Hans Walter Vavrovsky: Unterschied zwischen den Versionen
K (Textersetzung - „geb.“ durch „geborene“) |
K (überarbeitet) |
||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
[[Datei:Vavrovsky Verabschiedung St Virgil.JPG|thumb|Verabschiedung von Prälat Hans-Walter Vavrovsky als Rektor des [[Bildungshaus St. Virgil|Bildungshauses St. Virgil]]: von links: [[Landeshauptmann]] [[Wilfried Haslauer junior]], [[Erzbischof]] [[Franz Lackner (Erzbischof)|Franz Lackner]], und Prälat Hans-Walter Vavrovsky, sein Nachfolger [[Michael Max]] und [[Vizebürgermeister]] [[Harald Preuner]]]] | [[Datei:Vavrovsky Verabschiedung St Virgil.JPG|thumb|Verabschiedung von Prälat Hans-Walter Vavrovsky als Rektor des [[Bildungshaus St. Virgil|Bildungshauses St. Virgil]]: von links: [[Landeshauptmann]] [[Wilfried Haslauer junior]], [[Erzbischof]] [[Franz Lackner (Erzbischof)|Franz Lackner]], und Prälat Hans-Walter Vavrovsky, sein Nachfolger [[Michael Max]] und [[Vizebürgermeister]] [[Harald Preuner]]]] | ||
| − | Prälat Dr. '''Hans Walter Vavrovsky''' (* [[21. August]] [[1944]] [[Seekirchen]]) aus der Familie [[Vavrovsky]], ein Enkel des Bankiers [[Carl | + | Prälat Dr. theol. '''Hans Walter Vavrovsky''' (* [[21. August]] [[1944]] [[Seekirchen]]) aus der Familie [[Vavrovsky]], ein Enkel des Bankiers [[Carl III. Spängler|Carl III. Spängler]], ist ein Salzburger römisch-katholischer Geistlicher. |
== Leben == | == Leben == | ||
| − | Hans Vavrovsky ist der älteste der | + | Hans Vavrovsky ist der älteste der fünf Söhne des Salzburger Rechtsanwalts und [[Vizebürgermeister]]s der [[Stadt Salzburg]] (von [[1964]] bis [[1967]]) Dr. [[Walter Vavrovsky]] (* [[1916]]; † [[1998]]) und der Margarete Maria, geborene [[Spängler]]. |
Er studierte bei Joseph Ratzinger (dem späteren Papst Benedikt XVI.) in [[Deutschland#Nordrhein-Westfalen|Münster (Westfalen)]] und zählt, so wie der Wiener Kardinal Schönborn, zu dessen Schülerkreis. | Er studierte bei Joseph Ratzinger (dem späteren Papst Benedikt XVI.) in [[Deutschland#Nordrhein-Westfalen|Münster (Westfalen)]] und zählt, so wie der Wiener Kardinal Schönborn, zu dessen Schülerkreis. | ||
| − | Am [[29. Juni]] [[1968]] empfing er in Salzburg die Priesterweihe, seine Primiz feierte er in [[Maria Plain]]. | + | Am [[29. Juni]] [[1968]] empfing er in Salzburg die Priesterweihe, seine Primiz feierte er in der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain|Wallfahrtskirche Maria Plain]]. |
| − | Nach Jahren als Kooperator in [[ | + | Nach Jahren als Kooperator in der [[Pfarre Mayrhofen]] im [[Zillertal]] und [[Pfarre Brandberg im Zillertal|Brandberg]] wirkte er von [[1973]] bis [[1983]] als [[Pfarrer von Rattenberg|Pfarrer]] von [[Pfarre Rattenberg|Rattenberg]] im [[Dekanat Reith im Alpbachtal]] ([[Nordtirol]]). Seinem Einsatz ist die Renovierung der Stadtpfarrkirche von Rattenberg zu verdanken. Zum Dank ernannte ihn die Stadt [[Rattenberg]] [[1983]] zum Ehrenbürger. |
| − | Während dieser Zeit erlangte er [[1978]] an der Universität Innsbruck mit seiner Dissertation über das Thema | + | Während dieser Zeit erlangte er [[1978]] an der Universität Innsbruck mit seiner Dissertation über das Thema „Zielgebot und Erfüllungsgebot. Analyse und Kritik eines moraltheologischen Problems bei Bernhard Häring“ das Doktorat der Theologie. |
