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==Inhaltsangabe des Verlages==
 
==Inhaltsangabe des Verlages==
Die Salzburger Bergbäuerin [[Maria Etzer]], Witwe und bereits Großmutter, wurde [[1943]] bei der [[Gestapo]] denunziert und wegen „verbotenen Umgangs“ mit einem Kriegsgefangenen zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt: ''Dieser Franzose war mir als Hilfskraft für meine Landwirtschaft zugeteilt; er war ein fleißiger und williger Arbeiter und so habe ich ihn auch behandelt''“, so Maria Etzer.
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Die Salzburger Bergbäuerin [[Maria Etzer]], Witwe und bereits Großmutter, wurde [[1943]] bei der [[Gestapo]] denunziert und wegen "verbotenen Umgangs“ mit einem Kriegsgefangenen zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt: "''Dieser Franzose war mir als Hilfskraft für meine Landwirtschaft zugeteilt; er war ein fleißiger und williger Arbeiter und so habe ich ihn auch behandelt''“, so Maria Etzer.
    
Wer hat sie denunziert? Ein Nachbar oder gar jemand aus der Familie?
 
Wer hat sie denunziert? Ein Nachbar oder gar jemand aus der Familie?
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Aus Erinnerungen der Enkelgeneration sowie aus Justiz- und Opferfürsorgeakten wird das Schicksal der Bergbäuerin nachgezeichnet. Das Buch entwirft ein neues Konzept von weiblichem Widerstand als „Lebenssorge“ und rückt eine bislang kaum untersuchte Opfergruppe des [[Nationalsozialismus]] in den Fokus, deren öffentliche Rehabilitierung noch aussteht.  
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Aus Erinnerungen der Enkelgeneration sowie aus Justiz- und Opferfürsorgeakten wird das Schicksal der Bergbäuerin nachgezeichnet. Das Buch entwirft ein neues Konzept von weiblichem Widerstand als "Lebenssorge“ und rückt eine bislang kaum untersuchte Opfergruppe des [[Nationalsozialismus]] in den Fokus, deren öffentliche Rehabilitierung noch aussteht.  
    
==Auszug aus einer Rezension in den Salzburger Nachrichten==
 
==Auszug aus einer Rezension in den Salzburger Nachrichten==
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==Rezension 1==
 
==Rezension 1==
Die Enkelin Mag.<sup>a</sup><ref>{{magistra}}</ref> Brigitte Menne aus [[Werfen]] sammelte unter zum Teil widrigen Umständen seit Jahren Material über ihre mütterliche Großmutter Maria Etzer, bevor ihre Freundin und Studienkollegin Mag.<sup>a</sup> Dr. Maria Prieler-Woldan die Aufgabe übernimmt, das Schicksal von Maria Etzer wissenschaftlich aufzuarbeiten und das Ergebnis zu publizieren. Die Sozialforscherin Maria Prieler-Woldan schildert in ihrem Buch mit dem Titel ''Das Selbstverständliche tun. Die Salzburger Bäuerin Maria Etzer und ihr verbotener Einsatz für Fremde im Nationalsozialismus'' das Leben der Pongauer Bergbäuerin Maria Etzer, die wegen ihrer religiösen und antinazistischen Haltung mit dem ihr zugeteilten französichen Kriegsgefangenen einen menschlichen Umgang pflegt. Nach Denunziation aus ihrem engeren Umfeld wird ihr ein „Geschlechtsverkehrsverbrechen“ unterstellt und Maria Etzer wird zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. 1945, nach ihrer Entlassung aus der Haft, sieht sie sich aufgrund der moralischen Verurteilung, die das Leben ehemaliger NS-Zuchthaus-Häftlinge und KZ-Insassen nach Ende des Nationalsozialismus meist lebenslänglich prägt, nicht imstande, auf ihren Hof zurückzukehren.
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Die Enkelin Mag.<sup>a</sup><ref>{{magistra}}</ref> Brigitte Menne aus [[Werfen]] sammelte unter zum Teil widrigen Umständen seit Jahren Material über ihre mütterliche Großmutter Maria Etzer, bevor ihre Freundin und Studienkollegin Mag.<sup>a</sup> Dr. Maria Prieler-Woldan die Aufgabe übernimmt, das Schicksal von Maria Etzer wissenschaftlich aufzuarbeiten und das Ergebnis zu publizieren. Die Sozialforscherin Maria Prieler-Woldan schildert in ihrem Buch mit dem Titel ''Das Selbstverständliche tun. Die Salzburger Bäuerin Maria Etzer und ihr verbotener Einsatz für Fremde im Nationalsozialismus'' das Leben der Pongauer Bergbäuerin Maria Etzer, die wegen ihrer religiösen und antinazistischen Haltung mit dem ihr zugeteilten französichen Kriegsgefangenen einen menschlichen Umgang pflegt. Nach Denunziation aus ihrem engeren Umfeld wird ihr ein "Geschlechtsverkehrsverbrechen“ unterstellt und Maria Etzer wird zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. 1945, nach ihrer Entlassung aus der Haft, sieht sie sich aufgrund der moralischen Verurteilung, die das Leben ehemaliger NS-Zuchthaus-Häftlinge und KZ-Insassen nach Ende des Nationalsozialismus meist lebenslänglich prägt, nicht imstande, auf ihren Hof zurückzukehren.
 
