Heinz Eggert: Unterschied zwischen den Versionen
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"Ein Rückblick auf das 40jährige Engagement des Schaffens einer Reihe neuer Produktarten zur hochaktuellen Technikwende": | "Ein Rückblick auf das 40jährige Engagement des Schaffens einer Reihe neuer Produktarten zur hochaktuellen Technikwende": | ||
Der Anfang war [[1981]] ein wärmebrücken-minimiertes | Der Anfang war [[1981]] ein wärmebrücken-minimiertes "Zehn-Innovationen-Experimentalhaus“. [[1983]] wurde es dank eines deutschen Industrieverbandes medial erfolgreich im DACH-Raum präsentiert: Erstmals gab es u. a. 20 cm dick Styropor-Dämmstoff in den Außenwänden, neuartige Vier- und Fünfscheiben-Isolierglas-Fenster, Bauteilaktivierung mittels Sonnenabwärme des Daches oder z. B. statt üblicher Raumheizung die innenseitig temperierte Außenwand. Mitte der [[1990er]]-Jahre kam ein weiterer "Zehn-Innovationen-Experimentalbau“, der wahrscheinlich zu den ersten einer "30-cm-Dämmstoff-Kategorie" zählte, hinzu - ein Haus aus Holz, Dämmstoff und Putz (beides mit Forschungsförderung). | ||
Es folgte die Eigeninitiative | Es folgte die Eigeninitiative "neuartige Produkte für die absehbare Technikwende entwickeln, im kleinen Rahmen erzeugen und vermarkten bis der Markt reif ist, um sie ab da Dritten zur Übernahme bzw. wirtschaftlichen Verwertung anzubieten“. Das Investitionsrisiko wäre für jene, dank bewährter Produkte, gering. Das Angebot sollte Neueinsteiger ansprechen. Aber, Interesse von dort ist anonym und schwerer zu finden. Aus Klima-/Umweltsolidarität am ehesten mit redaktioneller Unterstützung eines überregionalen Nichtfachmediums mit passendem Leserkreis. Damit kann, wenn es um Pionierleistungen Einzelner geht, Klimaberichterstattung über Stillstand oder Fortschritt entscheidend sein. | ||
Aus drei Duzend einschlägiger Innovationen entstand ein, heute mit EU-Green-Deal-Zielen übereinstimmendes Portfolio wegweisender Produkte (einiges hat er unter seiner Marke SERA<small><sup>®</sup></small> herausgebracht). Daraus bietet er international hochaktuell Gewordenes zur Übernahme an: | Aus drei Duzend einschlägiger Innovationen entstand ein, heute mit EU-Green-Deal-Zielen übereinstimmendes Portfolio wegweisender Produkte (einiges hat er unter seiner Marke SERA<small><sup>®</sup></small> herausgebracht). Daraus bietet er international hochaktuell Gewordenes zur Übernahme an: | ||
* | * "Wärmesanierung für Altbauten mit zu erhaltenden Fassaden“ | ||
: Am einfachsten sind Außenwände von innen zu dämmen. Doch breiter Anwendung steht eine komplexe Feuchte-Problematik im Weg. Ausgehend von seiner Entdeckung eines bauphysikalischen Effekts, fand Eggert eine revolutionäre, Außenwand-Feuchte reduzierende Lösung (erstmals auf der Frankfurter Messe ISH 91 gezeigt). Sie besteht aus zwei Energiespar-Maßnahmen: Einer regelwidrigen Innendämmung und einem davorgesetzten Innenputz, der mittels einer speziellen (alte Heizkörper ersetzenden) Flächenheizung temperierbar ist. Mit Wärmepumpe als dritter Zusatz-Sparmaßnahme z.B. Die bauphysikalische Unbedenklichkeit, die nur per Langzeit-Erfahrung nachzuweisen war, hat Eggert durch dreißig Jahre kostenloses Beraten hunderter derartiger Sanierungen