Phyllonorycter joannisi: Unterschied zwischen den Versionen

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[[File:BE-MK-1655a.jpg|thumb|Mine an ''[[Acer platanoides]]'': Salzburg, Flachgau, Eugendorf, Pebering, 2002.08.28]]
[[File:BE-MK-1655a.jpg|thumb|Mine an ''[[Acer platanoides]]'': Salzburg, Flachgau, Eugendorf, Pebering, 2002.08.28]]


'''Phyllonorycter joannisi''' (''Lithocolletis joannisi'' Le Marchand, 1936) ist eine Art aus der Ordnung [[Lepidoptera]], Familie [[Gracillariidae]].
'''Phyllonorycter joannisi''' (''Lithocolletis joannisi'' Le Marchand, 1936) ist eine [[Glossar Biologie#A|Art]] aus der [[Glossar Biologie#O|Ordnung]] [[Lepidoptera]], [[Glossar Biologie#F|Familie]] [[Gracillariidae]] (Miniermotten oder Blatt-Tütenmotten).


==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie==
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie==


''P. joannisi'' wurde in Salzburg verbreitet, aber einzeln in den Zonen I ([[Alpenvorland]] und [[Flyschzone]]), Ia ([[Stadt Salzburg]]), II ([[Nördliche Kalkalpen]]) und III ([[Schieferalpen]]) gefunden (siehe Embacher et al. 2011), allerdings erstreckt sich die bisher dokumentierte Höhenverbreitung nur von 430 bis 580 m Höhe ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2021). Die Art bewohnt Gärten und Parks, aber auch sonnige Waldränder. Die Generationsfolge in Salzburg ist bisher ungeklärt. Raupenfunde sind aus dem September bekannt, Puppen und Imagines aus dem Oktober.
''P. joannisi'' wurde in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] verbreitet, aber einzeln in den Zonen I ([[Alpenvorland]] und [[Flyschzone]]), Ia ([[Stadt Salzburg]]), II ([[Nördliche Kalkalpen]]) und III ([[Schieferalpen]]) gefunden (siehe Embacher et al. 2011), allerdings erstreckt sich die bisher dokumentierte Höhenverbreitung nur von 430 bis 580 m Höhe ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2021). Die Art bewohnt Gärten und Parks, aber auch sonnige [[Wald (Pflanzenformation)|Wald]]<nowiki></nowiki>ränder. Die Generationsfolge in Salzburg ist bisher ungeklärt. Raupenfunde sind aus dem September bekannt, Puppen und [[Glossar Biologie#I|Imag]]ines aus dem Oktober.


==Biologie und Gefährdung==
==Biologie und Gefährdung==


Über die Lebensweise von ''P. joannisi'' liegen aus Salzburg bisher kaum Daten vor. Die Raupen fressen monophag in Faltenminen auf der Blattunterseite von Spitzahorn (''[[Acer platanoides]]''). Neben den Raupen der eigenen Art wurde auch Nahrungskonkurrenz zu ''[[Stigmella aceris]]'' beobachtet (Kurz & Kurz 2021). Da geeignete Lebensräume in Salzburg ausreichend vorhanden sind und auch die Futterpflanze zumindest in niedrigen Lagen des Flach- und Tennengaues verbreitet ist, wird ''P. joannisi'' in Salzburg vorerst als ungefährdet angesehen.
Über die Lebensweise von ''P. joannisi'' liegen aus Salzburg bisher kaum Daten vor. Die Raupen fressen monophag in Faltenminen auf der Blattunterseite von Spitz[[ahorn]] (''[[Acer platanoides]]''). Neben den Raupen der eigenen Art wurde auch Nahrungskonkurrenz zu ''[[Stigmella aceris]]'' beobachtet (Kurz & Kurz 2021). Da geeignete Lebensräume in Salzburg ausreichend vorhanden sind und auch die Futterpflanze zumindest in niedrigen Lagen des [[Flachgau|Flach-]] und [[Tennengau]]es verbreitet ist, wird ''P. joannisi'' in Salzburg vorerst als ungefährdet angesehen.


==Weiterführende Informationen==
==Weiterführende Informationen==