[[1983]] wurde er von [[Erzbischof]] Dr. [[Karl Berg]] mit der Leitung des [[Bildungshaus St. Virgil|Bildungshauses St. Virgil]], des Zentrums der Erwachsenenbildung der [[Erzdiözese Salzburg]], betraut. Dieses leitete er bis Ende August 2016. Am [[17. Oktober]] 2016 wurde er offiziell verabschiedet. | [[1983]] wurde er von [[Erzbischof]] Dr. [[Karl Berg]] mit der Leitung des [[Bildungshaus St. Virgil|Bildungshauses St. Virgil]], des Zentrums der Erwachsenenbildung der [[Erzdiözese Salzburg]], betraut. Dieses leitete er bis Ende August 2016. Am [[17. Oktober]] 2016 wurde er offiziell verabschiedet. | ||
| Zeile 17: | Zeile 17: | ||
Vavrovsky gehört seit [[1988]] dem [[Domkapitel]] und dem [[Erzbischöfliches Konsistorium|erzbischöflichen Konsistorium]] an. Er ist Diözesanbeauftragter für Europafragen, Mitglied der Europakommission der Bischofskonferenz, des Forums Kath. Erwachsenenbildung, der Europäischen Akademie der Wissenschaften und anderer Gremien. Seit [[1999]] ist ihm auch das Amt des Kirchenrektors von [[Obertauern]] anvertraut. | Vavrovsky gehört seit [[1988]] dem [[Domkapitel]] und dem [[Erzbischöfliches Konsistorium|erzbischöflichen Konsistorium]] an. Er ist Diözesanbeauftragter für Europafragen, Mitglied der Europakommission der Bischofskonferenz, des Forums Kath. Erwachsenenbildung, der Europäischen Akademie der Wissenschaften und anderer Gremien. Seit [[1999]] ist ihm auch das Amt des Kirchenrektors von [[Obertauern]] anvertraut. | ||
| − | 2004 wurde | + | [[2004]] wurde Monsignore Hans-Walter Vavrovsky Ehrenprälat des Papstes. Damit wurden besonders seine Verdienste um die Fort- und Ausbildung von kirchlichen Mitarbeitern sowie die Anerkennung, die er dem [[Bildungshaus St. Virgil|Bildungszentrum St. Virgil]] verschafft hat, gewürdigt. [[Erzbischof]] [[Alois Kothgasser]] unterstrich in seiner Laudatio, dass es dem besonderen Engagement Vavrovskys zu verdanken sei, „dass St. Virgil heute wahrscheinlich das Bildungszentrum der katholischen Kirche in Österreich ist“. Vavrovsky nehme sich auch brisanter kirchlicher und gesellschaftlicher Themen an. „Ich denke hier etwa an die Thematik Bioethik, an das Projekt Geistliches Zentrum Salzburg, das er mit Wachsamkeit und Engagement begleitet“, stellte Erzbischof Kothgasser fest. |
Von [[2010]] bis [[2015]] war Vavrovsky [[Domdechant]]. | Von [[2010]] bis [[2015]] war Vavrovsky [[Domdechant]]. | ||
| − | Der mittlerweile zum Prälat ernannte Geistliche ist auch Vorsitzender des | + | Der mittlerweile zum Prälat ernannte Geistliche ist auch Vorsitzender des [[Domkapitel]]s und hatte daher die im Jahr [[2015]] erfolgte Wahl des Erzbischofs zu leiten. „Ich öffne da nur das Briefkuvert“, sagt er bescheiden. Aber hätte er auch nicht selbst Ambitionen auf das Amt gehabt? „Mein Name wird da sicher nicht drinnenstehen“, sagte er [[2013]] lachend in einem Interview mit den [[Salzburger Nachrichten]]. |
== O-Ton == | == O-Ton == | ||
| − | : | + | : „Eine Kirche muss offen sein für Andersdenkende und eine Kirche, die offen ist, muss auch damit rechnen, dass sie Schwierigkeiten bekommt, dass sie nicht von allen geliebt wird.“ |
== Auszeichnungen == | == Auszeichnungen == | ||
| − | Vavrovsky wurde 1983 zum Ehrenbürger von Rattenberg ernannt. 1996 erhielt er das Goldene [[Ehrenzeichen des Landes Salzburg]]. 2004 wurde er zum ''Monsignore'' (Ehrentitel als Ehrenprälat des Papstes) ernannt. 2014 erhielt er den persönlich gewidmeten [[Ehrenbecher des Landes Salzburg|Ehrenbecher des Landeshauptmann]]s. | + | Vavrovsky wurde 1983 zum Ehrenbürger von Rattenberg ernannt. [[1996]] erhielt er das Goldene [[Ehrenzeichen des Landes Salzburg]]. [[2004]] wurde er zum ''Monsignore'' (Ehrentitel als Ehrenprälat des Papstes) ernannt. [[2014]] erhielt er den persönlich gewidmeten [[Ehrenbecher des Landes Salzburg|Ehrenbecher des Landeshauptmann]]s. |
