Eine Reise ins Dorf der Salzburger Bettler: Unterschied zwischen den Versionen

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''Mein Besuch begann im Gemeindeamt von Micesti, zu dem das Dorf Pauleasca gehört. Ich schildere hier die erste Kontaktszene, weil sie bezeichnend für ein spezifisches Klima im Land ist. Ich war mit dem Sozialarbeiter der Gemeinde verabredet. Dieser verspätete sich etwas, sodass ich zuerst mit einer anderen Mitarbeiterin ins Gespräch kam.''
''Mein Besuch begann im Gemeindeamt von Micesti, zu dem das Dorf Pauleasca gehört. Ich schildere hier die erste Kontaktszene, weil sie bezeichnend für ein spezifisches Klima im Land ist. Ich war mit dem Sozialarbeiter der Gemeinde verabredet. Dieser verspätete sich etwas, sodass ich zuerst mit einer anderen Mitarbeiterin ins Gespräch kam.''


''Nachdem ich kurz erklärt hatte, dass ich diese Gemeinde besuche, weil offenbar viele Menschen aus Pauleasca zum [[Betteln]] nach [[Salzburg]] kommen, sagte die Frau in einem spürbar gereizten Tonfall an meine Dolmetscherin gerichtet: "Ich würde auch gern Betteln nach Salzburg kommen."''
''Nachdem ich kurz erklärt hatte, dass ich diese Gemeinde besuche, weil offenbar viele Menschen aus Pauleasca zum [[Betteln]] nach Salzburg kommen, sagte die Frau in einem spürbar gereizten Tonfall an meine Dolmetscherin gerichtet: "Ich würde auch gern Betteln nach Salzburg kommen."''


''Während meiner weiteren Reise bekam diese Szene deswegen eine Bedeutung, weil mir sukzessive immer klarer wurde, wie arm die Durchschnittsbevölkerung in Rumänien tatsächlich ist. Ein Sozialarbeiter, Lehrer oder Arzt verdient zwischen 200 und 350 Euro monatlich, bei Lebenshaltungskosten, die in vielen Bereichen so hoch sind wie in Österreich.''
''Während meiner weiteren Reise bekam diese Szene deswegen eine Bedeutung, weil mir sukzessive immer klarer wurde, wie arm die Durchschnittsbevölkerung in Rumänien tatsächlich ist. Ein Sozialarbeiter, Lehrer oder Arzt verdient zwischen 200 und 350 Euro monatlich, bei Lebenshaltungskosten, die in vielen Bereichen so hoch sind wie in Österreich.''