Speicher Klammsee: Unterschied zwischen den Versionen
K |
K |
||
| Zeile 3: | Zeile 3: | ||
[[Datei:Fischen am Klammsee.jpg|thumb|Fischeridylle am Klammsee]] | [[Datei:Fischen am Klammsee.jpg|thumb|Fischeridylle am Klammsee]] | ||
[[Datei:Kneippanlage Klammsee.jpg|thumb|Kneippanlage im Naherholungsgebiet Klammsee]] | [[Datei:Kneippanlage Klammsee.jpg|thumb|Kneippanlage im Naherholungsgebiet Klammsee]] | ||
| − | Der '''Speicher Klammsee''' liegt südlich der [[Sigmund-Thun-Klamm]] und des [[Bürgkogel]]s im Gemeindegebiet von [[Kaprun]]. | + | Der '''Speicher Klammsee''' liegt südlich der [[Sigmund-Thun-Klamm]] und des [[Bürgkogel]]s im vorderen Bereich des [[Kapruner Tal]]es im Gemeindegebiet von [[Kaprun]]. |
==Planung und Auftrag== | ==Planung und Auftrag== | ||
Version vom 16. März 2011, 09:46 Uhr
Der Speicher Klammsee liegt südlich der Sigmund-Thun-Klamm und des Bürgkogels im vorderen Bereich des Kapruner Tales im Gemeindegebiet von Kaprun.
Planung und Auftrag
Der Auftrag zum Bau der Eigenbedarfsanlage Speicher Klammsee erging im Mai 1939 an die Bauunternehmung G. Hinteregger & Fischer (später G. Hinteregger & Söhne Baugesellschaft m.b.H.), Stadt Salzburg. Die Errichtung des Eigenbedarfsspeichers erfolgte im Zuge des Baues des Krafthauses der Kraftwerksanlage Hauptstufe-Kaprun der Tauernkraftwerke Kaprun.
Errichtung und Betrieb
Der Speicher Klammsee wurde im Zuge der Erbauung der Hauptstufe des Kraftwerkes Kaprun während des Zweiten Weltkriegs vorerst provisorisch als Eigenbedarfsanlage errichtet. Die Kapruner Ache konnte südlich der Klamm gefasst und das Triebwasser in einen Holzfluder zur Rohrleitung aus Spannbetonrohren geführt werden. Das Wasserschloss entstand in Form eines Schrägschachtes. Die Rohfallhöhe des Triebwassers belief sich auf 65 m. Die Fertigstellung des Provisoriums erfolgte im Jahr 1946. Beim Bau der Anlage kamen zahlreiche Kriegsgefangene und zivile Zwangsarbeiter zum Einsatz.
Gegenwart
Aus dem Speichersee, der nach wie vor zur Energiegewinnung genutzt wird, hat sich das Naherholungsgebiet Klammsee entwickelt. Spielmöglichkeiten an der an der Einmündung zum See seicht und langsam fließenden Ache, eine Kneippanlage, ein Kinderspielplatz, eine Fitnessanlage, Spazierwege mit Informationstafeln und eine Gastwirtschaft samt WC-Anlagen machen das Gebiet um den Klammsee zu einem beliebten Ausflugsziel, das man über mehrere Wege, u.a. auch über die Sigmund-Thun-Klamm erreichen kann.
Quellen
- J. Götz, „Die Hauptstufe Glockner Kaprun“, Festschrift anlässlich der Fertigstellung der zum Krafthaus Kaprun-Hauptstufe gehörenden Anlagen, HG Tauernkraftwerke A.G., 1951