| − | |||
| − | |||
== Quellen == | == Quellen == | ||
*Regesta Ecclesiastica Salisburgensia ([[RES]]), Eintrag ''[https://res.icar-us.eu/index.php/Vavrovsky,_Hans-Walter_(1944-) Vavrovsky, Hans-Walter (1944-)] | *Regesta Ecclesiastica Salisburgensia ([[RES]]), Eintrag ''[https://res.icar-us.eu/index.php/Vavrovsky,_Hans-Walter_(1944-) Vavrovsky, Hans-Walter (1944-)] | ||
* Artikel „Prälat des Papstes“, [[Salzburger Nachrichten]] vom 8. April 2004. | * Artikel „Prälat des Papstes“, [[Salzburger Nachrichten]] vom 8. April 2004. | ||
| − | * | + | * search.salzburg.com/articles/14175652?highlight=Walter+Vavrovsky „Neuer Dechant leitet die Bischofswahl“, Salzburg Online 30.10.2010 |
| − | * Artikel „Prälat Vavrovsky leitet Bildungszentrum St. Virgil seit 25 Jahren“, kathpress | + | * Artikel „Prälat Vavrovsky leitet Bildungszentrum St. Virgil seit 25 Jahren“, kathpress www.virgil.at/fileadmin/user_upload/downloads/25-jaehriges_Jubilaeum_Rektor_Kathpress.pdf Nr. 229 vom 29.9.2008 |
* {{Quelle SN|3. September 2013}} | * {{Quelle SN|3. September 2013}} | ||
| − | * Salzburger Nachrichten vom 4. März 2016: [ | + | * Salzburger Nachrichten vom 4. März 2016: [https://www.sn.at/salzburg/politik/personalentscheidungen-dioezese-vergibt-hauptrollen-neu-1693147 Personalentscheidungen: Diözese vergibt Hauptrollen neu], [[Michaela Hessenberger]] |
* [[Salzburger Landeskorrespondenz]] vom 17. Oktober 2016: [https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/detail?nachrid=57263 ''Mehr als 30 Jahre Engagement für Bildungshaus St. Virgil] | * [[Salzburger Landeskorrespondenz]] vom 17. Oktober 2016: [https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/detail?nachrid=57263 ''Mehr als 30 Jahre Engagement für Bildungshaus St. Virgil] | ||
| Zeile 62: | Zeile 60: | ||
[[Kategorie:Person]] | [[Kategorie:Person]] | ||
[[Kategorie:Person (Familie)]] | [[Kategorie:Person (Familie)]] | ||
| + | [[Kategorie:Spängler]] | ||
| + | [[Kategorie:Erzdiözese]] | ||
| + | [[Kategorie:Geschichte (Erzdiözese)]] | ||
| + | [[Kategorie:Kultur und Bildung]] | ||
[[Kategorie:Religion]] | [[Kategorie:Religion]] | ||
[[Kategorie:Person (Kirche)]] | [[Kategorie:Person (Kirche)]] | ||
| + | [[Kategorie:Person (Katholische Kirche)]] | ||
[[Kategorie:Katholische Kirche]] | [[Kategorie:Katholische Kirche]] | ||
| − | [[Kategorie: | + | [[Kategorie:Priester]] |
| + | [[Kategorie:Pfarrer]] | ||
| + | [[Kategorie:Pfarrer (Katholische Kirche)]] | ||
[[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne]] | [[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne]] | ||
| − | [[Kategorie: | + | [[Kategorie:Flachgau]] |
| + | [[Kategorie:Seekirchen am Wallersee]] | ||
[[Kategorie:Geboren 1944]] | [[Kategorie:Geboren 1944]] | ||
Version vom 10. September 2022, 12:24 Uhr
Prälat Dr. theol. Hans Walter Vavrovsky (* 21. August 1944 Seekirchen) aus der Familie Vavrovsky, ein Enkel des Bankiers Carl III. Spängler, ist ein Salzburger römisch-katholischer Geistlicher.
Leben
Hans Vavrovsky ist der älteste der fünf Söhne des Salzburger Rechtsanwalts und Vizebürgermeisters der Stadt Salzburg (von 1964 bis 1967) Dr. Walter Vavrovsky (* 1916; † 1998) und der Margarete Maria, geborene Spängler.
Er studierte bei Joseph Ratzinger (dem späteren Papst Benedikt XVI.) in Münster (Westfalen) und zählt, so wie der Wiener Kardinal Schönborn, zu dessen Schülerkreis.
Am 29. Juni 1968 empfing er in Salzburg die Priesterweihe, seine Primiz feierte er in der Wallfahrtskirche Maria Plain.
