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Der am Hochaltar dargestellte Kirchenpatron Ulrich, gilt als Werk des [[Gotik|spätgotischen]] Schnitzers [[Lienhard Astl]]. Die aufgestellte hölzerne Pietà (um 1550) ziert seit 1963 eine moderne Wandkonsole über dem Altar. Das darüber hängende Kruzifix wird in die zweiten Hälfte des [[14. Jahrhundert]]s datiert.  Weiters sind noch zu erwähnen: ein gotischer Opferstock, sowie ein rotmarmornes Weihwasserbecken neben dem Westportal, beide aus dem [[15. Jahrhundert]]. Links vom Nordausgang ist ein Marmorgrabstein aus dem 14. Jahrhundert in die Wand eingelassen. Die übrige Einrichtung stammt aus der [[Barock]]zeit.  Der aufgestellte Hochaltar von [[1628]] ist ein Werk des Salzburger Hofbildhauers [[Hans Waldburger]], einem der bedeutendsten Meister des Frühbarock in dieser Gegend. Die originelle Holzkanzel mit imitierter Brandmalerei ist auf zwei Kartuschen des Schalldeckels 1723 datiert.  Die 14 Kreuzwegbilder aus dem [[18. Jahrhundert]]  sind eine Dauerleihgabe aus [[St. Margarethen im Lungau]]. Von beachtlichem volkskundlichen Wert ist die auf der Orgelempore aufbewahrte Sammlung von Hinterglasbildern aus dem 18. bis 20. Jahrhundert.
 
Der am Hochaltar dargestellte Kirchenpatron Ulrich, gilt als Werk des [[Gotik|spätgotischen]] Schnitzers [[Lienhard Astl]]. Die aufgestellte hölzerne Pietà (um 1550) ziert seit 1963 eine moderne Wandkonsole über dem Altar. Das darüber hängende Kruzifix wird in die zweiten Hälfte des [[14. Jahrhundert]]s datiert.  Weiters sind noch zu erwähnen: ein gotischer Opferstock, sowie ein rotmarmornes Weihwasserbecken neben dem Westportal, beide aus dem [[15. Jahrhundert]]. Links vom Nordausgang ist ein Marmorgrabstein aus dem 14. Jahrhundert in die Wand eingelassen. Die übrige Einrichtung stammt aus der [[Barock]]zeit.  Der aufgestellte Hochaltar von [[1628]] ist ein Werk des Salzburger Hofbildhauers [[Hans Waldburger]], einem der bedeutendsten Meister des Frühbarock in dieser Gegend. Die originelle Holzkanzel mit imitierter Brandmalerei ist auf zwei Kartuschen des Schalldeckels 1723 datiert.  Die 14 Kreuzwegbilder aus dem [[18. Jahrhundert]]  sind eine Dauerleihgabe aus [[St. Margarethen im Lungau]]. Von beachtlichem volkskundlichen Wert ist die auf der Orgelempore aufbewahrte Sammlung von Hinterglasbildern aus dem 18. bis 20. Jahrhundert.
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Die Orgel ist die alte Orgel der [[Hallein]]er [[Stadtpfarrkirche zu den Hll. Antonius Er. und Hieronymus#Orgeln|Stadtpfarrkirche zu den Hll. Antonius Er. und Hieronymus]]. Als [[Pfarrer von Golling an der Salzach|Pfarrer von Golling]] bat [[Franz Xaver Lechner]] das Konsistorium: „Laut gütigster Mittheilung von Seiten  [...] des [[Dechant]]s von [[Pfarre Hallein|Hallein]] [[Johann Baptist Moser|Johann B. Moser]] wäre die dort sich befindliche kleine Orgel durch Ankauf von 50 [[Gulden|fl]] zu empfangen und nach Angaben entsprechend für eine kleine Kirche. Da in der [[Katholische Filialkirche hl. Ulrich|Filialkirche]] zu [[Scheffau]], die bestehende Orgel recht schadhaft, fast unbrauchbar wird und auf jeden Fall deren Renovierung für das Vermögen der armen Kirche kostspielig würde, so möchte gehorsamst gefertigte f. e. Kirchenverwaltung [...]“. Das Ansuchen wurde mit Schreiben vom [[19. August]] 1879 bewilligt.<ref>[[Archiv der Erzdiözese Salzburg|AES]]: Golling, Kasten 6, Fach 104, Faszikel 2 (Kopie aus Oeconomica 6/102).</ref>
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Die Orgel ist die alte Orgel der [[Hallein]]er [[Stadtpfarrkirche zu den Hll. Antonius Er. und Hieronymus#Orgeln|Stadtpfarrkirche zu den Hll. Antonius Er. und Hieronymus]]. Als [[Pfarrer von Golling an der Salzach|Pfarrer von Golling]] bat [[Franz Xaver Lechner]] das Konsistorium: „Laut gütigster Mittheilung von Seiten  [...] des [[Dechant]]s von [[Pfarre Hallein|Hallein]] [[Johann Baptist Moser|Johann B. Moser]] wäre die dort sich befindliche kleine Orgel durch Ankauf von 50 [[Gulden|fl]] zu empfangen und nach Angaben entsprechend für eine kleine Kirche. Da in der Filialkirche zu [[Scheffau]], die bestehende Orgel recht schadhaft, fast unbrauchbar wird und auf jeden Fall deren Renovierung für das Vermögen der armen Kirche kostspielig würde, so möchte gehorsamst gefertigte f. e. Kirchenverwaltung [...]“. Das Ansuchen wurde mit Schreiben vom [[19. August]] 1879 bewilligt.<ref>[[Archiv der Erzdiözese Salzburg|AES]]: Golling, Kasten 6, Fach 104, Faszikel 2 (Kopie aus Oeconomica 6/102).</ref>
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Die Filialkirche existiert in ihrem heutigen Erscheinungsbild seit [[1475]], die [[Gotik|gotischen]] Glasfenster stammen auch aus dieser Zeit. Nachdem bereits von [[1998]] bis [[2000]] drei Fenster in der Apsis restauriert worden waren, sind seit [[2020]] auch drei weitere Fenster im Langhaus wieder wie neu. Die gotischen Butzenfenster stammen aus dem Jahr [[1470]] und wurden von Facharbeitern der Glaswerkstätten Stift Schlierbach saniert. Die Restaurierungsarbeiten dauerten mit Aus- und Einbau der Fenster rund vier Wochen und kosteten rund 28.000 Euro, 7.000 Euro davon übernahm das [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land Salzburg]].  
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Die Filialkirche existiert in ihrem heutigen Erscheinungsbild seit [[1475]], die [[Gotik|gotischen]] Glasfenster stammen auch aus dieser Zeit. Nachdem bereits von [[1998]] bis [[2000]] drei Fenster in der Apsis restauriert worden waren, sind seit [[2020]] auch drei weitere Fenster im Langhaus wieder wie neu. Die gotischen Butzenfenster stammen aus dem Jahr [[1470]] und wurden von Facharbeitern der Glaswerkstätten Stift Schlierbach saniert. Die Restaurierungsarbeiten dauerten mit Aus- und Einbau der Fenster rund vier Wochen und kosteten rund 28.000 Euro, 7.000 Euro davon übernahm das [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land Salzburg]].
    
==Quellen==
 
==Quellen==