   
 
   
Der Autorin gelingt es mittels genauer Recherche und durch Gespräche mit noch lebenden Zeitzeugen und Zeitzeuginnen hervorragend, Maria Etzer und ihr ländliches Umfeld in der Zeit der NS-Diktatur zu portraitieren. Sie hat Maria Etzers Schicksal stellvertretend für eine ganze Gruppe von verdrängten [[NS-Opfer]]n, nämlich jener Personen – es sind in der Mehrzahl Frauen -, die aufgrund von angeblichen Liebesverhältnissen mit Vertretern oder Vertreterinnen des „Feindes“ als politische Verbrecher verurteilt und inhaftiert wurden, aus der kollektiven Verdrängung in die Mitte unserer Gesellschaft zurückgeholt. Dieses Buch stellt nicht nur die Ehre von Maria Etzer - Bergbäuerin in [[Goldegg]] im [[Pongau]] - wieder her, es ist darüber hinaus dazu geeignet, die längst überfällige Rehabilitierung dieser Opfergruppe, die in der Rangordnung noch niedriger als die ebenfalls tabuisierten Wehrmachtsdeserteure gereiht zu sein scheint, auszulösen und voranzutreiben.
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Der Autorin gelingt es mittels genauer Recherche und durch Gespräche mit noch lebenden Zeitzeugen und Zeitzeuginnen hervorragend, Maria Etzer und ihr ländliches Umfeld in der Zeit der NS-Diktatur zu portraitieren. Sie hat Maria Etzers Schicksal stellvertretend für eine ganze Gruppe von verdrängten [[NS-Opfer]]n, nämlich jener Personen – es sind in der Mehrzahl Frauen -, die aufgrund von angeblichen Liebesverhältnissen mit Vertretern oder Vertreterinnen des "Feindes“ als politische Verbrecher verurteilt und inhaftiert wurden, aus der kollektiven Verdrängung in die Mitte unserer Gesellschaft zurückgeholt. Dieses Buch stellt nicht nur die Ehre von Maria Etzer - Bergbäuerin in [[Goldegg]] im [[Pongau]] - wieder her, es ist darüber hinaus dazu geeignet, die längst überfällige Rehabilitierung dieser Opfergruppe, die in der Rangordnung noch niedriger als die ebenfalls tabuisierten Wehrmachtsdeserteure gereiht zu sein scheint, auszulösen und voranzutreiben.
    
==Quellen==
 
==Quellen==
* Buch-Vorab-Besprechung Mag.<sup>a</sup> Hannah Menne, ''Die Gans ist ihr nachgeflogen'', Wiener „Augustin“, Ausgabe vom 9.4. 2018
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* Buch-Vorab-Besprechung Mag.<sup>a</sup> Hannah Menne, ''Die Gans ist ihr nachgeflogen'', Wiener "Augustin“, Ausgabe vom 9.4. 2018
 
* Das erwähnte Buch mit dem Titel ''Das Selbstverständliche tun. Die Salzburger Bäuerin Maria Etzer und ihr verbotener Einsatz für Fremde im Nationalsozialismus''. Mit einem Nachwort von Brigitte Menne. Studienverlag 2018.
 
* Das erwähnte Buch mit dem Titel ''Das Selbstverständliche tun. Die Salzburger Bäuerin Maria Etzer und ihr verbotener Einsatz für Fremde im Nationalsozialismus''. Mit einem Nachwort von Brigitte Menne. Studienverlag 2018.
 
* [[Hedwig Kainberger]], ''Eine Goldegger Bäuerin stürzt ins Unglück'', [[SN]], 30. Juni 2018
 
* [[Hedwig Kainberger]], ''Eine Goldegger Bäuerin stürzt ins Unglück'', [[SN]], 30. Juni 2018