Nach Jahren als Kooperator in der Pfarre Mayrhofen im Zillertal und Brandberg wirkte er von 1973 bis 1983 als Pfarrer von Rattenberg im Dekanat Reith im Alpbachtal (Nordtirol). Seinem Einsatz ist die Renovierung der Stadtpfarrkirche von Rattenberg zu verdanken. Zum Dank ernannte ihn die Stadt Rattenberg 1983 zum Ehrenbürger.
Während dieser Zeit erlangte er 1978 an der Universität Innsbruck mit seiner Dissertation über das Thema „Zielgebot und Erfüllungsgebot. Analyse und Kritik eines moraltheologischen Problems bei Bernhard Häring“ das Doktorat der Theologie.
1983 wurde er von Erzbischof Dr. Karl Berg mit der Leitung des Bildungshauses St. Virgil, des Zentrums der Erwachsenenbildung der Erzdiözese Salzburg, betraut. Dieses leitete er bis Ende August 2016. Am 17. Oktober 2016 wurde er offiziell verabschiedet.
Vavrovsky gehört seit 1988 dem Domkapitel und dem erzbischöflichen Konsistorium an. Er ist Diözesanbeauftragter für Europafragen, Mitglied der Europakommission der Bischofskonferenz, des Forums Kath. Erwachsenenbildung, der Europäischen Akademie der Wissenschaften und anderer Gremien. Seit 1999 ist ihm auch das Amt des Kirchenrektors von Obertauern anvertraut.
2004 wurde Monsignore Hans-Walter Vavrovsky Ehrenprälat des Papstes. Damit wurden besonders seine Verdienste um die Fort- und Ausbildung von kirchlichen Mitarbeitern sowie die Anerkennung, die er dem Bildungszentrum St. Virgil verschafft hat, gewürdigt. Erzbischof Alois Kothgasser unterstrich in seiner Laudatio, dass es dem besonderen Engagement Vavrovskys zu verdanken sei, „dass St. Virgil heute wahrscheinlich das Bildungszentrum der katholischen Kirche in Österreich ist“. Vavrovsky nehme sich auch brisanter kirchlicher und gesellschaftlicher Themen an. „Ich denke hier etwa an die Thematik Bioethik, an das Projekt Geistliches Zentrum Salzburg, das er mit Wachsamkeit und Engagement begleitet“, stellte Erzbischof Kothgasser fest.
Von 2010 bis 2015 war Vavrovsky Domdechant.
Der mittlerweile zum Prälat ernannte Geistliche ist auch Vorsitzender des Domkapitels und hatte daher die im Jahr 2015 erfolgte Wahl des Erzbischofs zu leiten. „Ich öffne da nur das Briefkuvert“, sagt er bescheiden. Aber hätte er auch nicht selbst Ambitionen auf das Amt gehabt? „Mein Name wird da sicher nicht drinnenstehen“, sagte er 2013 lachend in einem Interview mit den Salzburger Nachrichten.
O-Ton
- „Eine Kirche muss offen sein für Andersdenkende und eine Kirche, die offen ist, muss auch damit rechnen, dass sie Schwierigkeiten bekommt, dass sie nicht von allen geliebt wird.“
Auszeichnungen
Vavrovsky wurde 1983 zum Ehrenbürger von Rattenberg ernannt. 1996 erhielt er das Goldene Ehrenzeichen des Landes Salzburg. 2004 wurde er zum Monsignore (Ehrentitel als Ehrenprälat des Papstes) ernannt. 2014 erhielt er den persönlich gewidmeten Ehrenbecher des Landeshauptmanns.
Quellen
- Regesta Ecclesiastica Salisburgensia (RES), Eintrag Vavrovsky, Hans-Walter (1944-)
- Artikel „Prälat des Papstes“, Salzburger Nachrichten vom 8. April 2004.
- search.salzburg.com/articles/14175652?highlight=Walter+Vavrovsky „Neuer Dechant leitet die Bischofswahl“, Salzburg Online 30.10.2010
- Artikel „Prälat Vavrovsky leitet Bildungszentrum St. Virgil seit 25 Jahren“, kathpress www.virgil.at/fileadmin/user_upload/downloads/25-jaehriges_Jubilaeum_Rektor_Kathpress.pdf Nr. 229 vom 29.9.2008
- "Salzburger Nachrichten", 3. September 2013
- Salzburger Nachrichten vom 4. März 2016: Personalentscheidungen: Diözese vergibt Hauptrollen neu, Michaela Hessenberger
- Salzburger Landeskorrespondenz vom 17. Oktober 2016: Mehr als 30 Jahre Engagement für Bildungshaus St. Virgil
| Vorgänger |
Rektor des Bildungshauses St. Virgil 1983–2016 |
Nachfolger |
| Vorgänger |
Domdechant 2010–2015 |
Nachfolger |
| Vorgänger |
Pfarrer von Rattenberg 1973–1983 |
Nachfolger |