Viktor Reimann: Unterschied zwischen den Versionen
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Viktor Reimann wuchs in Wien auf und schloss ein Studium der Geschichte und Germanistik an der Universität Wien mit dem Doktortitel [[1939]] ab. Hatte er sich anfangs noch für die NSDAP engagiert, so trat er bald in eine katholische Oppositionsgruppe über und wurde [[1941]] für vier Jahre inhaftiert. | Viktor Reimann wuchs in Wien auf und schloss ein Studium der Geschichte und Germanistik an der Universität Wien mit dem Doktortitel [[1939]] ab. Hatte er sich anfangs noch für die [[NSDAP]] engagiert, so trat er bald in eine katholische Oppositionsgruppe über und wurde [[1941]] für vier Jahre inhaftiert. | ||
Nach dem Krieg arbeitete er ab Juli [[1945]] bei den [[Salzburger Nachrichten]], deren stellvertretender Chefredakteur er von Ende 1945 bis [[1949]] war. Am [[23. Oktober]] [[1945]] erschien der erste freie Leitartikel auf Seite eins der Salzburger Nachrichten: "Demokratische Presse" - von Viktor Reimann. | Nach dem Krieg arbeitete er ab Juli [[1945]] bei den [[Salzburger Nachrichten]], deren stellvertretender Chefredakteur er von Ende 1945 bis [[1949]] war. Am [[23. Oktober]] [[1945]] erschien der erste freie Leitartikel auf Seite eins der Salzburger Nachrichten: "Demokratische Presse" - von Viktor Reimann. | ||
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Während dieser Zeit lernte er [[Herbert Alois Kraus]] kennen und gründete mit ihm am [[26. März]] [[1949]] den [[Verband der Unabhängigen]] (VdU), eine Partei für alle politisch Heimatlosen im Nachkriegsösterreich. | Während dieser Zeit lernte er [[Herbert Alois Kraus]] kennen und gründete mit ihm am [[26. März]] [[1949]] den [[Verband der Unabhängigen]] (VdU), eine Partei für alle politisch Heimatlosen im Nachkriegsösterreich. | ||
SN-Chefredakteur [[Gustav Canaval]] trennte sich 1949 von Viktor Reimann, weil er die Gründung des VdU als Schöpfung eines Ghettos für die ehemaligen Parteigenossen betrachtete. Obwohl sie | SN-Chefredakteur [[Gustav Canaval]] trennte sich 1949 von Viktor Reimann, weil er die Gründung des VdU als Schöpfung eines Ghettos für die ehemaligen Parteigenossen betrachtete. Obwohl sie einander bis dorthin sehr mochten, zerstritten sich die beiden bis zur Unversöhnlichkeit. Reimanns späte Reue hat Canaval nicht mehr erlebt. | ||
Reimann | Reimann wurde Chefredakteur des Parteiblatts ''Neue Front'', stellvertretender Bundesobmann und am [[8. November]] [[1949]] Nationalratsabgeordneter. | ||
Von [[1. Dezember]] [[1949]] bis [[20. April]] [[1950]] | Von [[1. Dezember]] [[1949]] bis [[20. April]] [[1950]] fungierte er auch als Chefredakteur der [[Österreichische Allgemeine Zeitung|Österreichischen Allgemeinen Zeitung]]. Nach dem Niedergang des VdU und der Gründung der [[FPÖ|Freiheitlichen Partei Österreichs]] (FPÖ) verließ Reimann die Partei und verlor am [[8. Juni]] [[1956]] sein Nationalratsmandat. | ||
Er | Er wurde für vier Jahre Pressechef der Bundestheaterverwaltung und kam [[1970]] als Kolumnist zur Kronen-Zeitung, wo er zwischen [[1972]] und [[1974]] die Oberösterreich-Ausgabe leitete und dann bis [[1987]] als Leiter der Kulturredaktion in Wien arbeitete. | ||
[[1988]]/[[1989|89]] erhielt Reimann den [[René-Marcic-Preis]], der vom [[Land Salzburg]] für herausragende publizistische Leistungen vergeben wird. Die Preisverleihung stieß auf herbe Kritik. | [[1988]]/[[1989|89]] erhielt Reimann den [[René-Marcic-Preis]], der vom [[Land Salzburg]] für herausragende publizistische Leistungen vergeben wird. Die Preisverleihung stieß auf herbe Kritik. | ||