Kapruner Stauseen: Unterschied zwischen den Versionen
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Die Anfänge der Baugeschichte liegen in den [[1920er]]-Jahre. Einer der Gründe, weshalb damals der Salzburger [[Landeshauptmann]] Dr. [[Franz Rehrl]] sich so vehement für den Bau der [[Großglockner Hochalpenstraße]] eingesetzt hatte, war die Vision der Errichtung eines Skizentrums in der [[Glocknergruppe]]. Dieses sollte mit der neuen Straße erschlossen werden. Eine weitere Idee von Dr. Rehrl war, dass diese Straße zunächst zur Errichtung einer riesigen [[Tauernkraftwerke Kaprun|Tauernwasserkraftwerkgruppe]] von deren Betreibern gebaut und bezahlt werden sollte; dann hätte sie später vom [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land Salzburg]] ohne Kosten übernommen werden sollen und neben der Ausflugsstraßenfunktion auch für das Skigebiet als Zubringer dienen. Diese Idee sollte später noch zu einer [[Variantenstreit der Großglockner Hochalpenstraße|jahrenlangen Diskussion]] zwischen ihm und dem Erbauer der Glocknerstraße, [[Franz Wallack]], bezüglich des Straßenverlaufs führen. | Die Anfänge der Baugeschichte liegen in den [[1920er]]-Jahre. Einer der Gründe, weshalb damals der Salzburger [[Landeshauptmann]] Dr. [[Franz Rehrl]] sich so vehement für den Bau der [[Großglockner Hochalpenstraße]] eingesetzt hatte, war die Vision der Errichtung eines Skizentrums in der [[Glocknergruppe]]. Dieses sollte mit der neuen Straße erschlossen werden. Eine weitere Idee von Dr. Rehrl war, dass diese Straße zunächst zur Errichtung einer riesigen [[Tauernkraftwerke Kaprun|Tauernwasserkraftwerkgruppe]] von deren Betreibern gebaut und bezahlt werden sollte; dann hätte sie später vom [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land Salzburg]] ohne Kosten übernommen werden sollen und neben der Ausflugsstraßenfunktion auch für das Skigebiet als Zubringer dienen. Diese Idee sollte später noch zu einer [[Variantenstreit der Großglockner Hochalpenstraße|jahrenlangen Diskussion]] zwischen ihm und dem Erbauer der Glocknerstraße, [[Franz Wallack]], bezüglich des Straßenverlaufs führen. | ||
Auf die Nutzung der Wasserkraft zurückgreifend ließ Rehrl [[1928]] ein gigantisches Projekt vorbereiten, für dessen Ausführung der [[Salzburger Landtag]] schließlich AEG Berlin gewinnen konnte. Aus diesem Projekt wurden dann nach dem [[ | Auf die Nutzung der Wasserkraft zurückgreifend ließ Rehrl [[1928]] ein gigantisches Projekt vorbereiten, für dessen Ausführung der [[Salzburger Landtag]] schließlich AEG Berlin gewinnen konnte. Aus diesem Projekt wurden dann nach dem [[Zweiten Weltkrieg]] in abgespeckter Form die ''Tauernkraftwerke Kaprun'' realisiert. | ||
Entscheidend für den letztlich gewählten Standort der Stauseen und Kraftwerksanlagen im [[Kapruner Tal]] waren die besonders günstigen Umstände - eine verhältnismässig geringe Länge der notwendigen Wasserführungsstollen bei einem hohen Gefälle und das Vorhandensein von zwei zu Speichern ausbaufähigen Talbecken ([[Mooserboden]] und [[Wasserfallboden]]). Zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit wurde auch noch Tagesausgleichsspeicher Margaritze in Heiligenblut geplant und erbaut. | Entscheidend für den letztlich gewählten Standort der Stauseen und Kraftwerksanlagen im [[Kapruner Tal]] waren die besonders günstigen Umstände - eine verhältnismässig geringe Länge der notwendigen Wasserführungsstollen bei einem hohen Gefälle und das Vorhandensein von zwei zu Speichern ausbaufähigen Talbecken ([[Mooserboden]] und [[Wasserfallboden]]). Zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit wurde auch noch Tagesausgleichsspeicher Margaritze in Heiligenblut geplant und erbaut. | ||