Änderungen

27 Bytes hinzugefügt ,  09:38, 10. Jul. 2021
K
Linkfix
Zeile 1: Zeile 1:  
[[Datei:Hoellbraeu Fassade 2008.jpg|thumb|Höllbräu-Fassade 2008.]]
 
[[Datei:Hoellbraeu Fassade 2008.jpg|thumb|Höllbräu-Fassade 2008.]]
[[Datei:Altstadt Rudolfskai Höllbräu Dom Risch-Lau.jpg|thumb|Rechts vorne unten, am [[Rudolfskai]], erkennt man eine überdachte Terrasse: die Höllbräu Speise-Terrasse. Aufnahme 1950er- oder 1960er-Jahre.]]
+
[[Datei:Altstadt Rudolfskai Höllbräu Dom Risch-Lau.jpg|thumb|Rechts vorne unten, am [[Rudolfskai]], erkennt man eine überdachte Terrasse: die Höllbräu Speise-Terrasse. Aufnahme [[1950er]]- oder [[1960er]]-Jahre.]]
 
Das '''Höllbräu''' war eines der ältesten Gaststättenbetriebe der [[Salzburg]]er [[Altstadt]] an der [[Judengasse]]. Heute ist darin ein fünf-Sterne-Hotel untergebracht, aktuell (Februar 2016) mit dem Namen [[Hotel Altstadt Radisson Blu]].  
 
Das '''Höllbräu''' war eines der ältesten Gaststättenbetriebe der [[Salzburg]]er [[Altstadt]] an der [[Judengasse]]. Heute ist darin ein fünf-Sterne-Hotel untergebracht, aktuell (Februar 2016) mit dem Namen [[Hotel Altstadt Radisson Blu]].  
   Zeile 6: Zeile 6:  
Die Geschichte des Hauses lässt sich bis [[1377]] zurückverfolgen. Wahrscheinlich stand sogar die [[Pfalz]] an jener Stelle, an der dann ein Bürgerhaus errichtet wurde. Auch soll sich eine [[Salzburger Synagoge|Synagoge]] an dieser Stelle befunden haben. Ab [[1437]] war es dann das ''Höllbräu'', eine der Salzburger [[Brauereien (historisch)|Brauereien]].
 
Die Geschichte des Hauses lässt sich bis [[1377]] zurückverfolgen. Wahrscheinlich stand sogar die [[Pfalz]] an jener Stelle, an der dann ein Bürgerhaus errichtet wurde. Auch soll sich eine [[Salzburger Synagoge|Synagoge]] an dieser Stelle befunden haben. Ab [[1437]] war es dann das ''Höllbräu'', eine der Salzburger [[Brauereien (historisch)|Brauereien]].
 
   
 
   
Im [[15. Jahrhundert|15.]] und [[16. Jahrhundert|16.]] Jahrhundert ist am Höllbräu die Familie [[Laubinger]] bezeugt:<ref name="Bierwanderung">[http://www.hebenstreit-picker.at/interactivist/frontend/downloadDoc.asp?file=Pressemappe.doc&typ=.doc&id=00838&chk=1267894 ''Presseunterlagen zur historischen Bierwanderung durch Salzburg am 15. Oktober 2009] (Red. [[Alexandra Picker]], Hebenstreit & Picker PR)</ref>
+
Im [[15. Jahrhundert|15.]] und [[16. Jahrhundert|16.]] Jahrhundert ist am Höllbräu die Familie [[Laubinger]] bezeugt:<ref name="Bierwanderung">[http://www.hebenstreit-picker.at/interactivist/frontend/downloadDoc.asp?file=Pressemappe.doc&typ=.doc&id=00838&chk=1267894 ''Presseunterlagen zur historischen Bierwanderung durch Salzburg am 15. Oktober 2009] (Red. Alexandra Picker, Hebenstreit & Picker PR)</ref>
 
* [[1449]]: erste Nennung, Michael und Martha Laubinger
 
* [[1449]]: erste Nennung, Michael und Martha Laubinger
 
* [[1479]]: Sohn Emmeran Laubinger
 
* [[1479]]: Sohn Emmeran Laubinger
Zeile 13: Zeile 13:  
   
 
   
 
Zu den Besitzern gehörten vom späten [[18. Jahrhundert|18.]] bis zum frühen [[20. Jahrhundert|20.]] Jahrhundert die Familien [[Elixhauser]], [[Franziska Kobler|Kobler]] und [[Schrems]]:
 
