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Sehr früh wurde an diesen Saumwegen ein Tauernhaus erbaut. Urkundlich wird das Fuscher Tauernhaus (Taferne) im erzbischöflichen Urbar im Jahre [[1327]] zu ersten Mal genannt. Es war mit einer großen [[Almwirtschaft]] verbunden, dem Erzbischof dienstpflichtig und hatte aus seiner Alpwirtschaft an den [[Salzburger Fürstenhof]] alljährlich 600 Laib Käse, zwei Böcke, zwei Ziegen und zwei Schafe zu liefern. Ferner war der Besitzer verpflichtet, den Weg auf den Fuscher Tauern einerseits bis zum [[Mittertörl]] und anderseits talwärts bis Wölflern (Weixengut) zu erhalten und mit Schneestangen zu versehen. Weiters musste er die über den Tauern führenden armen Reisenden unentgeltlich beherbergen und verpflegen und ihnen auf ihrer Wanderung behilflich sein. Für diese Verpflichtung bezog das Tauernhaus jährlich aus dem [[Getreidekasten]] zu [[Zell am See|Zell]] vier Metzen Roggen und zehn Metzen Hafer. Im obersten Stockwerk des Zeller [[Vogt- oder Kastnerturm|Vogtturms]] befand sich eine Zeit lang das Getreidemagazin. Man sieht, dass den Tauernhausbesitzern eine ähnliche Aufgabe zukam wie etwa den Brüdern am St. Bernhard in der Schweiz und anderen Alpenübergängen.
 
Sehr früh wurde an diesen Saumwegen ein Tauernhaus erbaut. Urkundlich wird das Fuscher Tauernhaus (Taferne) im erzbischöflichen Urbar im Jahre [[1327]] zu ersten Mal genannt. Es war mit einer großen [[Almwirtschaft]] verbunden, dem Erzbischof dienstpflichtig und hatte aus seiner Alpwirtschaft an den [[Salzburger Fürstenhof]] alljährlich 600 Laib Käse, zwei Böcke, zwei Ziegen und zwei Schafe zu liefern. Ferner war der Besitzer verpflichtet, den Weg auf den Fuscher Tauern einerseits bis zum [[Mittertörl]] und anderseits talwärts bis Wölflern (Weixengut) zu erhalten und mit Schneestangen zu versehen. Weiters musste er die über den Tauern führenden armen Reisenden unentgeltlich beherbergen und verpflegen und ihnen auf ihrer Wanderung behilflich sein. Für diese Verpflichtung bezog das Tauernhaus jährlich aus dem [[Getreidekasten]] zu [[Zell am See|Zell]] vier Metzen Roggen und zehn Metzen Hafer. Im obersten Stockwerk des Zeller [[Vogt- oder Kastnerturm|Vogtturms]] befand sich eine Zeit lang das Getreidemagazin. Man sieht, dass den Tauernhausbesitzern eine ähnliche Aufgabe zukam wie etwa den Brüdern am St. Bernhard in der Schweiz und anderen Alpenübergängen.
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Interessant ist, dass anlässlich der Einhebung der ersten allgemeinen Reichssteuer im Jahre [[1497]] ein gewisser Georg Pfandl als Besitzer des uralten Schwaighofes in Ferleiten genannt wird, von dem die [[Pfandlscharte]]“, wie der bekannte Geschichtsschreiber [[Hans Widmann]] behauptet, ihren Namen erhalten haben soll.
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Interessant ist, dass anlässlich der Einhebung der ersten allgemeinen Reichssteuer im Jahre [[1497]] ein gewisser Georg Pfandl als Besitzer des uralten Schwaighofes in Ferleiten genannt wird, von dem die "[[Pfandlscharte]]“, wie der bekannte Geschichtsschreiber [[Hans Widmann]] behauptet, ihren Namen erhalten haben soll.
    
[[1878]] ging das Tauernhaus in den Besitz der Familie Unterberger (Hausname Bernsteiner) über, die anstelle des alten Hauses einen hübschen Neubau errichtete, um es den Bedürfnissen des modernen Fremdenverkehrs entsprechend anzupassen. Die Familie Bernsteiner betrieb auch die [[Mainzer Hütte]].  
 
[[1878]] ging das Tauernhaus in den Besitz der Familie Unterberger (Hausname Bernsteiner) über, die anstelle des alten Hauses einen hübschen Neubau errichtete, um es den Bedürfnissen des modernen Fremdenverkehrs entsprechend anzupassen. Die Familie Bernsteiner betrieb auch die [[Mainzer Hütte]].