemerken, daß das Geld welches er hatte nach seinem Tode sich nicht mehr vorfand [...]". Vom späteren Ehemann der Zäzilia Amalia, Richard Schlegel, liegen Briefe vor, u. a. 1845 an "''Fräulein Fräulein Amalia Castelli Wohlgeboren in der Hölle''".<ref>Belege im Besitz der Familie; kleines Foto, 5 x 5 cm, von ca. 1846</ref> | Ein Brief des Vaters aus Brescia vom [[26. November]] 1832 sagt u. a.: "Der unglückliche Franz starb den 20 April d. J. in dem Hause seiner Schwester. [...] er starb ohne eine schriftliche oder mündliche Anordnung treffen zu können. – Aber da das Unglück nie allein kommt, muß ich Ihnen bemerken, daß das Geld welches er hatte nach seinem Tode sich nicht mehr vorfand [...]". Vom späteren Ehemann der Zäzilia Amalia, Richard Schlegel, liegen Briefe vor, u. a. 1845 an "''Fräulein Fräulein Amalia Castelli Wohlgeboren in der Hölle''".<ref>Belege im Besitz der Familie; kleines Foto, 5 x 5 cm, von ca. 1846</ref> | ||
Am [[21. April]] [[1846]] heiratete sie im [[Salzburger Dom]]<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-dompfarre/TRBIX/?pg=136 Trauungsbuch der Dompfarre Salzburg, Band IX, S. 134.] </ref> [[Richard Franz Schlegel]]. Zäzilia Amalia starb 14 Tage nach der Geburt ihrer Tochter Franziska Schlegel (* [[1. Juni]] [[1848]]) am 14. Juni 1848 und wurde in der [[Gruftarkaden auf dem Sebastiansfriedhof|Familiengruft]] auf dem [[Sebastiansfriedhof]] bestattet.<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-dompfarre/STBV/?pg=194 Sterbebuch der Dompfarre Salzburg, Band V, S. 281.]</ref> | Am [[21. April]] [[1846]] heiratete sie im [[Salzburger Dom]]<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-dompfarre/TRBIX/?pg=136 Trauungsbuch der Dompfarre Salzburg, Band IX, S. 134.] </ref> [[Richard Franz Schlegel]]. Zäzilia Amalia starb 14 Tage nach der Geburt ihrer Tochter [[Franziska Schlegel]] (* [[1. Juni]] [[1848]], verheiratet Spängler) am 14. Juni 1848 und wurde in der [[Gruftarkaden auf dem Sebastiansfriedhof|Familiengruft]] auf dem [[Sebastiansfriedhof]] bestattet.<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-dompfarre/STBV/?pg=194 Sterbebuch der Dompfarre Salzburg, Band V, S. 281.]</ref> | ||
Die umfangreiche Sammlung der [[Kobler-Spängler-Briefe]] enthält zahlreiche Briefe der "Mali" bzw. "Maly" (auch "Mally Kobler" [[1840]] in einem Brief von Paul C. Reschig) von verschiedenen Personen, [[1842]] und [[1844]] z. B. von Rosa Hablin (damals in Varazdin, [[Kroatien]]). Diese Beziehung scheint eine "etwas anstrengende Freundschaft" gewesen zu sein. Wiederholt wird nach Bekräftigung von "Treue" und "Liebe" verlangt. Mit Rosa korrespondierte Amalie auf Deutsch und auf Französisch. Bei den [[Kobler-Spängler-Briefe]]n ist auch ein Brief auf Italienisch erhalten geblieben.<ref>vgl. [[Kobler-Spängler-Briefe]] von 1847, jedoch nicht übertragen</ref> [[1843]] bekam sie einen Brief von "Karl"; ebenfalls 1843 schreibt sie an einen "lieben Freund" (wohl "Karl"). Zahlreich und umfangreich sind die Briefe der "Maly" bzw. "Mali" an ihre Herzensfreundin in etwa gleichem Alter, an Betti Kobler (* [[1825]]; † [[1881]]), Betti ist ihre Tante in [[Schärding]]. Ein Schwerpunkt dieser Briefe [bisher übertragen 1844 bis 1846] ist die ständige Frage nach Gesundheit und Wohlergehen, ein weiterer vielfach wiederholte Grüße von den