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==Geschichte==
 
==Geschichte==
 
===Die Gründung der Fürstpropstei Berchtesgaden und Niederhaim===
 
===Die Gründung der Fürstpropstei Berchtesgaden und Niederhaim===
Bei der Gründung des Chorherrenstiftes [[Berchtesgaden]] in den Jahren [[1102]] bis [[1103]] haben die Grafen von [[Sulzbach]], die in der Gegend um Niederhaim, das ist das heutige St. Georgen im Pinzgau, einige Besitzungen hatten, dem Stift das Gut "Niederaim“ vermacht. Der Grundbesitz, mit dem die Gründerfamilie das Stift bedacht hat, lag durchwegs mitten im Herrschaftsbereich des [[Erzbischof]]s von Salzburg. Die Besitzungen, die zu Niederhaim gehörten, wurden mit 170 Prädien, 37 Höfen, 29 Hufen, zehn Häusern, elf Mühlen und mit einigen [[Weinbau in Salzburg|Weingärten]] angegeben. Daneben noch ansehnliche Waldanteile und einige Salzbrunnen. Ein Teil dieses Besitzes lag in Niederheim, ein anderer in der Kreuztracht Prugg, ein weiterer in [[Taxenbach]] und zwar vor allem in den Weilern [[Thannberg]] und [[March]]. Weiterer Besitz lag in [[Embach]], [[Eschenau]] und [[Rauris]]. Durch die darunter befindlichen Rechte, wie z. B. ergiebige Salzbrunnen, waren Konflikte mit dem Erzbischof vorprogrammiert. Man war daher bemüht, das Stift und seine Besitzungen kirchlicherseits abzusichern, um Zugriffe von Salzburg zu verhindern. Papst Paschalis II., (1099 bis 1118), bestätigt [[1105]] das Eigentum der Stiftung ("''allodia vestra villamm scilicet Berthesgadem et Niderhaim'', d. h., "Euer volles Eigentum, vornehmlich auch das Landgut Berchtesgaden und Niederhaim“). Er stellt gleichzeitig das Kloster Berchtesgaden unter seinen besonderen Schutz. Damit beginnt die Geschichte der Propstei von Niederhaim, später Heuberg. Es wird zum Sitz eines Berchtesgadischen weltlichen Probstes. Seine Aufgabe ist es, den gesamten Besitz des Stiftes im Pinzgau zu verwalten. Die Geschichte der Propstei wird sieben jahrhundertelang andauern. Allerdings ist die Propstei nicht von Anfang an am Standort des heutigen Schlosses, sondern zuerst in Niederhaim, dem heutigen St. Georgen im Pinzgau.
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Bei der Gründung des Chorherrenstiftes [[Berchtesgaden]] in den Jahren [[1102]] bis [[1103]] haben die Grafen von [[Sulzbach]], die in der Gegend um Niederhaim, das ist das heutige St. Georgen im Pinzgau, einige Besitzungen hatten, dem Stift das Gut "Niederaim" vermacht. Der Grundbesitz, mit dem die Gründerfamilie das Stift bedacht hat, lag durchwegs mitten im Herrschaftsbereich des [[Erzbischof]]s von Salzburg. Die Besitzungen, die zu Niederhaim gehörten, wurden mit 170 Prädien, 37 Höfen, 29 Hufen, zehn Häusern, elf Mühlen und mit einigen [[Weinbau in Salzburg|Weingärten]] angegeben. Daneben noch ansehnliche Waldanteile und einige Salzbrunnen. Ein Teil dieses Besitzes lag in Niederheim, ein anderer in der Kreuztracht Prugg, ein weiterer in [[Taxenbach]] und zwar vor allem in den Weilern [[Thannberg]] und [[March]]. Weiterer Besitz lag in [[Embach]], [[Eschenau]] und [[Rauris]]. Durch die darunter befindlichen Rechte, wie z. B. ergiebige Salzbrunnen, waren Konflikte mit dem Erzbischof vorprogrammiert. Man war daher bemüht, das Stift und seine Besitzungen kirchlicherseits abzusichern, um Zugriffe von Salzburg zu verhindern. Papst Paschalis II., (1099 bis 1118), bestätigt [[1105]] das Eigentum der Stiftung ("''allodia vestra villamm scilicet Berthesgadem et Niderhaim''" , d. h., "Euer volles Eigentum, vornehmlich auch das Landgut Berchtesgaden und Niederhaim"). Er stellt gleichzeitig das Kloster Berchtesgaden unter seinen besonderen Schutz. Damit beginnt die Geschichte der Propstei von Niederhaim, später Heuberg. Es wird zum Sitz eines Berchtesgadischen weltlichen Probstes. Seine Aufgabe ist es, den gesamten Besitz des Stiftes im Pinzgau zu verwalten. Die Geschichte der Propstei wird sieben jahrhundertelang andauern. Allerdings ist die Propstei nicht von Anfang an am Standort des heutigen Schlosses, sondern zuerst in Niederhaim, dem heutigen St. Georgen im Pinzgau.
    
