Pfleggericht Glanegg: Unterschied zwischen den Versionen
K Textersetzung - „http://anno.onb.ac.at/“ durch „https://anno.onb.ac.at/“ |
|||
| Zeile 4: | Zeile 4: | ||
Es bestand seit dem [[14. Jahrhundert]] bis [[1805]]. Nach dem Aussterben der [[Grafen von Plain]] fielen deren Rechte und Lehenshoheit über die Gebiete zwischen dem [[Pass Lueg]] und der [[Stadt Salzburg]] an den Salzburger [[Erzbischof]]. Dieser vergab an die [[Guetrater]] das [[Pfleggericht Grafengaden]], das mit dem Aussterben diese [[Ministerialen]]-Geschlechts aufgelöst wurde. Dadurch entstand das Pfleggericht Glanegg. | Es bestand seit dem [[14. Jahrhundert]] bis [[1805]]. Nach dem Aussterben der [[Grafen von Plain]] fielen deren Rechte und Lehenshoheit über die Gebiete zwischen dem [[Pass Lueg]] und der [[Stadt Salzburg]] an den Salzburger [[Erzbischof]]. Dieser vergab an die [[Guetrater]] das [[Pfleggericht Grafengaden]], das mit dem Aussterben diese [[Ministerialen]]-Geschlechts aufgelöst wurde. Dadurch entstand das Pfleggericht Glanegg. | ||
Sein Gerichtsbezirk erstreckte sich unter anderem über die Dörfer [[Anif]], [[Niederalm]], [[Grödig]], [[St. Leonhard (Grödig)|St. Leonhard]], [[Aigen ( | Sein Gerichtsbezirk erstreckte sich unter anderem über die Dörfer [[Anif]], [[Niederalm]], [[Grödig]], [[St. Leonhard (Grödig)|St. Leonhard]], [[Aigen (Gemeinde)|Aigen]], [[Leopoldskron-Moos (Gemeinde)|Leopoldskron-Moos]], [[Morzg (Gemeinde)|Morzg]], [[Elsbethen]], [[Puch]] und [[Oberalm]]. | ||
Der Gerichtsbezirk grenzte im Südwesten an die [[Propstei Berchtesgaden]], im Südosten an das [[Pfleggericht Golling]], im Osten an das [[Pfleggericht Wartenfels]] und im Norden an das [[Pfleggericht Radeck]] (später [[Pfleggericht Neuhaus]]). | Der Gerichtsbezirk grenzte im Südwesten an die [[Propstei Berchtesgaden]], im Südosten an das [[Pfleggericht Golling]], im Osten an das [[Pfleggericht Wartenfels]] und im Norden an das [[Pfleggericht Radeck]] (später [[Pfleggericht Neuhaus]]). | ||
| Zeile 14: | Zeile 14: | ||
Eine Aufgabe des Pflegers war auch die rechtliche Sicherung von Grenzfragen mit der Fürst-Propstei Berchtesgaden. | Eine Aufgabe des Pflegers war auch die rechtliche Sicherung von Grenzfragen mit der Fürst-Propstei Berchtesgaden. | ||
''Mit höchster Entschließung vom [[21. Jänner|21sten]] d. M. wird auch das bisher selbständige Pfleggericht Glanegg zu Hellbrunn aufgelassen...'' steht mit Bekanntmachungsdatum 25. Jänner [[1805]] in der ''Sammlung der kur-salzburgischen Landesgesetze unter Ferdinand dem Ersten'' III. Heft. Das Pfleggericht Glanegg wies bei seiner Aufhebung und Teilung an die Gerichte Salzburg, Hallein und [[Pfleggericht Neuhaus|Neuhaus]] am [[1. Februar]] 1805 insgesamt 5 127 ''Untertanen'' auf: a) für Salzburg 1 756; b) für Hallein 2 201; c) für Neuhaus 1 170;<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=18960418&query=%22Pfleggericht+Glanegg%22&ref=anno-search&seite=1 ANNO], [[Salzburger Chronik]], Ausgabe vom 18. April 1896, Seite 1</ref> | ''Mit höchster Entschließung vom [[21. Jänner|21sten]] d. M. wird auch das bisher selbständige Pfleggericht Glanegg zu Hellbrunn aufgelassen...'' steht mit Bekanntmachungsdatum 25. Jänner [[1805]] in der ''Sammlung der kur-salzburgischen Landesgesetze unter Ferdinand dem Ersten'' III. Heft. Das Pfleggericht Glanegg wies bei seiner Aufhebung und Teilung an die Gerichte Salzburg, Hallein und [[Pfleggericht Neuhaus|Neuhaus]] am [[1. Februar]] 1805 insgesamt 5 127 ''Untertanen'' auf: a) für Salzburg 1 756; b) für Hallein 2 201; c) für Neuhaus 1 170;<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=18960418&query=%22Pfleggericht+Glanegg%22&ref=anno-search&seite=1 ANNO], [[Salzburger Chronik]], Ausgabe vom 18. April 1896, Seite 1</ref> | ||
== Pfleger == | == Pfleger == | ||