Zu den Besitzern gehörten vom späten [[18. Jahrhundert|18.]] bis zum frühen [[20. Jahrhundert|20.]] Jahrhundert die Familien [[Elixhauser]], [[Franziska Kobler|Kobler]] und [[Schrems]]:
* [[Johann Ambros Elixhauser]] (* 1736/1737; † [[1793]]) war [[Bierbrauer]] am [[Stiegl]]; er kaufte im Jahre [[1788]] das Höllbräu und übergab es [[1791]] seinem Sohn Franz de Paul Elixhauser (* 1764; † 1793/1797).<ref>Artikel [[Johann Ambros Elixhauser]] samt dort ersichtlichem Grabmal; Artikel [[Franziska Kobler]] unter Verweis auf den „Uebergabe Vertrag“ vom 10. Oktober 1791 von Johann Ambrosius Elixhauser, „Stiegl Brauer“, an den Sohn Franz Elixhauser, und auf [[Erich Marx]] (Hg.), ''Das »Höllbräu« zu Salzburg. Geschichte eines Braugasthofes'', Salzburg 1992, S.&nbsp;183 und passim; [[Heinz Dopsch|Dopsch, Heinz]] [[Robert Hoffmann (Historiker)|Hoffmann, Robert]]: ''Geschichte der Stadt Salzburg'', Salzburg 1996, S.&nbsp;189.</ref>
+
* [[Johann Ambros Elixhauser]] (* 1736/1737; † [[1793]]) war [[Bierbrauer]] am [[Stiegl]]; er kaufte im Jahre [[1788]] das Höllbräu und übergab es [[1791]] seinem Sohn Franz de Paul Elixhauser (* [[1764]]; † 1793/1797).<ref>Artikel [[Johann Ambros Elixhauser]] samt dort ersichtlichem Grabmal; Artikel [[Franziska Kobler]] unter Verweis auf den „Uebergabe Vertrag“ vom [[10. Oktober]] [[1791]] von Johann Ambrosius Elixhauser, „Stiegl Brauer“, an den Sohn Franz Elixhauser, und auf [[Erich Marx]] (Hg.), ''Das »Höllbräu« zu Salzburg. Geschichte eines Braugasthofes'', Salzburg 1992, S.&nbsp;183 und passim; [[Heinz Dopsch|Dopsch, Heinz]]; [[Robert Hoffmann (Historiker)|Hoffmann, Robert]]: ''Geschichte der Stadt Salzburg'', Salzburg 1996, S.&nbsp;189.</ref>
* Dessen Witwe Franziska Elixhauser, geborene Hofmann (* [[13. September]] [[1762]] in Salzburg; † [[17. April]] [[1837]] ebenda) heiratete [[1794]] [[Seraphin Kobler]].<ref name="Bierwanderung"/> Kobler (* 1770; † 1841), aus Raab im [[Innviertel]] stammend, übernahm das Höllbräu; 1794 wird er „angehender Höllbräuer“ genannt, 1796 „bürgerlicher [[Bierbrauer]] in der Höll“.
+
* Dessen Witwe Franziska Elixhauser, geborene Hofmann (* [[13. September]] [[1762]] in der Stadt Salzburg; † [[17. April]] [[1837]] ebenda) heiratete [[1794]] [[Seraphin Kobler]].<ref name="Bierwanderung"/> Kobler (* [[1770]]; † [[1841]]) aus Raab im [[Innviertel]] stammend, übernahm das Höllbräu; 1794 wird er „angehender Höllbräuer“ genannt, [[1796]] „bürgerlicher [[Bierbrauer]] in der Höll“.
 
* Im Jahr [[1871]] kauften der Braumeister [[Engelbert Schrems]] (* [[1827]]; † [[1892]]) und dessen Ehefrau Anna Maria (* [[1848]]; † [[1932]]) das Höllbräu. Dieses ging im Jahr [[1902]] auf den Sohn [[Josef Schrems|Josef]] (*  [[1875]]; † [[1929]]) über.<ref>Artikel [[Schrems]] und ''Presseunterlagen'' (wie oben).</ref>
 
* Im Jahr [[1871]] kauften der Braumeister [[Engelbert Schrems]] (* [[1827]]; † [[1892]]) und dessen Ehefrau Anna Maria (* [[1848]]; † [[1932]]) das Höllbräu. Dieses ging im Jahr [[1902]] auf den Sohn [[Josef Schrems|Josef]] (*  [[1875]]; † [[1929]]) über.<ref>Artikel [[Schrems]] und ''Presseunterlagen'' (wie oben).</ref>
   Zeile 23: Zeile 23:  
Nach einem behutsamen Umbau, der in den [[1990er]]-Jahren erfolgte, entstand aus einem bereits heruntergekommenen ''Gasthof zur Hölle'' ein modernes Fünf-Sterne-Hotel. Erhalten geblieben sind wertvolle Stiegenaufgänge, Gewölbe und Mauerwerk.
 
Nach einem behutsamen Umbau, der in den [[1990er]]-Jahren erfolgte, entstand aus einem bereits heruntergekommenen ''Gasthof zur Hölle'' ein modernes Fünf-Sterne-Hotel. Erhalten geblieben sind wertvolle Stiegenaufgänge, Gewölbe und Mauerwerk.
   −
Der Erzengel [[Michael]] als [[Seelenwäger]] wurde am Eck zum Nachbarhaus wahrscheinlich [[1927]], als die heutige Fassade im Erdgeschoss nach [[1910]] erstellten Plänen von [[Franz Zell]] ausgeführt wurde, dort angebracht worden.
+
Der Erzengel [[Michael]] als [[Seelenwäger]] wurde am Eck zum Nachbarhaus wahrscheinlich [[1927]], als die heutige Fassade im Erdgeschoss nach [[1910]] erstellten Plänen von [[Franz Zell]] ausgeführt wurde, dort angebracht.
    
== Ehemalige Personen aus dem Höllbräu ==
 
== Ehemalige Personen aus dem Höllbräu ==
Zeile 35: Zeile 35:  
==Quellen==
 
==Quellen==
 
{{Quelle Kulturlexikon}}
 
{{Quelle Kulturlexikon}}
*  ''Salzburger Fotografien 1880 - 1918 aus dem Atelier [[Würthle & Sohn|Würthle]]'', [[Schriftenreihe des Archivs der Stadt Salzburg]] 18, 2003, ISBN 3-901014-93-4  
+
*  ''Salzburger Fotografien 1880–1918 aus dem Atelier [[Würthle & Sohn|Würthle]]'', [[Schriftenreihe des Archivs der Stadt Salzburg]] 18, 2003, ISBN 3-901014-93-4  
    
==== Einzelnachweise ====
 
==== Einzelnachweise ====