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==Die Gegensätze in der Zeit des Abtes Simon Garchanetz==
 
==Die Gegensätze in der Zeit des Abtes Simon Garchanetz==
Simon war aber, wie sich bald zeigte, den sich nun stellenden gewaltigen Aufgaben als neuer Abt in einer sehr unruhigen Zeit nicht wirklich gewachsen. Auch war das Kloster durch die Streitigkeiten finanziell ganz erschöpft. Die Schriften Luthers wurden damals nicht nur in der Bevölkerung der Stadt Salzburg eifrig gelesen, sondern mindestens eben so eifrig auch von den Mönchen St. Peters. Darüber beschwerte sich Simon Garchawetz beim Fürsterzbischof [[Matthäus Lang von Wellenburg]]. Nach manchen aber lange anhaltenden Streitigkeiten zwischen dem [[Domkapitel]] und den Stift St. Peter, begann Ende Juni 1521 Erzbischof Matthäus Lang eine eingehende Visitation des Klosters. Dabei klagten die Brüder des Stiftes über den Abt, über dessen "Verschwendung“ und den wenig freundlichen Umgang, während der Abt sich bitter über den Ungehorsam der Brüder und über die hohen Prozesskosten beschwerte. Nach diesen Verhandlungen ließ der Kardinal Matthäus Lang kurzer Hand vier Mönche auf die Burg [[Festung Hohensalzburg|Hohensalzurg]] bringen und im Kerker einsperren, drei andere hielt er in seiner [[Alte Residenz|Residenz]] fest. Darauf zwang der Kardinal endgültig Abt Simon Garchanetz zum Rücktritt. Er ordnete gleichzeitig an, dass die Brüder Liebe und Eintracht pflegen müssten, wer das nicht einhalte, soll aus dem Kloster ausgeschieden werden. Die Ordens-Disziplin mit dem klösterlichen Schweigegebot müsse besser als eingehalten werden, die Fastenregeln strenger befolgt werden. Das [[Petersfrauen|Frauenkloster St. Peter]] dürfe niemand, auch nicht der Abt, ohne Notwendigkeit und schon gar nicht alleine betreten. Kurz darauf erzwang am [[2. August]] [[1522]] der Erzbischof die Wahl des neuen Abtes [[Johann von Staupitz]], von dem er sich auch eine Lösung in der Glaubensfrage versprach. Zuvor musste am [[22. April]] 1522 noch Staupitz mit Erlaubnis des Papstes in den [[Benediktinerorden]] übertreten.
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Simon war aber, wie sich bald zeigte, den sich nun stellenden gewaltigen Aufgaben als neuer Abt in einer sehr unruhigen Zeit nicht wirklich gewachsen. Auch war das Kloster durch die Streitigkeiten finanziell ganz erschöpft. Die Schriften Luthers wurden damals nicht nur in der Bevölkerung der Stadt Salzburg eifrig gelesen, sondern mindestens eben so eifrig auch von den Mönchen St. Peters. Darüber beschwerte sich Simon Garchawetz beim Fürsterzbischof [[Matthäus Lang von Wellenburg]]. Nach manchen aber lange anhaltenden Streitigkeiten zwischen dem [[Domkapitel]] und den Stift St. Peter, begann Ende Juni 1521 Erzbischof Matthäus Lang eine eingehende Visitation des Klosters. Dabei klagten die Brüder des Stiftes über den Abt, über dessen "Verschwendung" und den wenig freundlichen Umgang, während der Abt sich bitter über den Ungehorsam der Brüder und über die hohen Prozesskosten beschwerte. Nach diesen Verhandlungen ließ der Kardinal Matthäus Lang kurzer Hand vier Mönche auf die Burg [[Festung Hohensalzburg|Hohensalzurg]] bringen und im Kerker einsperren, drei andere hielt er in seiner [[Alte Residenz|Residenz]] fest. Darauf zwang der Kardinal endgültig Abt Simon Garchanetz zum Rücktritt. Er ordnete gleichzeitig an, dass die Brüder Liebe und Eintracht pflegen müssten, wer das nicht einhalte, soll aus dem Kloster ausgeschieden werden. Die Ordens-Disziplin mit dem klösterlichen Schweigegebot müsse besser als eingehalten werden, die Fastenregeln strenger befolgt werden. Das [[Petersfrauen|Frauenkloster St. Peter]] dürfe niemand, auch nicht der Abt, ohne Notwendigkeit und schon gar nicht alleine betreten. Kurz darauf erzwang am [[2. August]] [[1522]] der Erzbischof die Wahl des neuen Abtes [[Johann von Staupitz]], von dem er sich auch eine Lösung in der Glaubensfrage versprach. Zuvor musste am [[22. April]] 1522 noch Staupitz mit Erlaubnis des Papstes in den [[Benediktinerorden]] übertreten.
    
== Quellen ==
 
== Quellen ==