Salzburger Familien [[Paurnfeind]], Schlögelhofer, [[Laschensky]], Kudorfer (auch Kuedorfer), [[Weizner]] usw. Neben den Beteuerungen "innigster Liebe" in für uns heute vielleicht befremdlicher Intensität stehen Forderungen nach umgehender Antwort mit "langen" Briefen. Fragen der aktuellen Mode spielen eine große Rolle; manches ist "Alltagsklatsch" mit vielleicht (für uns heute) versteckten Hinweisen auf das Salzburger Leben und auf dort beliebte Örtlichkeiten in den 1840er Jahren. Vom Ehemann [[Richard Franz Schlegel]] wird berichtet, dass er ein offenbar gefragter und mit Operationen erfolgreicher Arzt war. Wichtig ist in dem Zusammenhang auch die gesellschaftliche "Rolle", die man spielt (spielen will) und etwa mit Modebekleidung demonstrieren kann. 1848, kurz vor ihrem Tod nach der Geburt der Tochter, erzählt sie in Briefen an Betti Kobler, wie in Salzburg der [[Fasching]] mit verschiedenen Bällen festlich begangen wurde. Die Briefe an Betti von 1844 bis 1848 wurden sorgfältig aufgehoben.<ref>Alle Briefe übertragen: [[Kobler-Spängler-Briefe]]; siehe Foto oben.</ref> | Die umfangreiche Sammlung der [[Kobler-Spängler-Briefe]] enthält zahlreiche Briefe der "Mali" bzw. "Maly" (auch "Mally Kobler" [[1840]] in einem Brief von Paul C. Reschig) von verschiedenen Personen, [[1842]] und [[1844]] z. B. von Rosa Hablin (damals in Varazdin, [[Kroatien]]). Diese Beziehung scheint eine "etwas anstrengende Freundschaft" gewesen zu sein. Wiederholt wird nach Bekräftigung von "Treue" und "Liebe" verlangt. Mit Rosa korrespondierte Amalie auf Deutsch und auf Französisch. Bei den [[Kobler-Spängler-Briefe]]n ist auch ein Brief auf Italienisch erhalten geblieben.<ref>vgl. [[Kobler-Spängler-Briefe]] von 1847, jedoch nicht übertragen</ref> [[1843]] bekam sie einen Brief von "Karl"; ebenfalls 1843 schreibt sie an einen "lieben Freund" (wohl "Karl"). Zahlreich und umfangreich sind die Briefe der "Maly" bzw. "Mali" an ihre Herzensfreundin in etwa gleichem Alter, an Betti Kobler (* [[1825]]; † [[1881]]), Betti ist ihre Tante in [[Schärding]]. Ein Schwerpunkt dieser Briefe [bisher übertragen 1844 bis 1846] ist die ständige Frage nach Gesundheit und Wohlergehen, ein weiterer vielfach wiederholte Grüße von den Salzburger Familien [[Paurnfeind]], Schlögelhofer, [[Laschensky]], Kudorfer (auch Kuedorfer), [[Weizner]] usw. Neben den Beteuerungen "innigster Liebe" in für uns heute vielleicht befremdlicher Intensität stehen Forderungen nach umgehender Antwort mit "langen" Briefen. Fragen der aktuellen Mode spielen eine große Rolle; manches ist "Alltagsklatsch" mit vielleicht (für uns heute) versteckten Hinweisen auf das Salzburger Leben und auf dort beliebte Örtlichkeiten in den 1840er Jahren. Vom Ehemann [[Richard Franz Schlegel]] wird berichtet, dass er ein offenbar gefragter und mit Operationen erfolgreicher Arzt war. Wichtig ist in dem Zusammenhang auch die gesellschaftliche "Rolle", die man spielt (spielen will) und etwa mit Modebekleidung demonstrieren kann. 1848, kurz vor ihrem Tod nach der Geburt der Tochter, erzählt sie in Briefen an Betti Kobler, wie in Salzburg der [[Fasching]] mit verschiedenen Bällen festlich begangen wurde. Die Briefe an Betti von 1844 bis 1848 wurden sorgfältig aufgehoben.<ref>Alle Briefe übertragen: [[Kobler-Spängler-Briefe]]; siehe Foto oben.</ref> | ||