Hellbrunner Berg: Unterschied zwischen den Versionen
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=== Aussichten === | === Aussichten === | ||
Auf dem Hellbrunner Berg liegen drei Aussichtsorte - die auch von großer historischer Bedeutung sind. Bei schönem Wetter hat man hier Aussicht | Auf dem Hellbrunner Berg liegen drei Aussichtsorte - die auch von großer historischer Bedeutung sind. Bei schönem Wetter hat man hier Aussicht | ||
* von der [[Hohe Aussicht auf dem Hellbrunner Berg|Hohen Aussicht]] auf den [[Landschaftsgarten Hellbrunn]] und das kunstvolle Wasserparterre des Schlossgartens, auf [[Schloss Hellbrunn]] und die [[Morzger Hügel]] sowie im Hintergrund auf die | * von der [[Hohe Aussicht auf dem Hellbrunner Berg|Hohen Aussicht]] auf den [[Landschaftsgarten Hellbrunn]] und das kunstvolle Wasserparterre des Schlossgartens, auf [[Schloss Hellbrunn]] und die [[Morzger Hügel]] sowie im Hintergrund auf die Stadt Salzburg ([[Salzburg Süd]]) | ||
* von der [[Niedere Aussicht auf dem Hellbrunner Berg|Niederen Aussicht]] auf den [[Untersbergstock]], auf [[Schloss Glanegg]] und das [[Staufengebirge]] (nach Westen) | * von der [[Niedere Aussicht auf dem Hellbrunner Berg|Niederen Aussicht]] auf den [[Untersbergstock]], auf [[Schloss Glanegg]] und das [[Staufengebirge]] (nach Westen) | ||
* vom | * vom [[Watzmannblick am Hellbrunner Berg|Watzmannblick]] (nach Süden): Blick auf [[Pfarrkirche zum hl. Oswald|Kirche]] und [[Wasserschloss Anif]] sowie dahinter auf den [[Watzmannstock|Watzmann]]-, den Untersberg- (nach Westen) und den [[Göllstock]] | ||
=== Erreichbarkeit === | === Erreichbarkeit === | ||
Erreichen kann man den Berg entweder | Erreichen kann man den Berg entweder | ||
* vom Norden | * vom Norden, vom Eingang in den Schlosspark Hellbrunn am [[Fürstenweg (Salzburg)|Fürstenweg]] (Parkplatz gegen Gebühr, im Winter jedoch zeitweise frei) über Fußwege durch den Schlosspark, auch zu seiner Ostseite hin; | ||
* vom Westen | * vom Westen, vom [[Zoo Hellbrunn]] (Parkplatz gegen Gebühr) über einen Fußweg entlang der Schlossparkmauer entweder nach Norden zum Aufstieg zum [[Monatsschlössl]] oder nach Süden zum Eingang in den Schlosspark ([[Anifer Tor]]) oder | ||
* vom Süden | * vom Süden, vom Ort [[Anif]] über einen Fußweg (historisch [[Fürstenweg (Anif)|Anifer Fürstenweg]]) zum Eingang in den Schlosspark (Anifer Tor); | ||
== Geologie == | == Geologie == | ||
Der Hellbrunner Berg besteht aus [[Eiszeit|eiszeit]]lichen Konglomeraten und ganz im Süden auch aus kreidezeitlichen [[Gosau Konglomerat]]<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19421105&query=text:%22Gosaukonglomerat%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], Ausgabe vom 5. November 1942, Seite 4</ref> mit einem Alter von etwa 240 000 Jahren. Der Riegel aus harten Gosau | Der Hellbrunner Berg besteht aus [[Eiszeit|eiszeit]]lichen Konglomeraten und ganz im Süden auch aus kreidezeitlichen [[Gosau Konglomerat]]<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19421105&query=text:%22Gosaukonglomerat%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], Ausgabe vom 5. November 1942, Seite 4</ref> mit einem Alter von etwa 240 000 Jahren. Der Riegel aus harten Gosau Konglomeraten hat bewirkt, dass die [[Gletscher]] der [[Eiszeit]]en die später verfestigten Schotter aus dem Salzachbeckensee nicht wieder wegschürfen konnten und der Konglomerat so erhalten blieb. Die Felswand im Westen entstand vor etwa 6 000 Jahren, als die [[Salzach]] bzw. deren Seitenarme hier vorbei flossen<ref>Zitat, [[Anif. Kultur, Geschichte und Wirtschaft von Anif, Niederalm und Neu-Anif]] von Univ.-Prof. Dr. [[Heinz Dopsch]], Beitrag von Christian Uhlir, Seite 17</ref>. Der Konglomerat wurde im Bereich des [[Steintheater]]s für den Bau von [[Schloss Hellbrunn]] gebrochen. | ||
