Die Tier- und Pflanzenwelt des Kapuzinerberges: Unterschied zwischen den Versionen

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Dr. Reinhard Medicus (Diskussion | Beiträge)
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Biologische Besonderheiten des Berges sind verschiedene Tiere des Waldes und auch seltene alpine Pflanzen. Auf dem Berg gibt es eine künstlich angelegte Population von etwa zehn [[Gämse]]n.<ref>[http://www.oekologen-ingenieure.at/pdf/kapuzinerberg_wild.pdf www.oekologen-ingenieure.at/Wald und Wild am Kapuzinerberg]</ref> Rehe leben hier nicht mehr. [[1948]] wanderte ein Gamsbock vom nahen [[Gaisberg (Berg)|Gaisberg]] über den [[Kühberg (Stadt Salzburg)|Kühberg]] hierher, [[1952]] wurde dann eine zahme Gamsgeiß aus der Steiermark hier ausgesetzt. Die Gämsen werden von einem Stadtjäger regelmäßig mit Heu, im Herbst auch mit Obst versorgt, sie sind so nur bedingt reine Wildtiere. Im Winter gibt es zusätzlich eine Getreidemischung zur Fütterung.  
Biologische Besonderheiten des Berges sind verschiedene Tiere des Waldes und auch seltene alpine Pflanzen. Auf dem Berg gibt es eine künstlich angelegte Population von etwa zehn [[Gämse]]n.<ref>[http://www.oekologen-ingenieure.at/pdf/kapuzinerberg_wild.pdf www.oekologen-ingenieure.at/Wald und Wild am Kapuzinerberg]</ref> Rehe leben hier nicht mehr. [[1948]] wanderte ein Gamsbock vom nahen [[Gaisberg (Berg)|Gaisberg]] über den [[Kühberg (Stadt Salzburg)|Kühberg]] hierher, [[1952]] wurde dann eine zahme Gamsgeiß aus der Steiermark hier ausgesetzt. Die Gämsen werden von einem Stadtjäger regelmäßig mit Heu, im Herbst auch mit Obst versorgt, sie sind so nur bedingt reine Wildtiere. Im Winter gibt es zusätzlich eine Getreidemischung zur Fütterung.  


Zur Blutauffrischung der kleinen, komplett abgeschotteten Population wurde Dienstagnachmittag, [[22. März]] [[2022]], eine weibliche Gams aus einem provisorischen Gehege am Berg in die Freiheit entlassen. Recht kurzfristig, weil sie es in der beengenden Umzäunung nach wenigen Tagen schon nicht mehr ausgehalten hatte. Das Tier stammt aus dem Zoo Karlsruhe. Die Gams wurde mit einem Sender ausgestattet. Der ermöglicht herauszufinden, wo sich das Tier wie lange aufhält, also ein Bewegungsprofil samt wissenschaftlichen Analysen dazu zu erstellen. Seit Juni [[2021]] hatte Miriam Wiesner, Tierärztin des [[Zoo Salzburg|Zoos Salzburg]], die junge Gams schon in ihrer Obhut, sie für die Auswilderung vorbereitet und nun zur Verfügung gestellt. Wiesner war es auch, die die Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut eingefädelt hat: „Unsere Gams ist nun ein Jahr und zehn Monate alt und wiegt 21 Kilo. Letzten Donnerstag haben wir sie aus ihrem Gehege im Zoo Salzburg auf den Berg bringen können. Das war gar nicht so einfach, weil die Tiere sehr schlau sind und den Tierarzt erkennen. Ich konnte sie aber schließlich aus zehn Metern Entfernung mit dem Blasrohr betäuben, gegen Parasiten behandeln und zum Auswilderungsgehege liefern lassen.“
Zur Blutauffrischung der kleinen, isolierten Population wurde Dienstagnachmittag, [[22. März]] [[2022]], eine weibliche Gams aus einem provisorischen Gehege am Berg in die Freiheit entlassen. Recht kurzfristig, weil sie es in der beengenden Umzäunung nach wenigen Tagen schon nicht mehr ausgehalten hatte. Das Tier stammt aus dem Zoo Karlsruhe. Die Gams wurde mit einem Sender ausgestattet. Der ermöglicht herauszufinden, wo sich das Tier wie lange aufhält, also ein Bewegungsprofil samt wissenschaftlichen Analysen dazu zu erstellen. Seit Juni [[2021]] hatte Miriam Wiesner, Tierärztin des [[Zoo Salzburg|Zoos Salzburg]], die junge Gams schon in ihrer Obhut, sie für die Auswilderung vorbereitet und nun zur Verfügung gestellt. Wiesner war es auch, die die Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut eingefädelt hat: „Unsere Gams ist nun ein Jahr und zehn Monate alt und wiegt 21 Kilo. Letzten Donnerstag haben wir sie aus ihrem Gehege im Zoo Salzburg auf den Berg bringen können. Das war gar nicht so einfach, weil die Tiere sehr schlau sind und den Tierarzt erkennen. Ich konnte sie aber schließlich aus zehn Metern Entfernung mit dem Blasrohr betäuben, gegen Parasiten behandeln und zum Auswilderungsgehege liefern lassen.“


Wiesner freut sich, dass die Gams Solar-Ohrmarken erhalten hat. „Sie ist aktuell die einzige Gämse, die derart hochmodern ausgestattet ist.“ Weitere Vorteile der Ohrmarken: Diese seien klein, leicht und das recht aktive Tier könne damit nirgends hängen bleiben.
Wiesner freut sich, dass die Gams Solar-Ohrmarken erhalten hat. „Sie ist aktuell die einzige Gämse, die derart hochmodern ausgestattet ist.“ Weitere Vorteile der Ohrmarken: Diese seien klein, leicht und das recht aktive Tier könne damit nirgends hängen bleiben.