St. Salvator-Kirche: Unterschied zwischen den Versionen
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Die ''' St. Salvator-Kirche ''' war | Die ''' St. Salvator-Kirche ''' war ein Kirche im [[Kaiviertel]] in der [[Kaigasse]] in der [[Altstadt]] der [[Stadt Salzburg]]. | ||
== Einleitung == | |||
Die anstelle des heutigen Hauses [[Kaigasse 4]] gestandene Kirche war eine [[1618]] erbaute und [[1619]] geweihte , die [[1805]] endgültig aufgelassen und profanisiert wurde. Sie war war neben der Kirche der Schwarzen Bruderschaft ([[Schwarzbruderschaftskirche]]) und der [[Nikolaikirche]] eine von ursprünglich drei (heute alle aufgelassenen) Kirchen in der Kaigasse. | |||
== Geschichte == | == Geschichte == | ||
Die | Die 1618 von [[Fürsterzbischof]] [[Markus Sittikus von Hohenems]] errichtete St. Salvator-Kirche war der Sitz der [[Corpus-Christi-Bruderschaft]], die zur Zeit der Gegenreformation eine bekannte religiöse Laien-Bruderschaft - wegen ihrer typischen roten Gewänder auch "Rote Bruderschaft" genannt - war. Direkt angrenzend hatte dort in der bis [[1603]] die [[Kirche zum heiligen Johannes von Stubenberg]] gestanden. | ||
Am [[4. April]] | Am [[4. April]] 1619 wurde die Kirche zu [[Fronleichnam]] von [[Weihbischof]] [[Johann Paul Ciurletti]] geweiht. Der Altar im Chor war als Holzschnitt-Arbeit ausgeführt, er zeigte das heilige Abendmahl und war von [[Santino Solari]] gestaltet worden. Darüber war eine Statue des Welt-Heilands zu sehen. Die beiden Seitenaltäre zeigten aus marmoriertem Holz von [[Johann Michael Rottmayr]] gestaltet Christus am Kreuz, und (von unbekannter Hand gemalt) die hl. Maria. Über dem Portal der Kirche stand einst:<blockquote>''Sacrae Eucharistiae Humili Obsequio Erectae Confraternitati Sacellum cum Coniuncta Aede Marcus Sitticus Archiepiscopus ad perpetuum usum confecit et traditit anno Dni MDCXVIII-''</blockquote>Das Giebelfeld zeigte ein Bild der Heiligen Dreifaltigkeit mit zwei anbetenden Engeln. Die seitlichen Fenster der Kirche waren zwischen den angrenzenden Bürgerhäusern großteils blind. | ||
Die Kirche besaß ein [[Marmor]]<nowiki>portal</nowiki> mit dem Wappen von Fürsterzbischof Markus Sittikus sowie einen hohen Kirchengiebel, der von einer kleinen Kuppel mit Kreuz gekrönt war. Am [[6. März]] 1619 war Fürstin Anna Sidonia, geborene Herzogin zu Teschen und Großgloggau, vermählte Gräfin von Hohenembs, Balera und Vadzu, gestorben und in der St. Salvator-Kirche begraben worden. | |||
Unter dem Maurermeister [[Johann Georg Laschensky]] wurde die Kirche 1788 zuletzt noch einmal von Hofmaurermeister [[Georg Laschensky (Baumeister)|Georg Laschensky]] renoviert. Dann aber wurde sie 1805 als Kirche endgültig aufgelassen, nachdem sie schon kurz nach [[1800]] in der [[Salzburg unter Napoleon|französischen Besatzungszeit]] kurzzeitig als Binderwerkstätte gedient hatte. Der Kirchgiebel wurde zwischen [[1890]] und [[1895]] entfernt und durch ein neues Walmdach ersetzt. | |||
Die dort in der Zeit der Gegenreformation beheimatete namhafte religiöse Laien-Bruderschaft Corpus Christi war wegen ihrer rot-purpurnen Gewänder auch Rote Bruderschaft genannt | Die dort in der Zeit der Gegenreformation beheimatete namhafte religiöse Laien-Bruderschaft Corpus Christi war wegen ihrer rot-purpurnen Gewänder auch Rote Bruderschaft genannt. | ||
== Bild == | == Bild == | ||
* " | * "Salzburg", von [[Matthäus Merian]] aus ''Topographia Bavariae'' | ||
: Kupferstich, [[1644]], [[Universitätsbibliothek Salzburg]], Grafiksammlung, G 1185 II <ref>[http://www.ubs.sbg.ac.at/sosa/graphiken/GII1185.jpg www.ubs.sbg.ac.at/Merian aus: Topographia Bavariae/Salzburg_1644]</ref> | : Kupferstich, [[1644]], [[Universitätsbibliothek Salzburg]], Grafiksammlung, G 1185 II <ref>[http://www.ubs.sbg.ac.at/sosa/graphiken/GII1185.jpg www.ubs.sbg.ac.at/Merian aus: Topographia Bavariae/Salzburg_1644]</ref> | ||
== | == Quelle == | ||
* [[Lorenz Hübner|Hübner, Lorenz]], [https://books.google.at/books?id=OE4QAAAAYAAJ&printsec=frontcover#v=snippet&q=St.%20Salvators%20Kirche&f=false Beschreibung der hochfürstlich-erzbischöflichen Haupt- und Residenzstadt Salzburg und ihrer Gegenden verbunden mit ihrer ältesten Geschichte] | * [[Lorenz Hübner|Hübner, Lorenz]], [https://books.google.at/books?id=OE4QAAAAYAAJ&printsec=frontcover#v=snippet&q=St.%20Salvators%20Kirche&f=false Beschreibung der hochfürstlich-erzbischöflichen Haupt- und Residenzstadt Salzburg und ihrer Gegenden verbunden mit ihrer ältesten Geschichte] | ||