erbracht. Der Durchbruch dieser überlegenen Technik bahnt sich an - damit eine neue Klimaziele-Hoffnung für Millionen Häuser. So auch für Europas Baukulturerbe, wo es um erhaltenswerte Fassaden geht! | : Am einfachsten sind Außenwände von innen zu dämmen. Doch breiter Anwendung steht eine komplexe Feuchte-Problematik im Weg. Ausgehend von seiner Entdeckung eines bauphysikalischen Effekts, fand Eggert eine revolutionäre, Außenwand-Feuchte reduzierende Lösung (erstmals auf der Frankfurter Messe ISH 91 gezeigt). Sie besteht aus zwei Energiespar-Maßnahmen: Einer regelwidrigen Innendämmung und einem davorgesetzten Innenputz, der mittels einer speziellen (alte Heizkörper ersetzenden) Flächenheizung temperierbar ist. Mit Wärmepumpe als dritter Zusatz-Sparmaßnahme z.B. Die bauphysikalische Unbedenklichkeit, die nur per Langzeit-Erfahrung nachzuweisen war, hat Eggert durch dreißig Jahre kostenloses Beraten hunderter derartiger Sanierungen erbracht. Der Durchbruch dieser überlegenen Technik bahnt sich an - damit eine neue Klimaziele-Hoffnung für Millionen Häuser. So auch für Europas Baukulturerbe, wo es um erhaltenswerte Fassaden geht! | ||
* | * "SERA-Wandtemperierung“ | ||
: Es war [[1978]] überhaupt das erste standardisierte Wandheizungs-System (zum Temperieren von Wandverputzen) am Markt. Google gibt für die damit initiierte Produktkategorie | : Es war [[1978]] überhaupt das erste standardisierte Wandheizungs-System (zum Temperieren von Wandverputzen) am Markt. Google gibt für die damit initiierte Produktkategorie "Wandheizung“ [[2021]] ca. 450 000 Ergebnisse an. Wobei das Marktangebot zur Zeit fast nur noch Einfachsysteme aus Kunststoff umfasst. Doch diesen gegenüber unterscheidet sich die gegenständliche Technik ganz wesentlich – u. a. durch Kupferbauart (z. B. Denkmalschutz-adäquat), Wandverputz-Verstärkung (Dämmstoffuntergrund !), Schnellreagieren, hohen Wirkungsgrad, etc. Heute gilt dieses am längsten bewährte System als das für höchste Ansprüche. Ein Leitgedanke: Höchster Wärmekomfort im Winter ist gegeben, wenn die Innenseite der Außenwand statt abzukühlen auf Sommerniveau warm bleibt. Die Entwicklung wurde seinerzeit vom österr. Forschungsförderungsfonds unterstützt. | ||
* | * "Neuland: begrünbare Dämm-Putz-Fassadentechnik“ | ||
: An sommerlichen Hitzeinseln in Städten können teilweise wärmegedämmte Fassaden schuld sein. Denn dünne Putzbeschichtungen, Blechverkleidungen etc., heizen sich stärker auf. Klassische, schwere Mineralputze wären günstiger, stellen aber ein Befestigungsproblem dar. Dieses löste Eggert durch eine völlig andere Befestigungs-Technik ( | : An sommerlichen Hitzeinseln in Städten können teilweise wärmegedämmte Fassaden schuld sein. Denn dünne Putzbeschichtungen, Blechverkleidungen etc., heizen sich stärker auf. Klassische, schwere Mineralputze wären günstiger, stellen aber ein Befestigungsproblem dar. Dieses löste Eggert durch eine völlig andere Befestigungs-Technik ("Hängeputz-Fassadensystem“). Deren hohe Tragfähigkeit ermöglicht das Befestigen von PV-Einrichtungen. Oder, ermöglicht Kletterpflanzen-Bewuchs, der ja in Häusern wie auch davor, Sommerhitze abschwächt. Die allgegenwärtigen "Wärmedämm-Verbundsysteme" sind dafür