===Die Herren von Niederheim===
 
===Die Herren von Niederheim===
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===Erste Herren auf Heuberg===
 
===Erste Herren auf Heuberg===
[[1296]] ist das erste Mal in einer Urkunde nicht mehr von Niederhaim allein sondern auch von einem "Heyberch“ zu lesen, was nicht bedeutet, dass dort auch der Ansitz war. Das Hochstift Berchtesgaden stellt [[1306]] über die Probstei Heuberg einen Amtmann, der die Gerichtsbarkeit über die Berchtesgadischen Besitzungen ausübt. Leider haben die Amtmänner ihr Amt oft nur kurz ausgeübt und waren in ihrer Amtsführung auch nicht immer sehr erfolgreich.  
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[[1296]] ist das erste Mal in einer Urkunde nicht mehr von Niederhaim allein sondern auch von einem "Heyberch" zu lesen, was nicht bedeutet, dass dort auch der Ansitz war. Das Hochstift Berchtesgaden stellt [[1306]] über die Probstei Heuberg einen Amtmann, der die Gerichtsbarkeit über die Berchtesgadischen Besitzungen ausübt. Leider haben die Amtmänner ihr Amt oft nur kurz ausgeübt und waren in ihrer Amtsführung auch nicht immer sehr erfolgreich.  
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In den Jahren zwischen [[1449]] und [[1510]] ist zum ersten Mal ein Probst nachweislich auf dem Heuberg gesessen. Es muss also der Amtssitz von Niederhaim auf den Heuberg verlegt worden sein. In einer Urkunde im Jahr [[1454]] wird von "Gericht und Herlikait am Heuperg“ geschrieben.  
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In den Jahren zwischen [[1449]] und [[1510]] ist zum ersten Mal ein Probst nachweislich auf dem Heuberg gesessen. Es muss also der Amtssitz von Niederhaim auf den Heuberg verlegt worden sein. In einer Urkunde im Jahr [[1454]] wird von "Gericht und Herlikait am Heuperg" geschrieben.  
 
[[1474]] ist Peter Renn Amann auf dem Heuperg.
 
[[1474]] ist Peter Renn Amann auf dem Heuperg.
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== Quellen ==
 
== Quellen ==
* [[Maximilian Effenberger|Effenberger, Maximilian]]: ''"Brucker Heimatbuch“'', Hrsg. Gemeinde Bruck an der Großglocknerstraße 1984.
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* [[Maximilian Effenberger|Effenberger, Maximilian]]: ''"Brucker Heimatbuch"'', Hrsg. Gemeinde Bruck an der Großglocknerstraße 1984.
* [[Josef Lahnsteiner|Lahnsteiner, Josef]]' ''"Unterpinzgau“, Zell am See, Taxenbach, Rauris'', Selbstverlag, Hollersbach 1960.
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* [[Josef Lahnsteiner|Lahnsteiner, Josef]]' ''"Unterpinzgau", Zell am See, Taxenbach, Rauris'', Selbstverlag, Hollersbach 1960.
    
{{SORTIERUNG: Heuberg, Schloss}}
 
{{SORTIERUNG: Heuberg, Schloss}}