== Geschichte == | == Geschichte == | ||
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==Die Tierwelt und die Pilze des Berges== | ==Die Tierwelt und die Pilze des Berges== | ||
Eindrucksvoll sind die in den Felsen des Hellbrunner Berges ruhenden oder vor der Wand segelnden [[Weißkopfgeier]]. Die Attraktion geht auf eine Freilassung von Volieretieren im Jahr 1966 zurück. Der [[Uhu]], unsere größte Eule brütet zeitweilig in den Felswänden und auch die Dohlen nisten hier in Felshöhlen | Eindrucksvoll sind die in den Felsen des Hellbrunner Berges ruhenden oder vor der Wand segelnden [[Weißkopfgeier]]. Die Attraktion geht auf eine Freilassung von Volieretieren im Jahr [[1966]] zurück. | ||
Der [[Uhu]], unsere größte Eule brütet zeitweilig in den Felswänden und auch die Dohlen nisten hier in Felshöhlen Im Winter klettert der seltene [[Alpenmauerläufer]] auf der Suche nach Nahrung über die Felsen. | |||
Der Kalkbuchenwald des Hellbrunner Berges zählt zu den artenreichsten Pilz-Lebensräumen des Stadtgebietes. Insgesamt hat konnte der Pilzexperte Dr. [[Thomas Rücker]] hier 311 verschiedene Pilzarten nachweisen. | Der Kalkbuchenwald des Hellbrunner Berges zählt zu den artenreichsten [[Pilz]]-Lebensräumen des Stadtgebietes. Insgesamt hat konnte der Pilzexperte Dr. [[Thomas Rücker]] hier 311 verschiedene Pilzarten nachweisen. Bis nach 1800 war der Hellbrunnerberg der wichtigste Teil des Jagdwildgartens, der forstlich daher nie nennenswert genutzt war. Zu den seltenen [[Käfer]]arten gehört auch der EU-weit streng geschützte [[Eremit (Käfer)|Eremit]], eine Käferart, die im Jahr [[2022]] erneut hier gefunden werden konnte. Zum Schlosspark der [[Renaissance]] des [[17. Jahrhundert]]s gehörte neben dem Lustgarten stets auch ein großer Jagdgarten. In diesem Jagdgarten und in alten herrschaftlichen Alleen findet sich heute der Großteil der noch erhaltenen mehrhundertjährigen Bäume samt ihrem Moder und Totholz. Solche Lebensräume sind daher der wichtigste Rückzugsort für eine stark bedrohte Kleintierwelt. | ||
Bis nach 1800 war der Hellbrunnerberg der wichtigste Teil des Jagdwildgartens, der forstlich daher nie nennenswert genutzt war. Zu den seltenen | |||
Die Wiederherstellung des urwüchsigen Waldbildes mit seinem prägenden Alt- und Totholz auf dem Hellbrunner Berg ist nicht nur für die Artenvielfalt wichtig, sondern auch ein Beitrag zum Klimaschutz. | Die Wiederherstellung des urwüchsigen Waldbildes mit seinem prägenden Alt- und Totholz auf dem Hellbrunner Berg ist nicht nur für die Artenvielfalt wichtig, sondern auch ein Beitrag zum Klimaschutz. | ||
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== | == Quellen == | ||
* [[Reinhard Medicus|Medicus, Reinhard]]: ''[[Salzburgs Stadtberge und Stadtgärten im Wandel der Zeit]]'', [[Verlag Anton Pustet]], Salzburg, 2021 | * [[Reinhard Medicus|Medicus, Reinhard]]: ''[[Salzburgs Stadtberge und Stadtgärten im Wandel der Zeit]]'', [[Verlag Anton Pustet]], Salzburg, 2021 | ||
* Medicus, Reinhard: ''Der Hellbrunner Berg in Kultur- und Naturgeschichte'', in: [[Bastei]] Zeitschrift des Stadtvereines Folge 2007/3 | * Medicus, Reinhard: ''Der Hellbrunner Berg in Kultur- und Naturgeschichte'', in: [[Bastei]] Zeitschrift des Stadtvereines Folge 2007/3 | ||