ungeeignet. Zukunftsweisend ist das System z. B. durch die statisch ideal tragende Befestigung, die Verwendbarkeit biologischer Dämmplatten, die einfache Rückbau-Möglichkeit oder höhere Brand- und Schallschutz-Eigenschaften (u. a. Holzbauten aufwertend). Ein Dutzend Objekte wurde zwischen [[1990]] und [[2015]] in dieser Technik ausgeführt. Herausragendes Beispiel, weil besonders anspruchsvoll (hier [[Denkmalschutz]]), war nahe Hannover im Jahr [[2000]] (auch Expo-Rahmenprogramm) das sogenannte Trockenhaus im Fagus-Werk – einem Gropius-Bau in Alfeld mit [[Weltkulturerbe]]-Status. | ||
* Umweltrelevant: | * Umweltrelevant: "Weiterverwerten des Hightech-Rohstoffs der mit PKW-Altreifen in riesigen Mengen anfällt, ist Neuland. Mit dem ersten und einzigen Verwertungs-Produkt das die Materialeigenschaften nutzt, Zerkleinern einspart und das vor allem globalen Bedarf hätte, gelang ihm ein Durchbruch“. | ||
: Dieses Endprodukt ("Schuppenaband") wird 1) als wirtschaftlicher Zusatzschutz für im Boden verlegte Kabel und Rohrleitungen bei steinigem Terrain, Steilhängen, etc. eingesetzt. 2) als Ersatz für Sand, der sonst in großen Mengen eingesetzt werden muss (aber global knapp wird). Es ermöglicht à la longue neuen Kunststoff einzusparen. Bis [[2021]] wurden im [[Alpen]]raum etwa 100 km verbaut. Das entspricht der Verarbeitung von ca. 100 000 PKW-Altreifen (bisher besteht nur ein Pilotbetrieb). Tatsächlich bestünde weltweiter Bedarf aufgrund ständigen Wachsens und Erneuerns im Boden verlegter Leitungsnetze insbesondere des energiewendebedingten, kommenden Ausbau-Schubes. Mit dem aufkommenden Umwelt-Umdenken erlangt diese erfolgreiche Technologie noch nie dagewesene Aktualität. | : Dieses Endprodukt ("Schuppenaband") wird 1) als wirtschaftlicher Zusatzschutz für im Boden verlegte Kabel und Rohrleitungen bei steinigem Terrain, Steilhängen, etc. eingesetzt. 2) als Ersatz für Sand, der sonst in großen Mengen eingesetzt werden muss (aber global knapp wird). Es ermöglicht à la longue neuen Kunststoff einzusparen. Bis [[2021]] wurden im [[Alpen]]raum etwa 100 km verbaut. Das entspricht der Verarbeitung von ca. 100 000 PKW-Altreifen (bisher besteht nur ein Pilotbetrieb). Tatsächlich bestünde weltweiter Bedarf aufgrund ständigen Wachsens und Erneuerns im Boden verlegter Leitungsnetze insbesondere des energiewendebedingten, kommenden Ausbau-Schubes. Mit dem aufkommenden Umwelt-Umdenken erlangt diese erfolgreiche Technologie noch nie dagewesene Aktualität. | ||
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: ''SHK Profi'', Seiten 48–49, Bauverlag BV GmbH 33311 Gütersloh, 1-2018 | : ''SHK Profi'', Seiten 48–49, Bauverlag BV GmbH 33311 Gütersloh, 1-2018 | ||
: ''B + B Bauen im Bestand'', Seiten 58–60, Rudolf Müller Verlag 50933 Köln, Februar 2019 | : ''B + B Bauen im Bestand'', Seiten 58–60, Rudolf Müller Verlag 50933 Köln, Februar 2019 | ||
* Fachartikel über das | * Fachartikel über das "Hängeputz-Fassadensystem“ u. a.: | ||
: ''Bau Magazin'', Seite 47, technopress Verlag Wien, 3-1996, 4-1999 | : ''Bau Magazin'', Seite 47, technopress Verlag Wien, 3-1996, 4-1999 | ||
: ''Umbauen+Renovieren'', Archithema-Verlag, Zürich, 3-1996 | : ''Umbauen+Renovieren'', Archithema-Verlag, Zürich, 3-1996 | ||